Mutualismus (mutualism)
Wenn nicht anders definiert das besondere, von Pierre-Jospeh Proudhon (1809-1865) vorgeschlagene Tauschsystem ohne Geld. Unternehmen erhalten hier Darlehn ohne Zins. – Offen bleibt, wie Produzenten dazu gebracht werden sollten, auch diejenigen Güter bereitzustellen, welche die Verbraucher wünschen. Vertreter des Mutualismus auch in unseren Tagen weichen dieser zentralen Frage aus. Nur wenige sprechen klar aus, dass der Mutualismus die zwangsweise, durch besondere Dienststellen zu vollziehende Abstimmung zwischen Angebot und Nachfrage erfordert, letztlich also eine Kommandowirtschaft mit behördlichen Produktionsbefehlen und amtlicher Zuteilung der erzeugten Güter. – Siehe Demonetisation, Geldabschaffung, Geldfunktionen, Geldherrschaft, Geldzweck, Marktmechanismus, Monetisierung, Paradoxomanie, Schwundgeld, Tausch-Gutschein, Unfruchtbarkeits-Theorie, Zinsallokations-Funktion, Zinsverbot.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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