1.723 Einträge im Gästebuch
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Ordensschwester aus Deutschland |
05.11.2013, 09:09 Uhr |
Guten Tag!
Ich erlaube mir freundlich darauf hinzuweisen, daß die hier als halluzinatorisch, debil und analphabetisch gekennzeichneten Seherkinder von Lourdes heiliggesprochen wurden.
Die Verbreitung der in der nachtodlichen Belehrung von Johann Heinrich Jung-Stilling und seinem Schutzengel Siona "Reiner Glaube" und danach in Einträgen auf dieser Plattform so hoch gepriesene Botschaft Mariens an ihre Verehrer aus dem Jahr 1673 wurde demgegenüber vom Heiligen Stuhl verdammt -- auch wenn diese seitens der Bischöfe von Köln und Gent warm empfohlen wurde.
Mit einem liebem Gruß an alle Jung-Stilling-Freunde wie auch Marien-Verehrer,
Ordensschwester. |
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| 4206 |
Christoph |
03.11.2013, 12:23 Uhr |
@P. Franziskaner
Eine etwas andere Sichtweise:
Man könnte auch sagen: Blind zu glauben ist beqemer als gottgegebenen Verstand zu nutzen um etwas tiefer gehend geistige Einsicht in die Schöpfung zu gewinnen. Das gilt nicht nur bei den Muselmanen.
Vernebelt euphorisches Bewusstsein wird kaum wertvoll geistige Früchte für die Ewigkeit zeitigen. Weder bei sogenannten Gottesmutter-Gläubigen noch evangelikalen Sektierern verschiedenster Richtungen.
Einzig der Geist Jesu ist und bleibt der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Ins Herz gehende Wärme kann aus unterschiedlichen Orten herrühren.
Je nachdem.
In einigen Fällen mag die Wärmequelle göttlich, in anderen Fällen zwielichtiger Art sein.
Ist das Herz eher rein oder näher einer Mördergrube? Was kann diffuse Wärme darin alles bewirken?
Ob Rosenkranz oder buddhistisch hinduistische Gebetskette, sie mögen Süchte der Seele zeitweise ruhig stellen, aber dazu dass man als Christ gleich Paulus sagen kann: “Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir “, ist klar aufgeräumtes Bewusstsein und nicht religiöse Sachwarmgeisterei von Nöten. Auch wenn man irrtümlich behauptet dass dadurch Gottesnähe entstünde einer subjektiv verspürten “Wärme“ wegen.
Die "nachtodlichen Belehrungen" bieten dagegen eine hilfreiche Perspektive auf die Substanz christlichen Glaubens ohne überflüssige Schwarmgeisterei oder sektiererisch verbissenen Glaubenszwang mit fragwürdigem Suchtcharakter. |
| 4205 |
P. Franziskaner aus Österreich |
02.11.2013, 14:42 Uhr |
Liebe Jung-Stilling-Verehrer und Mitchristen!
Ihr mögt ja in vielem recht haben.
Aber die Leute wollen keine abstrakte, kalte Theologie, sondern ins Herz gehende Wärme.
Die aber vermittelt die auf die Gottesmutter bezogene franziskanische Frömmigkeit.
Und egal, woher der Rosenkranz stammt: er bringt die Menschen näher zu Gott als jede Jenseitsbelehrung des s.g. Herrn Geheimrats Jung-Stilling.
Und darauf kommt es ja letztlich an, oder etwa nicht?
Nichts für ungut und liebe Grüsse aus Österreich,
P. Franziskaner. |
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| 4204 |
Religionslehrer Gymnasium aus Deutschland |
02.11.2013, 13:18 Uhr |
Grüß Gott Kirchenhistoriker
und danke für den Hinweis auf die Relativität dessen, was man in unserer Kirche "Tradition" nennt.
Sie erwähnen den unheilvollen Einfluß der Dominikaner und Franziskaner in Bezug auf die Apotheose Mariens.
Zu erwähnen wären aber doch wohl auch die Jesuiten!
Der überaus rührige und persönlich sicher sympathische französische Jesuitenpater Claude de la Colombière (1641-1682) kurbelte mit Erfolg den bis dahin unbekannten Kult des "Herzens Jesu" an. Seine Ordensbrüder gründeten parallel hunderte von Herz-Jesu-Bruderschaften in der ganzen Welt und erzwangen damit indirekt von Papst Clemens XIII. im Jahr 1765 die Bewilligung der neuen Andacht und die Institution eines Herz-Jesu-Festes am Freitag nach der Oktav von Fronleichnam -- und dies trotz heftigen Widerstandes der Mehrzahl der damaligen Theologen, die vor jederart "Cordiolatrie" (wie es zurecht genannt wurde) warnten.
Als Seitenstück dazu kam nur kurz später der "Herz-Mariä-Kult" auf, und zwar ebenfalls über den Weg von massenhaften entsprechender Bruderschaften, die Jesuiten überall ins Leben riefen. Nachdem mehrere Päpste die Bestätigung des Kultes abgelehnt hatten, erteilte auch hier der den Jesuiten völlig ergebene Clemens XIII. im Jahr 1785 die Genehmigung.
Freilich hat sich zumindest im gemischt-konfessionellen Deutschland der Herz-Marien-Kult nicht sonderlich tief verwurzelt. Anders aber steht es um den Herz-Jesu-Kult. Religiöse Gemeinschaften benannten sich nach dem Herzen Jesu, und schätzungsweise 80 katholische Kirchengebäude tragen diesen Namen. |
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| 4203 |
Kirchenhistoriker aus Republik Österreich |
02.11.2013, 10:24 Uhr |
Allen Leser/innen einen herzlichen Gruß im voraus!
Endlich fand ich heute die nötige Zeit, um die in vielen Foren gepriesenen "nachtodlichen Belehrungen" durchzusehen, die dem deutschen Herrn Geheimem Hofrat Professor Dr. phil., Dr. med. Johann Heinrich Jung-Stilling zugeschrieben werden.
Jung-Stilling ist unter anderem Verfasser der "Szenen aus dem Geisterreich" und der "Theorie der Geisterkunde", und so ist es nicht verwunderlich, daß er heute im Internet zur Sprache kommt.
Ein berühmter Kirchenhistoriker hat einmal festgestellt:
......sobald etwas über drei Generationen hinweg gebräuchlich ist, wird es zur "Tradition", und man verzichtet auf die Prüfung seiner Berechtigung.......
Fast alle der "nachtodlichen Belehrungen zur Theologie" haken hier offen und vorurteilslos ein -- und deswegen finde ich diese so nützlich und empfehlenswert.
So wird beispielsweise in der Belehrung "Vom Abendmahl" nachgezeichnet, wie das Bewußtsein von dessen Sakramentalität im reformierten Christentum verloren ging, während in der römisch-katholischen Kirche aus dem "Nehmet hin und esset!" ein "Kniet euch nieder und betet es an" wurde.
Oder es wird anhand unwiderlegbarer dogmengeschichtlicher Arbeiten (die in den Anmerkungen zitiert sind) aufgedeckt, wie aus dem Gebet zum auferstanden Herrn das Anrufen der Mutter Jesu mittels einer von Fernost her eingedrungenen Gebetsschnur ("Rosenkranz" im Deutschen) dank der Propaganda der Dominikaner und Franziskaner zuletzt gar eine "Rosenkranz-Königin" wurde.
Kurzum: jede "nachtodliche Belehrung" regt zum Nachdenken über den Urgrund unseren gemeinsamen christlichen Glauben an. Und das ist allemal nützlicher als jederart unreflektierte Frömmigkeitsform und Glaubenspraxis.
Danke! |
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| 4200 |
Religionslehrer Gymnasium aus Deutschland |
31.10.2013, 20:26 Uhr |
Grüß Gott allerseits am späten Abend!
Heute, am Reformationsgedenktag, hatte ich im Religionsunterricht bewußt noch einmal das am 24. November 2013 endende "Jahr des Glaubens" in unserer Kirche vorgestellt, während dem "intensiver über den Glauben nachgedacht werden soll, um allen, die an Christus glauben, zu helfen, ihre Zustimmung zum Evangelium bewußter und stärker werden zu lassen, vor allem in einem Moment tiefgreifender Veränderungen, wie ihn die Menschheit gerade erlebt“, wie es im Motu proprio "Porta fidei" von Papst Benedikt XVI heißt.
Dabei zeigte sich, daß die Jugendlichen in den oft konfessionsverschiedenen Familien zu Hause (wohl weniger auch unter sich) Aktionen wie die Fatima-Weihe des Papstes am 13. Oktober außerordentlich negativ zur Kenntnis nehmen.
In der Tat ist es auch schwer zu vermitteln, daß der Glaube an Christus gestärkt werde, wenn man von Fatima eine Holzfigur einfliegen läßt, diese ausgiebig beweihräuchert, und dann in Richtung an die Figur ein Weihegebt adressiert, zumal auch Kollegen in anderen Fächern sich vor der Klasse dazu offenbar geäussert haben.
Ihre Mahnung von heute, geehrter Herr Gemeindepfarrer, doch die gelebte Glaubenspraxis der reinen katholischen Kirchenlehre anzugleichen, ist voll berechtigt.
Auch darf ich nochmals (ich tat dies bereits durch Eintrag hier am 8. Oktober) zum Ausdruck bringen, daß auch ich die Jung-Stilling-Belehrung "Reiner Glaube" in allem als mit der katholischen Glaubenslehre kompatibel erachte. |
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| 4199 |
Gemeindepfarrer aus Deutschland |
31.10.2013, 14:10 Uhr |
Geehrter und hochgeschätzter Pater des Benediktinerordens in Österreich!
Ihr Zuschrift von gestern las ich gerade; und ich zweifle nicht daran, daß Ihre Aussage rein theologisch-wissenschaftlich der katholischen Lehre entspricht.
Ich erlaube mir, nochmals auf meinen Eintrag auf dieser Plattform vom 14. September hinzuweisen. Damals schrieb ich:
"In der Katholischen Kirche klafft eben eine immense Lücke zwischen der offiziellen, verbindlichen Lehre einerseits und dem gelebten Glauben (und vor allem auch der [marianischen] Praxis) andererseits. Das kam ja in vielen Zuschriften auf dieser Plattform auch seitens katholischer Amtsträger mehrfach offen zum Ausdruck."
Gerade Österreich ist doch vom Maria-Kult zutiefst durchdrungen. Übertrieben gesagt: fast jeder Sprengel beinahe hat ein Maria-Wallfahrts-Zentrum.
Als mit der Reformationsgeschichte etwas vertrauter Theologe ist mir zwar nicht unbekannt, daß Ihr renommierter Orden in puncto Maria-Kult schon immer als vergleichsweise zurückhaltend galt.
Dennoch ist aber eine stattliche Anzahl Ihrer Ordensbrüder heute an Maria-Wallfahrtsorten eifrig darum bemüht, den Marianismus zu befördern.
Wenn Papst Franziskus am 13. Oktober dieses Jahres die ganze Welt an eine "Rosenkranzkönigin vom Fatima" geweiht hat: wie soll dann ein "einfacher Gläubiger" Ihrer Kirche glauben, daß die Maria-Verehrung zu den Nebensächlichkeiten des Katholizismus gehöre?
In Freundschaft und Hochachtung,
Gemeindepfarrer aus Deutschland
P.S. Nochmals Dank an Sie, Herr Professor Merk in Siegen, für die in jeder Beziehung hervorragende Belehrung über den "Reinen Glauben"! |
| 4194 |
Pater OSB aus Österreich |
30.10.2013, 19:07 Uhr |
Grüß Gott aus Österreich!
Was hier schon zuvor mehrmals eingegeben wurde, möchte ich auch noch einmal zur Vermeidung von Mißverständnissen hervorheben:
==== Kein Katholik ist verpflichtet, zu irgend einem Heiligen oder zur Gottesmutter zu beten, und natürlich auch nicht an irgend eine Marienerscheinung zu glauben. ====
Auch im Zentrum unseres katholischen Glauben steht Jesus Christus der Herr ganz allein.
In der Abhandlung "Reiner Glaube" kommt dies meines Erachtens nicht zum Ausdruck.
Pater OSB |
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| 4193 |
Eugen Klaiber aus Berlin |
29.10.2013, 13:40 Uhr |
Guten Tag!
`
Eines scheint totsicher: dank der "nachtodlichen Belehrungen" ist Jung-Stilling heute wohl noch bekannter als zu Lebzeiten!
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Was das Internet doch alles zu bewirken vermag. |
| 4189 |
Gemeindepfarrer (ev.-ref.) aus Kurpfalz |
27.10.2013, 12:53 Uhr |
Sehr geehrter Herr Professor Merk!
Auch nur kurz: Ihre Darlegung "Gottes Boten" ist in jeder Beziehung eine Spitzenleistung!
Ich schreibe es nur ungern: dadurch erst habe ich so richitg eingesehen, daß man scharf zwischen dem Weg
````vom Menschen zu Gott
und
````von Gott zu den Menschen
unterscheiden muß.
Mit warmem Pfälzer Gruß an Sie als Mannemer,
Ihr Ihnen im Gebet verbundener Gemeindepfarrer. |
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| 4183 |
Dorfpfarrer aus Schweiz |
23.10.2013, 16:32 Uhr |
Erfrischend!
Das Meiste zur Theologie zwar nicht ganz neu, aber lebendig, eingängig dargestellt.
Merci! |
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| 4179 |
katholischer Priester aus Diözese Hildesheim |
18.10.2013, 08:20 Uhr |
Sehr geehrter Herr Professor Merk!
'
In Zusammenhang mit der Diskussion um die nachtodliche Belehrung "Reiner Glaube" hatte ich mich zuletzt am 30. September 2013 auf dieser Plattform zu Wort gemeldet.
'
Inzwischen habe ich auch mit großem Vergnügen die nachtodliche Belehrung über den Zölibat durchgearbeitet, zumal mich dieses Thema ja auch höchstpersönlich betrifft.
'
Ehrlich gesagt: auf Ihre Einleitung bin ich doch wirklich hereingefallen; denn ich wähnte, daß Sie mit der Bahn in Rom angekommen seien. Weniger gefallen hat mir die Privat-Offenbarung an meinen waadtländischen Pfarrer-Kollegen Mestral. Was er hier über Rom schreibt und Sie in den Anmerkungen wiedergeben, ist bei weitem übertrieben.
'
Die Argumente für und gegen den Zölibat sind zwar nicht neu, aber meines Erachtens übersichtlich und gefällig dargestellt.
'
Etwas erschrocken war ich zunächst wegen Ihrer Beurteilung des Episkopats als Mittelmäßige und Charakterschwache. Leider aber haben Sie im Grunde recht: das, was Sie die "katholische Erbübel" dort nennen, verhindern wohl eine gesunde Personalauslese, wie diese in Wirtschaft und Verwaltung selbstverständlich ist.
'
Ich möchte hier aber keine Zensuren erteilen und auch keine Romane schreiben. Daher zum Schluß nur ein "Dankeschön"! |
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| 4176 |
Gerrit Groth aus Vaals (Niederlande) |
13.10.2013, 15:05 Uhr |
Schönen Sonntag und einen Gruß aus Holland!
Danke für die "nachodlichen Belehrungen" und vor allem auch für die Spitzen-Darlegung zum "reinen Glauben" und dem Hinweis auf die sicher voll glaubhafte Maria-Erscheinung von 1673 darin.
Das trägt zur Hygiene unseres katholischen Glaubens viel bei.
Gerrit. |
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| 4174 |
Christoph |
12.10.2013, 10:37 Uhr |
Hallo Frau Ebener!
Vielleicht sollten Sie sich mal den Unterschied zwischen Meckerei, unberechtigter und berechtigter Kritik vor Augen führen. Außerdem nebenbei bedenken: Kein Mensch ist unfehlbar. Das gilt gleichermassen auch für Papst, Priester und sonstige Autoritäten.
Man sollte dieses Gästebuch besser lediglich als einen unschuldigen Spiegel dessen betrachten was sich an unterschiedlich christlich religiösen Glaubensansichten widerspiegelt und sichtbar wird, wie engagierte Christen hinsichtlich äußerer Erscheinungen kirchlicher Entwicklungen so reagieren.
Ihre harsche Kritik wäre eher da angebracht, wo mediale Zerrspiegel (Presse, TV u.ä.) aus unverständiger Boshaftigkeit über Glaubensdinge urteilen und richten.
Aber hier im Gästebuch, wo man sich in christlicher Gesinnung begegnet, sehe ich Ihre Kritik am völlig falschem Platz. |
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Hannelore Ebener aus Süddeutschland |
11.10.2013, 15:50 Uhr |
Grüß Gott und Guten Tag!
Auch wenn ich damit rechne, daß dieser Beitrag nicht freigeschaltet wird, so sende ich ihn doch ab, um den Leuten vom "Forschungsprojekt Jung-Stiling" klar zu sagen:
dieses Gästebuch hat sich inzwischen zu einem Treffpunkt aller Meckerer an Papst und Katholischer Kirche entwickelt.
Was in den angeblichen "nachtodlichen Belehrungen" von Johann Heinrich Jung-Stilling nur verhehlt und eher in den Anmerkungen ausgedrückt wird, kommt hier offen zutage!
Hannelore Ebener. |
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