Euro-Währungsraum (euro area)
Das Gebiet, in welchem der EUR offiziell als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt ist. – Vorteile und Nachteile der gemeinschaftlichen Währung sind bis heute umstritten. Als Wohlfahrtsgewinne werden vor allem genannt – Handelsvertiefung und damit eine erhöhte Spezialisierung; sprich: das Gesetz der komparativen Kosten – jeder sollte das herstellen, was er vergleichsweise, komparativ, mit dem geringsten Aufwand hervorbringen kann – wirkt sich aus, – bessere Lenkung von Kapital zu dem besten Wirt (better allocation of capital) in einem grösseren Kapitalmarkt und damit höhere Wirtschaftlichkeit und – grösserer Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks.. – Indessen hat die 2010 voll zum Vorschein kommende Griechenland-Krise starke Zweifel darüber aufkommen lassen, ob das Kapital tatsächlich auch zum besten Wirt (to the most effective allocation of scarce resources) gelangt, und ob nicht eher durch eine den Stabilitäts- und Wachstumspakt missachtende Politik einzelner Mitgliedsstaaten der Konsum aufgebläht und die Wettbewerbsfähigkeit im Vertrauen auf das Bail-out durch die Gemeinschaft vernachlässigt wird. – Siehe Angleichungsautomatismus, Disfunktionalität, währungsraumbezogene, Erpressungspotential, Euro-Währungsgebiet, Europayer, Eurostaaten, EWU-Sprengsatz, Fiskalpakt, Globalisierung, Hegemon, milder, Rechnungseinheit, europäische, Risikoteilung, internationale, Ungleichgewichte, EWU-interne, Vermögensabgabe, Vertragstreue, Währungsraum, optimaler, Wirtschaftspatriotismus, Zwangsenteignung.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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