Pensionsgeschäft, in der älteren Literatur auch liquiditätszuführendes Kostgeschäft (repurchase agreement, [vor allen in Bezug auf die Geschäfte mit der Zentralbank] repurchase operation; repo)
Allgemein jeder zeitlich befristete Tausch von Vermögensgegenständen gegen Geld, eine Pensionierung. – Der Kauf eines Vermögensgegenstandes mit gleichzeitiger Vereinbarung des Rückkaufs zu einem späteren, vertraglich genau festgelegten Termin. – Die Zentralbank – leitet Primärliquidität für bestimmte Zeit in den Kreislauf, – um den Markt zu verflüssigen sowie – angesichts der Interdependenz der Zinsen (interdependency of interest rates) – allfällige “Zinsausreisser“ nach oben zu glätten, und – damit schädlichen Wirkungen durch das Eindringen heissen Geldes vorzubeugen. Sie kauft hierob von den Banken Wertpapiere an. Die Partner verpflichten sich, diese Papiere nach einer vertraglich vereinbarten Zeit von der Zentralbank zurückzukaufen. – Die Zentralbank – saugt Primärliquidität für bestimmte Zeit ab, – um den Markt zu versteifen, nämlich den Überhang an ihrem Geld abzubauen sowie – um einem unerwünschten Zinssturz und – dadurch ausgelöstem Geldexport zuvorzukommen. Sie bietet hierob den Banken Wertpapiere zum Kauf an. Die Partner nehmen diese für eine vertraglich festgelegte Zeit in ihr Portefeuille. Nach Ablauf der vereinbarten Zeit kauft die Zentralbank die Papiere zurück. – Die EZB führt entsprechende Geschäfte im Rahmen des Hauptfinanzierungs-Instruments, der Längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte, der Strukturellen Operationen sowie der Feinsteuerungs-Operationen durch. – Siehe auch Kostgeschäft, Repo-Geschäft, Pensionierung, Pensionssatz, Zuteilungsverfahren, holländisches. – Vgl. Finanzstabilitätsbericht 2012, S. 72 ff. (Pensionsgeschäfte im Sinne von erhöhen die Prozyklizität; eine Wiederverwendung der den Geschäften zugrunde liegenden Sicherheiten ist möglich, was besondere Gefahren mit sich bringt), Monatsbericht der EZB vom Januar 2014, S. 75 ff. (zur Liquiditätspolitik der EZB; ausführliche Darstellung; viele Übersichten).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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