Vermögens(preis)inflation (asset-price inflation)
Wenn nicht anders definiert ein Anstieg der Preise für Liegenschaften (properties; Immobilen: bebaute und unbebaute Grundstükke), der deutlich über der Steigerung der Index der Konsumentenpreise liegt. – Bis etwa 1990 hat man die Bedeutung steigender Vermögenspreise weithin unterschätzt. So blieben beispielsweise in Japan auch in der Hochkonjunktur zwar die Güterpreise weitgehend stabil. Aber die Grundstückspreise stiegen in schwindelerregende Höhen (shot up at dizzying heights). Die Liegenschaft, auf welcher der Kaiserpalast (Imperial Palace) steht, war auf dem Höhepunkt der Konjunktur so viel wert wie der ganze US-Bundesstaat Kalifornien. Im Zwei-Säulen-Prinzip der EZB werden daher die Vermögenspreise zurecht entsprechend beobachtet und für die Geldpolitik gewichtet. – Siehe Asset-Price Inflation, Greenspan-Doktrin, Vermögensblase, Weginflationierung. – Monatsbericht der EZB vom November 2010, S. 75 ff. (ausführliche Darstellung; Übersichten; Literaturverweise), Jahresbericht 2011 der EZB, S. 29 ff. (Frühwarn-Indikatoren bei Vermögenspreisen; Übersichten, Literaturhinweise), Monatsbericht der EZB vom September 2013, S. 61 ff. (zum Einfluss der Geldpolitik auf die Vermögenspreise; Übersichten).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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