Vermögenseffekt (asset-price effect)

Die Entwicklung der Vermögenspreise hat statistische nachweisbar einen Einfluss auf die Kaufentscheidungen der Privathaushalte und Unternehmen. – Wenn der Wert einer Wohnimmobilie steigt, dann werden die Eigentümer reicher und sind geneigt, zusätzliche Konsumausgaben zu tätigen. Höhere Aktienkurse verringern die Aufwendungen einer Aktienfinanzierung und könnten damit seitens der Unternehmen zu vermehrten Investitionen führen. Fallende Vermögenspreise bewirken das Gegenteil. – Grundsätzlich ist jedoch die ständige Veränderung von Vermögenspreisen und Renditen ein natürliches Kennzeichen von Finanzmärkten. Diese verarbeiten in der Regel sehr rasch aufgrund neu eintreffender Informationen die sich laufend verändernde Gegebenheiten auf der Angebots- und Nachfrageseite. – Siehe Aktienblase, Asset Price Inflation, Ausrichtung, aktienkursbestimmte, Blase, spekulative, Boom-Bust-Zyklus, Immobilienblase, Portfolio-Umschichtung, Preis, Spekulationsblase, Zwei-Säulen-Prinzip. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom September 2013, S. 61 ff. (zum Einfluss der Geldpolitik auf die Vermögenspreise; Übersichten).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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