Zinspolitik (interest-rate policy)

Im Rahmen der Geldpolitik alle Massnahmen der Zentralbank, mit denen das Zinsniveau beeinflusst werden soll. – Zinsen bedeuten für Kreditnehmer Kosten. Über die Veränderung von Zinssätzen, die zwischen der Zentralbank und den Geschäftsbanken berechnet werden, kann die Zentralbank daher CETERIS PARIBUS die Nachfrage nach Darlehn der Firmen für Investitionen, der Privathaushalte für Konsumgüter sowie die Kreditnachfrage des Staates beeinflussen. – Die EZB legt grössten Wert auf die strikte Trennung zwischen ihrer Zinspolitik einerseits – mit ihr richtet sie sich allein an den mittelfristigen Aussichten für die Preisstabilität aus – und den Sondermassnahmen andererseits, die auf Störungen bei der Übertragung der geldpolitischen Impulse auf die Wirtschaft abzielen. – Siehe Anmassung, zentralbankliche, EZB-Sündenfall, Fragmentierung, Leitzins, Niedrigzinspolitik, Nullzins, Zinskanal, Zinstransmission, Zinsweitergabe.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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