Vollzuteilung (full allotment)

Eine Zentralbank bedient die Banken zum herrschenden Zinssatz mit jeder gewünschten Menge Liquidität, ausreichende Sicherheiten vorausgesetzt. – Im Zuge der auf die Subprime-Krise folgenden Finanzkrise schlug die EZB diese Politik zeitweise ein, um den völlig ausgetrockneten Interbankenmarkt zu beleben und das Finanzsystem dadurch zu kräftigen. Über Mengentender reichte sie den Banken die gewünschte Menge an Zentralbankgeld aus (allotted liquidity by means of volume tender). – Siehe Cleaning up after, Quantitative Easing, Zwölfmonatstender. – Vgl. Finanzstabilitätsbericht 2011, S. 21 f (Vollzuteilung bei den Refinanzierungsgeschäften der EZB wird beibehalten).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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