Verbindlichkeit in älteren Dokumenten auch Impegno (liability, payables)
In der Finanzsprache allgemein eine Zahlungsverpflichtung (obligation to pay) einer Wirtschaftseinheit gegenüber einem Dritten (an obligation that legally binds an individual or company to settle a debt). – Eine solche liegt des näheren vor, wenn – die Verpflichtung zur Zahlung zum gegenwärtigen Zeitpunkt tatsächlich besteht oder innert der Rechnungsperiode eintritt, – es nicht im Ermessen des Unternehmens liegt, sich der dadurch ausgelösten Belastung – Abfluss von Geld – zu entziehen und – das Ereignis, durch den die Zahlungsverpflichtung begründet wurde, bereits eingetreten ist (a liability is a present obligation of the enterprise arising from past actions, the settlement of which is expected to result in an outflow of money). – Verbindlichkeiten sind in der Bilanz eines Unternehmens auf der Passivseite ausgewiesen und werden darum auch Passiva genannt. Ihr Gegenstück sind Forderungen. – Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag (settlement amount) in der Bilanz auszuweisen. Dabei sind allfällige Kosten zu berücksichtigen, nämlich hier regelmässig der Betrag, den eine Bank für die Überweisung und möglicherweise – bei Posten in Fremdwährung – für den Umtausch in Devisen für den Zahlungsvorgang in Rechnung stellt. – Siehe Imparitätsprinzip, Pfand, Schulden, Valutaklausel, Zeitwertbilanzierung.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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