Im alten Israel ein am Versöhnungstag (day of atonement) zu leistendes Kopfgeld. Die Erhebung dieser Abgabe diente in erster Linie dazu, die Zahl der Auserwählten Israels zu ermitteln (statistical reason: 2 Mose 30, 11-16), in zweiter Linie galt sie als Freikaufgeld (ransom). – Im germanischen und fränkischen Recht eine Zahlung, die einmalig oder regelmässig bei fahrlässiger Tötung – etwa: ein gefällter Baum erdrückt den Nachbarn – an die Hinterbliebenen zu leisten war, auch Wergeld, Maggeld und Manngeld genannt. – Zwangsabgabe (compulsory levy) von zwanzig Prozent auf das Vermögen jüdischer Mitbürger im November 1938 nach der Ermordung des deutschen Botschafts-Angestellten Ernst von Rath in Paris. – Die von einer Spruchkammer – mit Laien besetzte Ausschüsse, die in Form eines Gerichts zwischen 1946 und 1954 tätig waren – gegen National-Sozialisten minderer Schuld verhängte Strafe. – Heute auch die von einem Schiedsamt (arbitration board) in Zuge von Streitigkeiten im
Nachbarschaftsrecht sowie bei minderen Fällen von Körperverletzung, Beleidigung, Verleumdung, Bedrohung, Sachbeschädigung und weitere verhängte Geldstrafe. – Siehe Blutgeld, Dreidingsgeld, Friedensgeld, Heergeld, Kontribution, Quartiergeld, Satisfaktionsgeld.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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