Türkengeld auch Türkenzieler und Türkensteuer (Turkish danger levy)

Umlage zur Unterhaltung eines Heeres zwecks Abwehr der Türken. Diese drängten seit 1453 nach der Eroberung von Byzanz – dem heutigen Istanbul – unaufhaltsam nach Norden. Das türkische Herr umzingelte unter Führung des Grosswesirs Kara Mustafa Pascha 1683 die damalige Reichshauptstadt Wien. – Der belagerten Stadt eilte auf eindringliche Bitte des Papstes Innozenz XI. der polnische König Jan III Sobieski (1629/1674-1696) zu Hilfe. Das polnische Entsatzheer (relief force) schlug am 19. September 1683 die Türken in der Schlacht am Kahlenberg vor Wien vernichtend. Die Türken zogen sich daraufhin nach Süden auf den Balkan zurück. – Siehe Dänengeld, Defensionergeld, Festungsgeld, Friedensgeld, Heergeld, Hussengeld, Pfennig, Ranzion, Satifikationsgeld, Schatzung, Superindukt.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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