Subprime-Kredite, seltener Zweitklassen-Kredite (subprime credits)
Allgemein die Vergabe von Darlehn an private Kunden mit schlechter Bonität (a loan given to individuals who have a bad credit record). Das höhere Ausfallrisiko versucht die Bank bei diesen Krediten durch einen höheren Zinssatz auszugleichen (the interest rate on a subprime loan is typically significant higher than an interest rate on a standard loan from a bank). – Im besonderen die Vergabe von Wohnimmobilienkredite an einkommensschwache Privathaushalte in den USA (the award of residential real-estate loans to low-income private persons in the United States). – Wesentlich ausgelöst wurden solche Darlehn durch die sich an die Home Mortgage Disclosure Act von 1975 anschliessende Community Investment Act aus dem Jahr 1999. In diesem Gesetz wurden die Erfordernisse an die Bonität für private Immobilienkredite so weit herabgesetzt, dass auch Darlehn an Privathaushalte mit geringer Kreditwürdigkeit vergeben werden konnten. Bereits 2001 umfasste daher dieser Geschäftszweig schon 2,6 Prozent aller ausstehenden Wohnungsbaukredite in den USA; er erhöhte sich aber bis 2007 auf 14 Prozent. In absoluten Zahlen vergaben Banken in den USA in den Jahren 2005 und 2006 über 3’000 Mia USD an schlecht besicherten Immobiliendarlehn. Diese letztlich uneinbringlichen Ausleihungen landeten zu einem Gutteil als Verbriefungspapiere in den Bilanzen von Instituten in der ganzen Welt. Das wiederum führte zur Subprime-Krise im Jahr 2007, aus der sich eine globale Finanzkrise entwickelte. – Der Internationale Währungsfonds schätze im Frühjahr 2009 den weltweiten Schaden aus den Subprime-Krediten auf zwei Billionen USD (eine Eins mit zwölf Nullen!) – Siehe Absenzkapitalismus, Ballon-Kredit, Darlehnhaftung, beschränkte, Home Mortgage
Disclosure Act, Jingle Mail, Kreditvergabe-Grundregel, Kreditkarten-Fiasko, LemonsProblem, Luftpapiere, Papiere, toxische, Pay-Green-Initiative, Provinzbanker, Subprime-
Kredite, Subprime Lending, Zitronenhandel, Zwei-Achtundzwanzig-Kredit. – Vgl. Jahresbericht 2007 der BaFin, S. 15 f. (Darstellung der Zusammenhänge), Monatsbericht der EZB vom November 2013, S. 13 ff. (Schuldenlast der Privathaushalte in den USA seit 1980; Übersichten).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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