Welfare-State Bubble (so auch im Deutschen gesagt; seltener Sozialstaatsfalle)
Der in sich vielfach verflochtene Zusammenhang von – Aufblähung des Sozialbudgets in einer Volkswirtschaft und – Widerwille gegen die Kräfte des offenen, überschaubaren, preisgesteuerten marktwirtschaftlichen Lenkungsmechanismus. Der Anspruch auf Versorgung verdrängt so den Grundsatz der individuellen Verantwortung und der Leistungsgerechtigkeit (performance-related justice: das Einkommen entspricht der Leistung des jeweiligen Gesellschaftsmitglieds bei der Erstellung des Sozialprodukts). – Der Geldpolitik bürdet ein solches Umfeld besondere Verantwortung auf. Von daher nimmt sich die Zentralbank auch das Recht, entsprechende Fehlentwicklungen (disastrous trends) öffentlich zu beanstanden. – Siehe Drittgattingeld, Marktmechanismus, Methusalem-Syndrom, Preis, Schattenverschuldung, Schuldenbremse, Schuldenquote, staatliche, Sozialstaat-Falle, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Steuerlastquote, Strukturumbruch, Subsidiaritätsprinzip, Synergiepotentiale, Tragfähigkeit öffentlicher Finanzen, Verfassungsartikel eins, Wagnersches Gesetz, Zweitgattingeld.
Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/
