1.723 Einträge im Gästebuch
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Pastoralreferent aus Deutschland |
09.10.2013, 20:22 Uhr |
Guten Abend!
Durch eine Zuschrift wurde ich auf die "Jenseitsbelehrungen" von Johann Heinrich Jung-Stilling allgemein und auf die hier in den letzten Beiträgen im Mittelpunkt stehende Belehrung "Reiner Glauben" aufmerksam.
Nach meinem Empfinden weisen diese "Jenseitsbelehrungen" in allem eine vernunftgemäße, von Wirklichkeitssinn und doch wachem Empfinden für allerhand Fehlentwicklung getragene Gedenkenführung auf.
Auf meinem engeren Wissensgebiet, der katholischen Theologie, zeigt sich eine hohe Sachkompetenz. Auch zeichnen sich die Lehrstücke -- im Unterschied zu den meisten anderen angeblichen Botschaften aus dem Jenseits -- durch evidente Klarsicht aus.
Ich möchte der Meinung der meisten Zuschreiber beitreten: der gesteigerte Marienkult in unserer Kirche ist zumindest blamabel und oft darüber hinaus auch höchst peinlich.
Wenn hier argumentiert wurde,
~~~Gott sei unser Vater weitab "droben" im Himmel,
~~~Maria aber unsere Mutter und uns in Erscheinungen besuchend und belehrend,
so klingt das zwar aberwitzig, makaber. Aber leider trifft man als Seelsorger diese Einstellung zumindest in weniger gebildeten Volksschichten oft genug an.
Um so bedauerlicher finde es auch ich, daß unser Papst Franziskus eine Marienstatue von Fatima einfliegen läßt, um vor diesem Abbild die Welt an die Jungfrau von Fatima zu weihen. |
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Religionslehrer Gymnasium aus Deutschland |
08.10.2013, 15:39 Uhr |
Zur Zuschrift von katholischer Priester am 30. September 2013
Grüß Gott allerseits
und danke für den genauen Hinweis auf den Text der wichtigen Marien-Botschaft vom Jahr 1673 aus Köln bei
http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10351156.html
Auch ich befürworte es, diese Botschaft Mariens ganz oder (das ist vielleicht besser für unsere heutige Zeit) in den Kernätzen in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Dafür bin ich bereit, eine Spende für die Druckkosten zu geben.
Vielleicht findet sich ja jemand, der den Text übersetzt und zusammenfaßt.
Inhaltlich konkordieren ja diese "Monita salutaria" mit dem, was Johann Heinrich Jung-Silling und sein Engel Siona zur Marianisierung unserer Kirche sagen.
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Gemeindemitglied aus Deutschland |
06.10.2013, 15:01 Uhr |
Allen Lesern dieses meines Eintrags einen herzlichen Gruß!
Am 25. Juli 2011, also vor zwei Jahren, hatte ich mich in diesem Forum schon einmal zu Wort gemeldet. Es sei mir gestattet, meine dortigen zum Ausdruck gebrachten Gedanken noch einmal zu kurz wiederholen.
Die Frömmigkeitspraxis in der katholischen Kirche hat sich in den letzten vierhundert Jahren weithin mehr und mehr, peu à peu von der Christus weg und hin zur Maria entwickelt.
Die vielen "Erscheinungen" (seit dem Jahr 1900 zählt man derer an die 600 !!) mit ihren jeweils spezifischen "Botschaften" sind fest in das Glaubensgefüge des heutigen Katholizismus integriert.
Viele dieser "Erscheinungen" sind "kirchlich anerkannt", wie es im deutschen Sprachgebrauch heißt. Freilich hört es sich kirchenoffiziell eigentlich ziemlich vorsichtig an. Da wird nur gesagt: "…eijusmodi apparationes a Sancta Sede neque approbata neque reprobata sunt, sed tolerata…"
Das hat jedoch die Kirchenleitung in Rom nicht davon abgehalten, eigene Feste für "Erscheinungen" in das Kalendarium Romanum einzufügen.
Es wurden gar auch sog. "Seherkinder" heiliggesprochen.
Selbst im inner-katholischen Bereich werden diese unberechtigt oft "Lügeblagen" genannt. Es trifft jedoch diese Bezeichnung auf die zumeist halluzinatorischen Analphabeten wohl nicht zu. Denn die Marien-Halluzinationen hatten für die halluzinierenden schwachsinnigen Kinder Realitätscharakter. Aber das ist ein Kapitel für sich; und hier ist die Halluzinationsforschung zuständig.
Wie in der "nachtodlichen Belehrung" zum Thema "Reiner Glaube" im Anmerkungsteil auch nachgewiesen ist, flossen viele heidnische Auffassungen in den Marianismus ein.
Eine Maria vom Berg Karmel beispielsweise verspricht allen, die ein von der dort Erschienenen vorgeschriebenes Schulterkleid tragen, daß sie keine schwere Sünde begehen können, und daß sie nach ihrem Tod höchstens bis zum darauffolgenden Freitag (man beachte, daß der irdische Zeitbegriff auch auf das Jenseits ausgedehnt wird!) im sog. Fegfeuer weilen:
http://www.herzmariens.de/Texte/skapulier/skapulier.htm
Fast jede der vielen Marias stellt für die, welche an ihre "Erscheinung" glauben, eine besondere Vergünstigung in Aussicht. Es sei bei dem hier bezeugten Beispiel geblieben; denn der "wundertätigen" Medaillen, Ringe, Bußgürtel usw. ist in der marianischen Praxis Legion.
Nun muß man aber fairerweise auch sagen, daß die überwiegende Mehrzahl der akademischen Theologen dem Marienkult skeptisch bis dediziert ablehnend gegenübersteht.
Auch soll anerkannt werden, daß man vom Vatikan aus in den letzten zwanzig Jahren -- und besonders unter dem Pontifikat von Papst Benedikt XVI -- einiges unternommen hat, um diese unerfreuliche Entwicklung zu bremsen.
Um so bedauerlicher ist es daher, daß Papst Franziskus die Welt an eine angebliche Erscheinung in Fatima weiht. Das treibt die Marianisierung der Katholischen Kirche wieder motorisch an.
Was bei der "nachtodlichen Belehrung" von Johann Heinrich Jung-Stilling über "Reiner Glaube"
http://www.wiwi.uni-siegen.de/merk/stilling/downloads/nachtod_theo_jst/reiner_glaube.pdf
vorgetragen wird, findet in allem auch meine volle Zustimmung.
Ferner halte ich die -- in der von den Vorschreibern mehrfach erwähnten dortigen Anmerkung 12 ausführlich besprochene --- Botschaft aus Köln vom Jahr 1673 für die einzig vernünftige.
Noch immer weiß ich nicht, ob es diese "Monita Salutaria" der Gottesmutter an ihre zudringlichen (bzw. "vermessenen", wie der freundliche Zuschreiber aus der Schweiz am 29. September hier kritisch vermerkt) Verehrer auch in deutscher Sprache gibt. Diese würde ich sofort verbreiten! |
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Jurisconsultus catholicus aus Deutschland |
05.10.2013, 14:52 Uhr |
Entschuldigung, wenn ich diesmal nicht direkt auf Jung-Stilling eingehe, sondern auf den Eintrag von Herrn Josef Keller. Ich bitte höflich, diesen Beitrag trotzdem freizuschalten, weil sonst leicht eine völlig schiefe Meinung über die Katholische Kirche aufkommt.
Geehrter Glaubensbruder!
Woher haben Sie die Unterscheidung in "lehrende Kirche" und "hörende" Kirche?" in der von Ihnen dargelegten Ausdeutung?
Sind Sie der Meinung, daß es päpstlicher Enzykliken und ortsbischöflicher "Hirtenbriefe" bedarf, um nach dem Vorbild Jesu in der katholischen Kirche zu leben?
Ist Ihnen bekannt, wie viele Enzykliken die Päpste in den letzten hundert Jahren "aus hoher Warte" (kirchenamtlich: ab excelso cacumine) in Umlauf gegeben haben?
Vermögen Sie die astronomische Zahl der bedruckten DIN-A-4-Seiten zu schätzen, die allein diese päpstlichen Lehrschreiben in jenem Zeitraum umfassen?
Kennen Sie die Anzahl der Seiten aus den "Hirtenbriefen" nur der deutschen Bischöfe?
Es sei fern von mir, den von verschiedener Seite erhobenen Verdacht zu erneuern, die hohen theologisch gebildeten Herren litten von Amtswegen an einer pathologischen Graphomanie. Vielmehr sind sie zweifelsohne subjektiv der Meinung, alles besser zu wissen, und durch ihre exzessiven Anweisungen, Belehrungen und Vorgaben dem "gläubigen Volk" einen Dienst zu erweisen.
Daß durch das Sakrament der Firmung gestärkte Katholiken ohne Priesterweihe auch ihren Glauben leben und erfahren könnten, und zwar ganz ohne Eintrichterung durch Lehrschreiben, scheint vielen höchsten Herren kaum denkbar.
Das Letzte bringt mich nun doch auf Jung-Stilling: nämlich die Priesterweihe. Was Jung-Stilling dazu bei
http://www.wiwi.uni-siegen.de/merk/stilling/downloads/nachtod_theo_jst/priestertum.pdf
sagt, ist vernünftig und einsichtig (wenn auch -- diese Kritik sei erlaubt -- die Einleitung bei dieser "nachtodlichen Belehrung" etwas zu lang geraten ist).
Die Kernaussage dieser Belehrung, wird heute sicher von weiten Teilen in der Katholischen Kirche geteilt.
Jurisconsultus |
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| 4155 |
Josef Keller aus Republik Österreich |
04.10.2013, 17:50 Uhr |
Grüß Gott!
Zugegeben: die sog. "nachtodliche Belehrung" zum "reinen Glauben" enthält (wie übrigens die anderen Stücke auch) viele höchst bemerkenswerte Einsichten.
Doch muß man berücksichtigen, daß Jung-Stilling reformierter Konfession war. Auch Herr Liebmund Kirchentreu scheint diesem konfessionellen Umfeld anzugehören. Denn Jung-Stilling sagt zu ihm auf Seite 4:
''''''''''"Herr Liebmund: ihr als Calvinist
'''''''''''Bloss wenig davon kennt und wisst..."
Insofern ist die dort vorgetragene negative Beurteilung der Marienverehrung in unserer Kirche einzusehen.
Was ich aber überhaupt nicht verstehen kann, sind die Kommentare einer Reihe katholischer Intellektueller und auch Priester. Im Grund wird hier der ablehnenden Sichtweise von Jung-Stilling nicht nur zugestimmt, sondern in einigen Zuschriften die verneinende Haltung zur Marienverehrung sogar noch verstärkt.
Zwar hat mich niemand zum Richter dieser Zuschreiber bestellt, und es liegt mir fern, diesen andere Motive zu unterstellen als ihr Gewissen.
Jedoch sollte man als Katholik nicht vergessen, dass es eine lehrende Kirche und eine hörende Kirche gibt.
Der Papst und die Bischöfe in ihrer Gesamtheit als lehrende Kirche haben (um auf den direkten Anlaß der meisten Einträge einzugehen, nämlich die Marienweihe der Welt) festgestellt, daß die Gottesmutter in Fatima erschienen ist. Und Papst Franziskus hat entschieden, ihr im Kreis vieler Bischöfe die Welt zu weihen.
Die Gläubigen (und dazu gehören erst recht Priester und Religionslehrer) als hörende Kirche haben daran grundsätzlich nicht herumzumäkeln.
Daß dies auf einer Plattform wie dieser der Jung-Stilling-Forschung geschieht, beunruhigt mich zusätzlich. Denn hierdurch entsteht der Eindruck, daß die Gruppe der Kritiker an der lehrenden Kirche Legion sei. In Wirklichkeit aber ist das nur eine kleine Schar innerhalb der hörenden Kirche. Die überwiegende Mehrzahl der Gläubigen freut sich über den Entschluß unseres Heiligen Vaters.
Das sei doch einmal festgestellt!
Mit freundlichem Gruß,
Josef Keller |
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| 4153 |
Religionslehrer Gymnasium aus Deutschland |
03.10.2013, 12:36 Uhr |
Grüß Gott allerseits!
...Was dem verehrten Johann Heinrich-Jung-Stilling und seinem Engel Siona in Bezug auf den "Reinen Glauben" in den Mund gelegt wird, erachte auch ich in allem vernünftig und als durchaus mit der katholischen Lehrdoktrin kompatibel. Kein Katholik ist verpflichtet, an Erscheinungen ener "Himmelskönigin", "Gnadenmutter", "Rosenkranzkönigin" etc. zu glauben.
...Wie auch schon andere Beiträger zuvor, so halte auch ich den Marienkult in unserer Kirche nicht nur für entbehrlich --- denn Christus der Herr ist stets bei uns, und es bedarf keiner "Mittlerin der Gnaden" ---, sondern auch für schädlich. weil so vermutlich nicht wenige vom eigentlichen Grund unseres Glaubens und unserer Hoffnung abgelenkt werden.
...Um so mehr befremdet, ja bestürzt es auch mich, daß unser sympathischer Papst Franziskus die Welt an Maria, und ausgerechnet noch an eine angeblich in Fatima erschienene Maria, weihen möchte -- vom ganzen Brimborium drumherum einmal ganz abgesehen.
...Warum weiht er die Welt nicht Christus unserem guten Herrn?
...Wie soll man den Sinn einer solchen päpstlichen Handlung 16-18jährigen im Religionsunterricht nahebringen? Wie soll ich das meinem Kollegen erklären, der an unserer Schule den evangelischen Religionsunterricht erteilt? Und wie durchaus christlichen Persönlichkeiten in unserem Lehrerkollegium?
...Wenn ich hier immer wieder beteure, daß der Marienkult ein Adiaphoron unseres katholischen Glaubens sei, so wird mir regelmäig sofort geantwortet: "Aber Sie können doch nicht sagen, daß etwas zu den Adiaphora zähle, was der Papst als Kirchenoberhaupt öffentlich vor aller Welt zelebriert?"
...Aber ich will hier nicht zu weit ausholen. Eigentlich wollte ich nur zum Ausdruck bringen, daß die Belehrung "Reiner Glaube" die ganze Sache durchaus richtig sieht. Und ach ja: auch meinerseits Dank für die marianische Botschaft "Monita salutaria" aus dem Jahr 1673, die ich noch nicht kannte! Ich habe mir die ganze Anmerkung 12 vorerst einmal ausgedruckt, um diese unterrichtlich zu verwerten. |
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| 4151 |
Kilges, Walter aus Deutschland |
01.10.2013, 20:22 Uhr |
Guten Abend!
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Aufmerksam wurde ich auf diese Aussprache über Johann Heinrich Jung-Stilling durch eine an mich gerichtete E-Mail.
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Nun habe ich mir heute nach Feierabend einmal die letzten 50 Einträge durchgesehen.
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Das Niveau hier ist beachtlich und auffallend realitätsbezogen.
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Allerdings gehe ich wohl nicht fehl in der Annahme, daß primitive Zuschriften schon gar nicht freigeschaltet werden.
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Bei vielen Einträgen mußte ich schmunzeln, bei vielen zustimmend nicken. Danke, lieber Eisenbahner vom 19. August 2013 für Ihre durch und durch treffnede Analyse ohne hochtrabende Formulierungen.
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Dr. Walter Kilges |
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| 4148 |
Katholischer Akademiker aus Schweiz |
30.09.2013, 19:21 Uhr |
Zu dem Eintrag von Frau Hannelore Kyrer vom 29.09.
Salu, Frau Kyrer!
Ihr Eintrag und der Meinige wurde offensichtlich in einem freigeschaltet. So konnte ich diesen bei meiner Zuschrift nicht berücksichtigen.
Sie weisen darauf hin, dass die Kölner Botschaft Mariens aus dem Jahr 1673 vom Lehramt der Kirche verdammt worden sei, die Erscheinungen in Lourdes und Fatima aber anerkannt.
Diese Aussage ist richtig. Vorhin habe ich mich in Bezug auf die Monita Salutarie vergewissert; man findet diese tatsächlich noch auf der letzten Ausgabe des römischen Index
http://www.cvm.qc.ca/gconti/905/BABEL/Index%20Librorum%20Prohibitorum-1948.htm
verzeichnet.
Die Administration dieses Gästebuchs hat gebeten, nicht zu Jung-Stilling gehörende Einträge zu unterlassen wofür ich Verstädnis habe.
Daher will ich nur in zwei Sätzen zu Ihrer Aussage Stellung nehmen.
(1) Was hat das "Lehramt" nicht schon gelobt und verdammt, was sich klar als nicht lobenswürdig bzw. nicht verdammungswürdig herausgestellt hat! Erinnern möchte ich nur an die Hexenbulle von Papst Innozenz VIII. oder den Verlauf der Sonne und der Erde.
(2) Nirgendwo ist festgelegt, dass römische Kirchenfunktionäre die Befugnis haben, die Tatsächlichkeit von Marienerscheinungen zu dekretieren Neben der Feststellungsbefugnis fehlt den hochwürdigen Herren auch die Feststellungskompetenz. Sie finden über die Eingabe entsprechendee Suchbegriffe im Internet dazu mehrere fachkundige Abhandlungen -- auch von angesehenen katholischen Autoren!.
B.A. |
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| 4147 |
Katholischer Priester aus Diözese Hildesheim |
30.09.2013, 11:35 Uhr |
Grüß Gott!
In meinem Beitrag vom 4. September schrieb ich: "Daß aber die Mutter unseres Herrn an Hunderten von Orten erscheint und zum Rosenkranzbeten aufruft, halte auch ich für eine fromme Schimäre, und er wurde bereits hervorgehoben, daß kein Katholik an Marienerscheinungen -- und auch nicht die von Fatima -- zu glauben verpflichtet ist." Das ist auch in den folgenden Zuschriften unbestritten geblieben.
Nun sehe ich aus der Aussprache zu der "nachtodlichen Belehrung" von Johann Heinrich Jung-Stilling zum "Reinen Glauben", daß es eine mir bis dahin unbekannte Botschaft Mariens aus dem Jahr 1673 gibt. Ich hatte mir diese am heutigen Morgen (der Montag ist für mich nach dem anstrengenden Sonntag mit drei Messen in unserem Pfarrverbund eine Art Ruhetag) downgeloadet bei
http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10351156.html
wo man jede Seite ausdrucken kann. Der lateinische Text dort ist allerdings nur mühevoll auf dem vergilbtem Hintergrund zu lesen, und das Vorwort findet sich in Französisch geschrieben (was ich leider nicht entziffern kann).
Aber inhaltlich handelt es sich auch in meinen Augen hier um die einzig glaubhafte, überzeugende und auch theologisch voll einsichtige Marienbotschaft.
Es wäre sicher von großem Nutzen und hälfe (sagt man so?) einem erheblichen Informationsdefizit in unserer Kirche auf, wenn diese Bekanntmachung Mariens in deutscher Sprache weite Verbreitung fände. |
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| 4146 |
Anonymus aus Erzdiözese Köln |
29.09.2013, 15:48 Uhr |
Einen schönen Restsonntag allen hier!
Ich bitte sehr, doch den Eintrag von Herrn Sepp Baraber vom 30. Juli 2011 (Eintrag 336, aber die Zählung verschiebt sich manchmal) zur Kenntnis zu nehmen.
Da ist doch das ganz klar ausgesprochen, was der Herr Geheimer Hofrat Jung-Stilling zum Ausdruck bingen möchte.
Übrigens: die von den Vorschreibern als einzig wahre Botschaft Mariens gerühmten "MONITA SALUTARIA B.M.V. AD CULTORES SUOS INDISCRETOS" sind von der Gottesmutter hier in Köln verkündet worden!
Leider scheint das ringsum vergessen zu sein.
Nebenbei: auf dieser Plattform lernt man sehr vernünftige Leute kennen! |
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| 4144 |
Katholischer Akademiker aus Schweiz |
29.09.2013, 11:23 Uhr |
Salu!
Auch ich hatte mich am 21. September 2013 zu dem Dialog über den "Reinen Glauben" geäussert und finde heute Gelegenheit, dies noch einmal zu tun.
Ich bitte um Indulgenz, wenn ich eine Kritik vortrage.
Die 1673 von Adam Widenfeld aufgezeichnete Jenseits-Offenbarung trägt im Lateinischen die Überschrift: "MONITA SALUTARIA B.M.V. AD CULTORES SUOS INDISCRETOS", und in der französischen Ausgabe heisst es: "Avis salutaires de la bienheureuse Vierge Marie à ses dévots indiscrets."
In Anmerkung 12 zum Dialog mit Jung-Stilling über den "Reinen Glauben" wird das "indiscretos" bzw. "indiscrets" mit "zudringlich" ins Deutsche übersetzt.
Obschon das sicherlich der Sache nach richtig ist, so gebe ich doch zu bedenken, dass "indiscretus" im ursprünglichen lateinischen Wortsinn "nicht unterschieden, ungeteilt" (von discernere) heisst. Die Wörterbücher geben dann als metaphorisch an: "unhöflich, grob, unbedachtsam, unbescheiden, vermessen".
Mir scheint das Adjektiv "vermessen" hier besser zu passen als "zudringlich". Denn es drückt aus, dass man sich etwas anmasst, etwas forsch erlaubt, sich etwas kühn herausnimmt, und hier im Zusammenhang: ein "Diener Mariens" zu sein.
Im übrigen stimme ich den Einträgern vor mir zu. Diese Botschaft Mariens aus dem Jahr 1673 an die Welt scheint auch mir die einzig glaubhafte und wahre .
A sunnige Ziit,
B.A. |
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| 4142 |
Hannelore Kyrer aus Österreich |
28.09.2013, 16:36 Uhr |
Nochmals zu der "nachtodlichen Belehrung" von Johann Heinrich Jung-Stilling über den "Reinen Glauben" im Nachgang zu meiner Notiz vom 20. September 2013
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In der "nachtodlichen Belehrung" wird im Text mit Hinweis auf die ausführliche Anmerkung 12 suggeriert, daß die "Mahnungen der Seligen Jungfrau Maria an ihre aufdringlichen Verehrer" von einer tatsächlichen Botschaft der Gottesmutter herrühren, die Adam Widenfeldt aus Köln persönlich empfing. Herr Holger Adam (Köln) stuft diese in seiner Zuschrift vom 27. September 2013 sogar als die "glaubhafteste marianische Kundmachung" ein.
Auf der anderen Seite werden die Erscheinungen von Lourdes und Fatima deutlich genug von Herrn Liebmund Kirchentreu der Betrügerei und dem Schwindel zugeordnet.
Hierzu erlaube ich mir zu bemerken, daß die von Adam Widenfeldt verbreitete Botschaft vom kirchlichen Lehramt ausdrücklich verurteilt wurde. In der Anmerkung 12 wird dies am Rande ja auch nicht verschwiegen. Demgegenüber sind die Botschaften von Lourdes und Fatima vom kirchlichen Lehramt anerkannt. |
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Holger Adam aus Köln |
27.09.2013, 18:43 Uhr |
Zur Frage einer deutschsprachigen Ausgabe der in der "nachtodlichen Belehrung" von Johann Heinrich Jung-Stilling über den "Reinen Glauben" ausführlich vorgestellten Kundmachung Mariens an ihre zudringlichen Verehrer.
Sehr geehrter Herr Weil!
Im Karlsruher Vrituellen Katalog ist keine deutsche Version der "Monita saluraria" nachgewiesen.
Totzdem dürfte es wohl auch eine Übersetzung ins Deutsche gegeben haben. Denn in französischer Sprache erschienen mindestens vier Auflagen, und der Verfasser (bzw. in der Sprache der Marien-Verehrer: der Empfänger der Botschaft Mariens) war ja ein Rechtsanwalt hier aus Köln.
Aber vielleicht weiß ja jemand mehr darüber?
Jedenfalls sind nach meiner Einschätzung die "Monita salutaria" bis heute die bei weitem glaubhafteste marianische Kundmachung geblieben.
Holger Adam. |
| 4134 |
Jochen Weil aus Nürnberg |
26.09.2013, 10:16 Uhr |
Betr. Eintrag 726 von Frau Hannelore Kyrer am 20. September 2013
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Hallo, Frau Kyrer!
Vorhin habe ich mir einmal die (leider v i e l zu lange: das ist ja eine Abhandlung in sich!) Anmerkung 12 bei der "nachtodlichen Belehrung" "Reiner Glaube" angesehen.
Dort wird an keiner Stelle expressis verbis behauptet, daß die "Botschaft Mariens an ihre zudringlichen Verehrer" (gibt es das eigentlich auch auf Deutsch?) "echt" sei -- was immer man drunter verstehen mag.
Es zeigt aber die ausführliche Anmerkung (und dazu ist sie sicher gut), daß es auch in früherer Zeit Widerstand gegen den alles überwuchernden Marianismus in unserer Kirche gab, den die Mönche verbreitet haben.
Ein Grinsen hat mir die Anweisung an die Teufel hervorgelockt, die am Ende einer Schrift steht und in Anmerkung 12 wiedergegeben ist!
Viele Grüsse aus der Franken-Metropole,
Jochen Weil. |
| 4131 |
Administration der Kommentarseite aus Siegen (Westfalen) |
24.09.2013, 17:01 Uhr |
Hochwerteste Zuschreiber!
Vorab vielen Dank für das grosse Vertrauen, das in den vielen Einträgen in diese Plattform sichtbar zum Ausdruck kommt.
~~~ Wir freuen uns grundsätzlich sehr über jede Zuschrift. ~~~
Allein, es ist diese Plattform deshalb eingerichtet, um Stellungnahmen zu Johann Heinrich Jung-Stilling zu verzeichnen. Alles, was die Person von Jung-Stilling, dessen Schriften zusamt der Literatur über ihn betrifft, sollte hier aufgenommen werden.
In den letzten Einträgen häufen sich nun Meinungen über die Maria-Verehrung in der Katholischen Kirche allgemein, und im besonderen finden sich Stellungnahmen zur Absicht des Papstes, die Welt einer in Fatima (Portugal) gehuldigten Maria zu übergeben.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir solche Zuschriften nur noch dann aufnehmen, wenn ein Bezug zu Jung-Stilling bzw. den "Nachtodlichen Belehrungen" erkennbar ist.
Sicher gibt es genug Foren, welche der rechte Ort für eine alle die anderen angesprochenen Dinge betreffende Aussprache sind. |
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