Durchschnittliche Verzugsdauer “Average Days Delinquent” (ADD)

“Average Days Delinquent” (ADD), auf Deutsch oft als “durchschnittliche Verzugsdauer” bezeichnet, ist eine Finanzkennzahl, die Unternehmen verwenden, um die durchschnittliche Anzahl von Tagen zu messen, an denen der Kontostand eines Kunden überfällig ist. Diese Kennzahl wird oft im Debitorenmanagement verwendet, um die Wirksamkeit der Kredit- und Inkassorichtlinien eines Unternehmens zu beurteilen.

Die Formel zur Berechnung der durchschnittlichen Verzugsdauer lautet:

Durchschnittliche Verzugsdauer = (Gesamtanzahl der Verzugstage / Gesamtanzahl der Konten)

Dabei ist die Gesamtanzahl der Verzugstage die Summe der Anzahl der Tage, an denen jedes Konto überfällig ist, und die Gesamtanzahl der Konten ist die Anzahl der Kundenkonten des Unternehmens.

Eine höhere durchschnittliche Verzugsdauer kann darauf hindeuten, dass ein Unternehmen Probleme mit seinem Inkassoprozess hat oder dass es Kreditbedingungen an Kunden anbietet, die möglicherweise nicht kreditwürdig sind. Umgekehrt kann eine niedrige durchschnittliche Verzugsdauer auf effektive Inkassoprozesse und solide Kreditrichtlinien hinweisen.

Die durchschnittliche Verzugsdauer sollte jedoch in Verbindung mit anderen Kennzahlen (wie den Days Sales Outstanding) verwendet und über die Zeit analysiert werden, um einen umfassenderen Einblick in die Wirksamkeit der Kredit- und Inkassomaßnahmen eines Unternehmens zu geben. Es ist auch hilfreich, die durchschnittliche Verzugsdauer eines Unternehmens mit denen anderer Unternehmen in der gleichen Branche zu vergleichen.

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