Naturalabgabe (impost in kind)
In älteren Dokumenten die Ablieferung einer bestimmten Menge an Erzeugnissen der Land- Forst- und Hauswirtschaft, wie etwa dem Zehnten, in der Regel im Rahmen eines Fronverhältnisses. Hierbei erhielt ein Bauer (Höriger, Leibeigener, Vasall; liege man, leud: a feudal tenant, villein) von einer Grundherrschaft Land, Schutz und oft auch die Sicherung des Lebensunterhalts in Notlagen. Als Gegenleistung hatte der Hörige festgelegte Mengen an Waren (wie Getreide, Holz, Fleisch, Honig, Wachs, Webwaren) der Grundherrschaft (Fron = Herr) zu überstellen sowie auch gewisse Dienstleistungen (Hand- und Spanndienste; manual work and unpaid draught animal [donkey, steer, horse] and cart work) zu erbringen. – Siehe Abgabe, Cerozensual, Detz, Impost, Zehnt.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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