Falschgeld (counterfeits, bogus money)
Widerrechtlich hergestellte Münzen und Banknoten einer Zentralbank. Das Nachbilden von älteren Münzen zählt rechtlich nicht zum Falschgeld, sondern gilt als Fälschung (fraudulent falsification) bzw. beim Inverkehrbringen als Betrug (fraud). – Die EZB veröffentlicht laufend eine Statistik eingezogenen Falschgelds. Dabei steht Deutschland im Falschgeldaufkommen im europäischen Vergleich sehr niedrig dar. Festgestellt wurden 2013 fünf Fälschungen auf 10’000 Einwohner; dabei war der 20-Euro-Schein die am meisten verbreitete Falschnote. Diese Zahl liegt in anderen Ländern – etwa Griechenland, Zypern – um ein Vielfaches höher. Der Grund ist darin zu sehen, dass in manchen Ländern der Ermittlungsdruck (pressure of investigation) bei Falschgelddelikten (counterfeiting offences) gering und die Strafe niedrig ist. Das veranlasst die zumeist der organisierten Kriminalität (organised criminals) zuzuordnenden Täter, Deutschland zu meiden, und die Falsifikate in anderen Eurostaaten in den Geldkreislauf einzuschleusen. – Vom Falschgeld sind beschädigte, (teil)zerstörte, nicht mehr umlauffähige Banknoten zu unterscheiden. – Siehe Banknoten-Wertbeschränkung, Bargeldmanagement, Blüten, Brücke-Abneysches Phänomen, Doublé-Münze, Falsifikate, Geld, beschädigtes, Geld, böses, Rekonstruktion, Sicherheitsstreifen, Subferraten. – Vgl. Geschäftsbericht 2007 der Deutschen Bundesbank, S. 106 (neue Sicherheits-Merkmale für Euro-Noten), S. 107 f. (Verträge mit Banken in Bezug auf die Ausgabe von ungeprüften Geldscheinen), Geschäftsbericht 2008 der Deutschen Bundesbank, S. 105 (Anstieg der Fälschungen; Übersicht), Jahresbericht 2008 der EZB, S. 135 ff. (allein in Jahr 2008 wurden 666’000 falsche Euro-Banknoten eingereicht!), Jahresbericht 2011 der EZB, S. 103 f. (Übersicht der Fälschungen; Fälschungsprävention) sowie den jeweiligen Jahresbericht der EZB, Kapitel “Zentralbankgeschäfte und -Aktivitäten”.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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