Risiko (risk)

Allgemein die Möglichkeit des Eintritts von unerwünschten zukünftigen Ereignissen und Handlungsfolgen, weil – bedingt durch den Zeitverlauf – in nahezu allem eine mangelhafte Voraussehbarkeit des Kommenden vorherrscht (in nearly all types of human engagement there is the potential for events and consequences that constitute chances for benefit [upside] or loss [downside]). – Statistisch-mathematisch definiert: das Produkt aus – der Eintretens-Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses (probability of occurrence) und – dem Schadens-Ausmass (amount of damages [im Englischen hier zumeist die Pluralform]) dieses Ereignisses. – Von bestimmten Ausnahmen abgesehen – wie vor allem in der Versicherungsmathematik -, ist die Wahrscheinlichkeits-Einschätzung jedoch nicht objektiv, sachlich völlig unvoreingenommen zu messen. Sie bleibt, was leider oft mit mathematischen Formeln verkleistert und daher nicht wahrgenommen wird, in jedem Fall abhängig von Bedingungen (premises; Prämissen, Urteils-Vordersätzen). Daher können selbst die ausgefeiltesten Risiko-Berechnungen denknotwendig nichts anderes ausdrücken als Erwartungen – und auf dem Finanzmarkt zumal. – Bei einem Engagement auf dem Finanzmarkt die Ungewissheit hinsichtlich des künftigen Wertes des Vermögensgegenstandes und der Höhe des Ertrages in der geplanten Anlagezeit (the uncertainty over future asset values and future returns in respect to the investment timeframe). – In der Versicherung häufig auch vom versicherten Gegenstand bzw. der Person gesagt. – Siehe Absicherung, Abrufrisiko, Allfinanz-Risikokomitee, Anlage-Risiko, Bilanzposten-Deckelung, Bonitätsrisiko, Due Diligence, Eventualschaden, Expected Shortfall, Finanzstabilitätsbericht, Fristentransformations-Risiko, Fussangelgeschäft, Garantieprodukt, Gefährdung, Informations-Überladung, Korrelationsrisiko, allgemeines, Kumul, Liquiditätsrisiko, Marktliquiditätsrisiko, Phantomrisiken, Refinanzierungs-Risiko, Restrisiko,
Rendite-Risiko-Grundsatz, Reputationsrisiko, Risikoinventur, Risiko, leistungswirtschaftliches, Risikokultur, Risikovermeidungs-Politik, Risikoträger, endgültiger, RohstoffTerminvertrag, Rückschlag-Effekt, Solvabilität, Solvenzrisiko, Spekulant, SpreizungsRisiko, Terminrisiko, Tracking Error, Umsatzrisiko, Unsicherheit, Value at Risk, Verlustrisiko, Versicherungsvertrag, Verwässerungsrisiko, Volatilität, Wiedereindeckungs-Risiko, Zitronenhandel, Zwölf-Felder-Risikomatrix. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2005, S. 62 f. (Zusammenhang von Risiko und Volatilität auf Finanzmärkten), Jahresbericht 2008 der BaFin, S. 56 (Vorschriften für das LiquiditätsrisikoManagement).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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