Zins in alten Dokumenten meistens Interessen (nur in der Mehrzahl gebraucht), im Sprachgebrauch (in everyday speech) heute zumeist auch Zinsen (interest [rate])

Ein
Prozentsatz (percentage; Vomhundertsatz, Quote), der von Leihkapital an den Darlehnsgeber zu entrichten ist, auch Zinssatz und Zinsfuss genannt. – Eine Geldsumme, die sich als Zahlung aus einem Darlehnsvertrag herleitet. – Zins ist neben Geld das am häufigsten benutzte Wort in der Finanzsprache. Es leitet sich her vom lateinischen CENSUS in gleicher Bedeutung. Als einer der wichtigsten Preise in der Volkswirtschaft hat der Zins eine Signalfunktion (signal effect: a factor that serves to transfer information and acts as an incentive to action). Nimmt man ihm diese, wie dies die EZB im Zuge ihrer Retterei mit ihrer Nullzinspolitik ohne demokratische Vollmacht (without democratic legitimation) tat, so erleiden Sparer Vermögensverluste: ihr Geld wird entwertet, weil die Inflationsrate die Kaufkraft der Ersparnisse laufend mindert. Darüber hinaus führt dies zu einer Verzerrung aller Preise (distortion of prices) auf dem Finanzmarkt und darüber hinaus in der Volkswirtschaft gesamthaft. – Siehe Anmassung, zentralbankliche, Aufgeld, Nullzins, Stückzinsen, Umverteilung, zentralbankbewirkte, Verzinsung, Zinssatz.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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