Stress-Test, Vorbehalte (restrictions of stress testing)
Stress-Tests sind ein sinnvolles und notwendiges Werkzeug der Bankenaufsicht. Aber – sie vermögen immer nur auszugsweise abzubilden, wie ein externer Schock ein Bankensystem treffen kann. Indessen kann sich die Wucht eines Schocks über alle denkbaren Übertragungswege und Rückkoppelungen auf einmal auswirken, wie sich angesichts der auf die Subprime-Krise folgenden Finanzkrise gezeigt hat; – veröffentlichte Stress-Tests können auch selbst zur Quelle von Risiken werden; das gilt besonders für die Bekanntgabe der auf einzelne Institute bezogenen Daten; – ihnen kommt grundsätzlich nicht die Eigenschaft zur Vorhersage zu, wiewohl sich gezeigt hat, dass die veröffentlichten Tests vor allen im Finanzjournalismus zu Prognosezwecken verwendet werden. – Aus alledem ist stets besondere Sorgfalt bei der Auslegung der Ergebnisse von Stress-Tests geboten. – Siehe Datenunsicherheit, Prognoseunsicherheit, Unsicherheit, Trendprognosen, Vertrauen. – Vgl. Jahresbericht 2010 der BaFin, S. 137 (neue Anforderungen durch die MaRisk-Novelle 2010), S. 148 f. (Ergebnisse des Stress-Tests 2010, an dem zwanzig EU-Mitgliedsstaaten teilnahmen), S. 189 (Veröffentlichung der einer MaRisk eigens für Kapitalverwaltungsgesellschaften durch die BaFin) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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