Wohlstandsposition ([material] prosperity position)

Wenn nicht anders definiert das Bruttoinlandsprodukt geteilt durch die Bevölkerungszahl. – In der Europäischen Währungsunion belegte Deutschland im Jahr 2007 hier den siebten Rang, verglichen mit dem fünften Platz bei Eintritt in die Währungsunion im Jahr 1999. – Seit Einführung des EUR 1999 ist die deutsche Wirtschaft jahresdurchschnittlich mit nur 1,5 Prozent merklich langsamer gewachsen als der übrige Euroraum mit 2,25 Prozent. Das hatte zur Folge, dass der Anteil des in Deutschland erzeugten Bruttoinlandsproduktes an der Wirtschaftsleistung der fünfzehn Teilnehmerstaaten der Währungsunion von 31,25 Prozent im Jahr 1999 auf etwa 27 Prozent im Jahr 2008 sank. Dass sich aber die Wohlstandposition Deutschlands nicht in gleichem Masse verschlechtert hat, das liegt daran, dass sich die Bevölkerungszahl in Deutschland festfuhr, während diese im übrigen Eurogebiet um ungefähr 0,75 Prozent jährlich zunahm. – Siehe Wohlstand. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2008, S. 37 (erläuternde Zahlen zur Wohlstandposition).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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