Wachstumskräfte-Mobilisierung (mobilisiation of forces driving growth)
Im Zuge der Griechenland-Krise schlagwortartig in den Vordergrund getretener Appell an Schuldnerstaaten der EWU. Im einzelnen sind dabei unterschiedliche Schritte gemeint, wie vor allem Beseitigung überkommener berufsständischer Vorschriften (elimination of disincentive, performing-hampering rules and regulations in the professions), Abbau von Wettbewerbshemmnissen (removal of impediments to competition), steuerliche Entlastung der Arbeit (labour tax reductions, easing the fiscal burden on labour) oder sachkundig und wirtschaftliche arbeitende Verwaltungseinheiten auf allen Ebenen des Staates. – Unbestritten ist, dass solche Massnahmen erst auf längere Sicht wirken, derweil der Erwartungsdruck auf Erfolge allerseits und jedesmal kurzfristig ist. Wird dies nicht deutlich hervorgehoben, so kommt es – wie die Erfahrung gezeigt hat – zur Erlahmung entsprechender Anstrengungen, und ein starkes Frustrationspotential (potential of general frustration) gewinnt die Oberhand. Unstreitig ist aber auch, dass die Geldpolitik in Anbetracht solcher Umstände kein Aufbrechen der Erstarrung (breaking down the paralysis) bewirken kann. Es kommt vielmehr darauf an, dass Unternehmen günstige Erwartungen hegen, die sie zu Investitionen bewegen. – Siehe Bail-out, Europäischer Stabilisierungsmechanismus, Rettungsschirm, Wachstum-Schulden-Tatsache, geschichtliche, Wachstumsförderung.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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