Klienten-Kapitalismus auch Vetternwirtschaft und Cliquienwirtschaft (crony capitalism)
Abschätzige Bezeichnung für eine Volkswirtschaft, in der persönliche Beziehungen wesentlich den Ablauf bestimmen, und die knappen Mittel daher nicht dem besten Wirt zugeleitet werden (pejorative expression, denoting a type of free market economy in which business success is heavily dependent upon one’s connections. In such a system, business decisions are significantly influenced by friendships and family ties, rather than by market forces and open competition). Auch die Ausreichung von Darlehn durch die Banken wird in einer solchen Volkswirtschaft – derzeit werden Indonesien und teilweise auch Japan hierhin eingestuft – gutteilig von persönlichen Verbindungen bestimmt. Vom Klienten-Kapitalismus gezeichnete Volkswirtschaften zeigen vielerlei Stagnationserscheinungen und haben ein niedrigeres Wachstum, als dies CETERIS PARIBUS bei Wettbewerb möglich wäre. – Siehe Opportunitätskosten, Schattenpreis, Underground Banking.
Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/
