Wettbewerb und Konkurrenz, in der älteren Literatur auch Ämulation, Emulation und Kompetition (competition)
Allgemein gesehen das Bemühen mehrerer um die Erreichung eines Zieles. Indessen wird dieses Ziel aber nur von einem einzigen bzw. mehreren Ersten auch tatsächlich erreicht (an occasion on which a winner is selected from among two or more contestants). – Beim Wettbewerb auf allen Ebenen der Wirtschaft heisst dieses Ziel, durch ein preiswertes Angebot von Gütern (goods: Waren oder Dienstleistungen) Käufer zu gewinnen. Konkurrenz im ökonomischen Sinne hat im wesentlichen fünf Aufgaben, nämlich eine – Anspornfunktion (incentive function): viele, die zur Erreichung des Zieles grundsätzlich fähig sind, werden zur Höchstleistung angeregt; – Bestimmungsfunktion (determinative function): aus dem Ergebnis des Wettbewerbs lässt sich objektiv, unparteiisch feststellen, wie ein Ziel bestmöglich, nämlich am sparsamsten, mit den geringsten Kosten zu erreichen ist; – Auslesefunktion (selective function): derjenige bzw. diejenigen, welche das gesetzte Ziel am besten erreichen können, werden aus einer Vielzahl anderer eindeutig ausgesucht und belohnt; – Dienstfunktion (beneficial function): die Käufer, um deren Gunst man sich im Wettbewerb bemüht, erhalten das Gut am vorteilhaftesten und – Gemeinnutzfunktion (social function): jeder Wettbewerber ist unausweichlich gezwungen, sich den Anliegen und Wünschen der möglichen Kunden zuzuwenden; allein so kommt er als Anbieter im Markt überhaupt zum Zuge. – Ökonomischer Wettbewerb dirigiert (directs, put on the right track: er leitet gleichsam über ständigen Ansporn und fortlaufende Auslese) das Wirtschaften auf die genannten Funktionen hin. Man spricht daher auch häufig von der Lenkungsfunktion des Wettbewerbs (allocation function of competition). – Siehe Banknamen-Abkürzung, Kollusion, Marktabsprachen, Marktkräfte, Pankratium, Preis.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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