Rohstoffblase (raw material bubble)

Das – hastige Ansteigen der Rohstoffpreise, vor allem für Erdöl und Metalle, und hier insbesondere für Kupfer, – welches mit normalen Verhältnissen von Angebot und Nachfrage auf dem jeweiligen Markt kaum zu erklären ist, und – das auf vorübergehende spekulative Käufe hindeutet. – Solchen Hochpreiszeiten folgen erfahrungsgemäss über kurz oder lang unerwartete Verkäufe grossen Umfangs, was zu einem Preisverfall mit finanziellem Ruin vieler Lagerhalter führen kann. Die Zentralbanken beobachten zwar die Rohstoffmärkte auf solche Übertreibungsphasen. Es hat sich aber gezeigt, dass “echte” Blasen auch mit den Mitteln der Marktforschung kaum genau feststellbar sind. – Siehe Blase, spekulative, Dotcom-Blase, Finanzialisierung, Immobilienblase, Luftloch, Martin-Prinzip, Poseidon-Blase, Rückkoppelungsschleife, Spekulation, Tulpencrash, Überschwang, unvernünftiger, Vermögensblase, Zwei-Säulen-Prinzip. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom September 2008, S. 21 (Schwankungen der Rohstoffpreise in Abhängigkeit von Spekulanten; Übersicht), Jahresbericht 2011 der BaFin, S. 44 f. (Ansätze zur weltweiten Regulierung der Rohstoffmärkte).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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