Analyserahmen, gemeinsamer (systemic assessment framework, SAF)

Im April 2009 ins Leben gerufene Einrichtung mit dem Auftrag, den Erfahrungsaustausch zwischen Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und Finanzministerien in der EU zu verbessern. – Siehe Abschreckung, aufsichtsrechtliche, Anlegerschutz, Aufsicht, europäische, Aufsichtsvermeidung, Banana Skins Survey, Harmonisierung, Octopus, Regulierungs-Arbitrage, Regulierungswut, Straitjacking, Subsidiaritätsprinzip, Überregulierung. – Vgl. Geschäftsbericht 2009 der Deutschen Bundesbank, S. 102 (Arbeitsauftrag).
Analyst und Analytiker (analyst): Person, die – berufsmässig (möglicherweise auch vertragsmässig als Finanzjournalist bei einer Zeitung oder Zeitschrift) – das Geschehen an Finanzmärkten allgemein und an der Börse im besonderen beobachtet, erklärt und bewertet und – die daraus gewonnenen Erkenntnisse bekanntmacht (a person with expertise in assessing and evaluating financial securities. Most analysts are specialised in a single industry, business sector or just one or a few tradeable shares). – Analysten sind in Deutschland nach § 34c WpHG bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht anzeigepflichtig und werden überwacht. – Mitarbeiter einer Bank, der für die Kundschaft und andere Abteilungen des Hauses Finanzmärkte beobachtet, begutachtet und beurteilt (sog. Sell-Side-Analysten). Grössere Banken beschäftigen oftmals einen beachtlichen Stab von (auf bestimmte Branchen, Länder oder Finanzprodukte) spezialisierten Analysten. – Fachleute bei Kapitalverwaltungsgesellschaften, welche die zur jeweiligen Zielrichtung des Fonds geeignete Zusammensetzung des Portfolios erforschen und entsprechende Empfehlungen an das Fondsmanagement abgeben (sog. Buy-Side-Analysten). – Siehe Analyse, technische, Analysten-Rating, Analysten-Registrierung AnlageEmpfehlung, Analysten-Aufgabenbeschränkung, Auftragsresearch, Emissionsabsprache, Fibonacci-Folge, Finanzanalyse, Finanzasophie, Gewinnschätzung, Journalisten-Privileg, Scalping, Security Analyst, Techniker, Wertpapieranalyse. – Vgl. Jahresbericht 2003 der BaFin, S. 35 (wichtige, international gültige Grundsätze für Analysten), S. 109 ff., Jahresbericht 2004 der BaFin, S. 107 (über die m Dezember 2004 in Kraft getretene Finanzanalyseverordnung [FinAV]), S. 125 f. (hier auch: Reise- und Unterbringungskosten auf Analysten-Konferenzen dürfen von Emittenten nicht übernommen werden), S. 126 f. (Anzeigepflicht für Analysten gemäss der neuen Finanzanalyseverordnung), Jahresbericht 2005 der BaFin, S. 133 ff. (ausführliche Darstellung der Verhaltensregeln), Jahresbericht 2006 der BaFin, S. 139 (Aufsichtsgespräche mit Analysten; Mängelliste), Jahresbericht 2007 der BaFin, S. 148 ff. (neue Verhaltensregeln für Analysten; Auslegungsentscheidung; unabhängige Analysten), Jahresbericht 2008 der BaFin, S. 145 f. (anlassbezogene Auskünfte durch die BaFin), Jahresbericht 2010 der BaFin, S. 211 (Bafin überwacht 138 Analysten), Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 164 f. (BaFin durchsucht das Internet und geht Empfehlungen in Börsenbriefen nach) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin, Kapitel “Aufsicht über Banken, Finanzdienstleister und Zahlungsinstitute”.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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