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Aurophobie (aurophobia)

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Aurophobie (aurophobia): Eine psychisch bedingte Abneigung gegen das Metall Gold. Dieses wird als gefahrvoll, bedrohlich und unheilbringend für die eigene Person empfunden. – Siehe Chremaphobie.

Bargeld-Abschaffung (elimination of coins and notes)

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Bargeld-Abschaffung (elimination of coins and notes): Vor allem von geltungssüchtigen Wirtschaftsprofessoren (the international academic world is abundantly blessed with such nerds), Marxisten und Gerechtigkeitsfanatikern (social equity zealots) geforderte Beseitigung von Geldscheinen und Münzen aus dem Zahlungsverkehr. Computergeld darf demnach das alleinige Zahlungsmittel sein. Damit sind alle Transaktionen und Kontenbewegungen nachvollziehbar; Schwarzgeld und Steuerflucht sind ausgeschlossen. Der Staat kann die Abgaben direkt vom Konto der Steuerpflichtigen einziehen. Niemand mehr könnte Geld im Sparstrumpf horten. Zudem liesse sich so Geld besteuern wie jetzt etwa Immobilien, die naturgemäss ebenfalls nicht flüchten können. Endlich käme das den Befürwortern von Schwundgeld entgegen, die ja im Horten von Geld das Grundübel der heutigen Wirtschaftsweise sehen. Eine grosse Lücke in der hundertprozentigen Überwachung des Bürgers wäre damit geschlossen. Denn Bargeld ist geprägte Freiheit, und vor deren Missbrauch muss der Bürger durch fürsorgliche Behörden geschützt werden. – Die Zentralbank könnte in diesem Falle auch sehr leicht über eine Kommission auf die Einlagen bei ihr die Banken dazu zwingen, Geld in den Kreislauf zu pumpen – wohin im einzelnen scheint auf dieser Schiene der Überlegungen wohl dann nicht mehr so wichtig. – Siehe Computergeld, Geldabschaffung, Geldfunktionen, Geldzweck, Idle Money, Mutualismus, Netzwerkgeld, Paradoxomanie, Regionalgeld, Seigniorage, Stempelgeld, Unfruchtbarkeits-Theorie, Verzinsung, Zinsallokations-Funktion, Zinsverbot.

Auslandsunternehmenseinheiten (foreign affiliates)

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Auslandsunternehmenseinheiten (foreign affiliates): In der Statistik Fachbegriff für Firmen im Inland, die von einem ausländischen Unternehmen beherrscht werden. Für die genauere Kenntnis der Globalisierung ist die Erfassung der Beziehungen zwischen diesen Einheiten von Bedeutung. Seit 2007 sind daher auf europäischer Ebene besondere Meldepflichten eingeführt. – In Bezug auf Deutschland wird unterschieden zwischen Kenngrössen von auslandskontrollierten Unternehmen in Deutschland (Auslandstöchter einschl. Zweigniederlassungen und auf Dauer angelegte Betriebsstätten, Inward Foreign AffiliaTes Statistics, kurz: Inward FATS) und Kenngrössen von Unternehmen im Ausland, die von deutschen Investoren kontrolliert werden (Outward FATS). Die Angaben zu Inward FATS stellt das Statistische Bundesamt bereit. Die Kenngrößen zu Outward FATS werden von der Deutschen Bundesbank erhoben und zusammengestellt. – Siehe Agglomerations-Effekt, Allianzen, grenzüberschreitende, Auslandsbank-Filiale, Balassa-Index, Bankenaufsicht, europäische, Europa-AG, Internationalisierung, Markteintrittskosten, Namensidentität, Repräsentanz, Wirtschaftspatriotismus, Zweigstelle. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom November 2014, S. 57 ff. (Vorstellung der FATS; Rechtsquellen; Ergebnisse; Literaturhinweise).

Zinsergebnis (interest result)

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Zinsergebnis (interest result): Bei einer Bank die Zinsaufwendungen und Zinserträge, die mit Finanzgeschäften verbunden sind. – Siehe Zinserfolg, Zinsspanne. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2014, S. 60 f. (Bestimmungsgründe für das Zinsergebnis; Literaturhinweise).

Momentum-These (momentum hypothesis)

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Momentum-These (momentum hypothesis): Aktien, deren Kurse in vergangenen Zeitabschnitten überdurchschnittlich gestiegen sind (had an above-average increase in performance in earlier periods), werden auch weiterhin besser abschneiden als Papiere, die Kursverluste hinnehmen mussten. Statistisch scheint die Momentum-These nachweisbar. Hinsichtlich der Erklärung dieser Erscheinung gibt es verschiedene Antworten. Grundsätz-lich dürfte es sich um eine Überreaktion (overconfidence bias) der Marktteilnehmer handeln. – Siehe Momentum, Vertrauen, Vertrauens-Hypertrophie. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2014, S. 29 ff. (ausführliche Darstellung; viele Literaturhinweise).