Ölpreis-Schocks (shocks in the price of crude oil)

Unerwartet auftretende Erhöhungen der Weltmarktpreise für Rohöl haben bis anhin erhebliche Auswirkungen auf Produktion, Wachstum, Beschäftigung und Finanzmarktstabilität in den Industrieländern. Die Geldpolitik muss darauf entsprechend reagieren; sie kann indessen diese Ereignisse (Strukturbrüche; structural interruptions) in ihren Modellen nur sehr schwer im voraus abschätzen. – Allerdings hat sich die Abhängigkeit der deutschen Volkswirtschaft vom Erdöl durch Einsparungen bei Verbrauch und stärkerem Einsatz anderer Energie-Quellen zwischen 1975 und 2005 in etwa halbiert. Zudem verwenden die wichtigsten erdölproduzierenden Staaten heute den Grossteil ihrer Einnahmen für den Import von Ausrüstungsgütern. Von diesem “Recycling” profitiert Deutschland besonders stark. – Siehe Biotreibstoffe, Erdöl-Inflation, Erdöl-Lebensmittel-Zusammenhang, Erdölpreis, Hurrikan-Schocks, Kaufkraft-Abfluss, Modelle, geldpolitische, Modellunsicherheit, Oil Bulletin, Ölpreis-Ausgleich, Petrodollar, Ripples, Rohstoffpreise, Schock, externer, Schock-Bewältigung, monetäre. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2004, S. 20 f., Monatsbericht der EZB vom Juli 2004, S. 29 ff. (ausführliche Darlegung der direkten und indirekten Auswirkungen), Monatsbericht der EZB vom September 2004, S. 48 f., Monatsbericht der EZB vom November 2004, S. 55 ff. (mit vielen Daten und auch Literaturverweisen), Monatsbericht der EZB vom Dezember 2004, S. 16 f. (Ölpreisprognose), Jahresbericht 2004 der EZB, S. 47 ff. (Auswirkung der Erdölpreise im Euroraum unter verschiedener Hinsicht), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Mai 2005, S. 12 f. (Belastungen durch höheren Ölpreis), Monatsbericht der EZB vom Juli 2005, S. 14 ff. (Probleme beim Recycling der Öleinnahmen der Förderländer; Tabellen), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom August 2005, S. 11 f. (hohes “Rückschlags-Potential”; zweiseitige Übersicht S. 12/13 mit wichtigen Erläuterungen in den Anmerkungen), Monatsbericht der EZB vom Januar 2006, S. 14 ff. (Ursachen der Ölpreisbewegungen), Jahresbericht 2005 der EZB, S. 40 ff. (ins Einzelne gehende Analyse; wertvolle Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Mai 2006, S. 12 f. (Niveau und Volatilität der Ölpreise 1998 bis 2006 mit Übersichten), Monatsbericht der EZB vom November 2006, S. 47 f. (Übersichten, Kommentar zu nachfrageseitig bedingten Marktbewegungen, wie Einführung von Benzin-Ethanol-Gemisch in den USA), Monatsbericht der EZB vom April 2007, S. 62 ff. (Auswirkungen des Recyclings der Petrodollar auf die Exporte im Euroraum; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Juli 2007, S. 85 ff. (wichtige Daten in Bezug auf die erdölexportierenden Länder; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Juli 2008, S. 67 ff. (Nachfrage der Erdölexporteure mildert die Wirkung der Preiserhöhungen; Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2008, S. 48 (Reaktion einzelner ökonomischer Variabler auf einen Ölpreis-Schock), Vgl. Monatsbericht der EZB vom September 2008, S. 19 ff. (Schwankun-
gen des Erdölpreises; Rolle von Indexfonds und Spekulanten; ten), Monatsbericht der EZB vom März 2010, S. 16 f. (Erdölmarkt 2000-2009; Übersichten), Jahresbericht 2009 der BaFin, S. 45 (keine Beweise für Beeinflussung des Ölpreises durch Finanzinvestoren), Monatsbericht der EZB vom August 2010, S. 81 ff. (ausführliche Darlegung der Bedeutung des Ölpreises für die Wirtschaft im Eurogebiet; viele Übersichten; Prognosen), Monatsbericht der EZB vom Januar 2012, S. 49 f. (die jährlichen Preissteigerungen bei Erdöl von knapp über fünf Prozent absorbieren das Einkommenswachstum; Erklärungen), Monatsbericht der EZB vom Mai 2013, S. 83 ff (Grundsätzliches zur Verlässlichkeit von Ölpreisvorausberechnungen; Übersichten; Literaturverweise), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2013, S. 70 f. (steuerliche Aspekte der Verbraucherpreise für Kraftstoffe; Übersicht).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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