Rendite-Risiko-Grundsatz (yield-risk axiom)
Eine hohe Rendite auf jedem Teilmarkt (sub-market) des Finanzmarktes gesamthaft (total financial market) spiegelt immer auch ein höheres Risiko wieder. – Manchmal wird dieser Grundsatz auch mit dem Hauptsatz des Pythagoras (bei einem rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Quadrate über den Katheten gleich dem Quadrat über der Hypotenuse) für die Geometrie vergleichen. Beidesmal ist ein unmittelbar gewisses Urteil (axiom; Axiom) und damit ein unverrückbarer Richtsatz ausgedrückt. – Gelegentlich der Subprime-Krise wurde deutlich, dass viele und selbst sogar professionelle Anleger diesem Grundsatz zuwiderhandelten. Es wurde völlig übersehen, dass auf dem Finanzmarkt nicht mit Leichtigkeit zweistellige Renditen zu erwarten sind, wenn im Produktionsbereich der Wirtschaft schon sechs Prozent als Glanzleistung (masterly-achievement) gelten. Denn letztlich spiegelt ja der Finanzmarkt den Gütermarkt wider. – Siehe Geheimtip, Go-go-Fonds, Hölle-und-Flut-Vertrag, Junk-Bonds, Penny-Stocks, Pump and Dump, Renditejagd, Risikokapital, Risikoneigung, Staatsschulden, verweigerte, Supergewinn, Terror-Papiere, Zitterprämie.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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