Arbitrage, intertemporale (intertemporal arbitrage)
In Zusammenhang mit der Mindestreserve-Pflicht beobachtete Erscheinung. Wenn bei vorübergehendem Überangebot an Zentralbankgeld der Tagesgeldsatz den Zins für den Preis unterschreitet, zu dem eine Zentralbank den Banken kurzfristige Liquidität zur Verfügung stellt (bei der EZB das Hauptrefinanzierungsgeschäft), dann besteht für Banken ein Anreiz zur Voraberfüllung (front loading) des Mindestreserve-Solls. Zentralbankgeld (Primärliquidität) fliesst auf diese Weise an die Zentralbank zurück; das Angebot am Markt für Tagesgeld sinkt, und dieses Verhalten der Banken wirkt so einem weiteren Sinken des Tagesgeldsatzes entgegen. – Siehe Frontloading, Mindestreserve. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Oktober 2005, S. 27 ff. (ausführliche Erläuterung; Übersichten), . Monatsbericht der EZB vom August 2009, S. 37 ff. (Auswirkungen des ersten längerfristigen Refinanzierungsgeschäftes mit einjähriger Laufzeit).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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