Gästebuch zu Jung-Stilling
1.723 Einträge im Gästebuch
4402 Axel Neubauer aus Lübeck
Hallo!
Nachdem sich die Vorschreiber so kurz gefaßt haben, will ich es auch tun, obwohl ich in Bezug auf den Inhalt einiges zu den Jenseitsbelehrungen von Jung-Stilling auf dem Herzen habe. Ich werde aber demnächst eine E-Mail schreiben.
Mein Urteil: hervorragend! Danke!
4397 Jürgen Andermatt aus Schweiz
Gott zum Gruss!
Auch ich möchte mich kurz fassen.
Bei den "nachtodlichen Belehrungen zur Theologie" vertiefte ich mich in die Darlegung vom Abendmahl.
Aus dem Text und den Noten habe auch ich wertvolle Einsichten gewonnen.
Dafür einen aufrichtigen Dank an "Stetsmehr Diesseitsfremd
in Lichthausen, Grafschaft Leisenburg".

J. Andermatt
4395 Dorfpfarrer aus Oldenburg
Nur ganz kurz:
Danke für diese "nachtodlichen" Berichte!
Diese sind in jeder Hinsicht Spitze und haben mir viele Anregungen gegeben.
4331 Käthe Brunner aus Fürth (Bayern)
Guten Tag!

Ich finde es nicht gerade fair, wenn in den meisten Zuschriften hier auf den Aberglauben in der katholischen Kirche hingewiesen und so getan wird, als sei bei uns Evangelischen alles in bester Ordnung und wir (um die Jung-Stilling-Belehrung zu zitieren) im "Reinen Glauben" seien.

Natürlich sträuben sich die Haare, wenn man den Papst vor einer Maria-Figur niederknien und diese beweihräuchern sieht.

Aber man sollte doch anerkennen, daß der Mann besten Willens ist und tatsächlich daran glaubt, daß Maria in Fatima erschienen und in der Holzfigur anwesend sei.

Es ist eben manches nicht (nur) mit unserem evangelischen "Reinen Glauben" zu erklären. Hinweisen möchte ich nur auf Apg 19, 11 f.:

°°°°Auch wirkte Gott nicht geringe Wunder durch die Hand des Paulus; so dass man auch auf die Kranken von seinem Leibe die Schweisstücher und Gürtel auflegte, und die Krankheiten von ihnen wichen, und die bösen Geister ausfuhren.°°°°

Im übrigen stimme ich der Meinung des Vorschreibers bzw. der Vorschreiberin zu: wenn der Maria-Beschwörer Salvatore Caputa Menschen durch Handauflegung heilt, dann tut er doch Gutes an der Menschheit!

Bitte nicht immer auf die anderen mit erhobenem Zeigefinger deuten!

Un noch etwas: es sind so viele "nachtodliche Belehrungen" von Jung-Stilling angeboten: warum wird hier immer nur der "Reine Glaube" ventiliert?
4312 Caputafan aus Österreich
Wer wie hier Johann Heinrich Jung-Stilling daran zweifelt, daß unsere Himmelsmutter immer wieder an vielen Orten zu uns kommt, der sehe sich einmal diesen Film an!

Bitte doch erhrlich anerkennen:
der ehrwürdige Salvatore Caputa hat in Bad St. Leonhard durch Handauflegung schon an die hundert Menschen von körperlichem und seelischem Leid befreit.

Mir ist nicht bekannt, daß auch unser Papst auf diese Weise Gutes wirkt.
4311 Leonhard Pfeifer aus Stuttgart
Hey to all!

Zu der gestellten Frage, warum der Papst das tut, verweise ich auf den Eintrag weiter unten vom 15. November, wo aus einer Jenseitsbelehrung als die katholischen hohen Würdenträgern kennzeichnend zitiert wird:


....."Intrigen, Argwohn, Kniffelei,
.....Geheuchel, Speichelleckerei,
.....So dass die Mittelmässigkeit
.....Beherrscht das Feld dort weit und breit;
.....Auch Herrschsucht samt Mentalität,
.....Die kaum Aufrichtigkeit verrät."


Erklärt das nicht alles?

Noch weiter unten wird ja die typisch katholische Vorstellung wiedergegeben: "Gott ist weit (im Himmel), aber unsere Himmelsmutter ist uns nah und besucht uns fleißig."

Man beachte doch einmal die sicher gutgemeinmten Einträge der Pfarramtssekretärin hier, etwa vom 31. August des Jahres.
4310 Johanna Bauer aus Basel
Sehr geehrter Herr Friesling,

es gibt Dinge, die einfach unerklärbar sind.

Dazu gehört auch das Glaubensprofil unseres geschätzten Papstes Franziskus.

Öffentlich deutlich gemacht hat er jedenfalls durch die Fatima-Weihe am 13. Oktober, dass er einer Erscheinung von Fatima (die -- wie hier schon mehrfach betont wurde -- mitnichten verbindliches katholisches Glaubensgut ist!) eher die Welt anvertraut als Jesus Christus, unserem Herrn.

Sie dürfen mir glauben: wir (ich und die meisten meiner Kollegen im Kirchendienst, mit denen man darüber offen reden kann) sind genau so ratlos wie Sie.

Viele Grüsse aus Basel,
Johanna Bauer
4302 Ewald Friesling aus Hannover
Nachtodliche Belehrung "Reiner Glaube", Anmerkung 12
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Guten Morgen!

Von einer Geschäftskollegin bekam ich vor zwei Wochen die pdf-Datei "Reiner Glaube."

Inzwischen habe ich diesen Text mehrmals gelesen und es freut mich sehr, daß so viele katholische Mitchristen ihre Betroffenheit über die Maria-Weihe des Papstes hier und anderswo offen zum Ausdruck bringen.

Ich habe dazu eine Frage, die man mir als Lutheraner bitte erst nehmen möge. Auch will ich niemanden damit weder direkt oder indirekt angreifen.

.........Was bezweckt der Papst, der doch ein studierter Theologe ist, mit dieser Handlung? Ich meine: er tut es ja in einer ganz bestimmten Absicht. Genau diese aber kann ich wirklich nicht erkennen, ...........

Noch eine Frage.

.........Warum wählte der Papst aus den vielen Erscheinungen gerade die von Fatima aus? Er selbst kommt doch aus Südamerika und da müßte ihm doch die Erscheinung von Guadeloupe näher liegen..........

Vielleicht kann jemand aus der Reihe der Besucher dieser Plattform eine Antwort geben?

Dafür bedanke ich mich herzlich im voraus! Wir diskutieren darüber nämlich im Kollegenkreis.
4284 Adrian Tucek aus Leipzig
Guten Tag!

Ich schaue jede Woche auf die "Kommentare, Anregungen und Meinungen" und wollte einmal zum Ausdruck bringen, daß ich die "nachtodlichen Belehrungen" in jeder Beziehung hervorragend finde.

Besonders gut finde ich die eindeutige Abgrenzung vom Aberglaube in der Belehrung "Reiner Glaube", die hier ja so viel Staub aufgewirbelt hat.

Auch teile ich voll und ganz die Besorgnis über den neuerlichen Anschub einer ungesunden Marienveehrung durch die Marienweihe des Papstes am 13. Oktober 2013 --- und das auch noch ausgerechnet am Ende des "Jahres des Glaubens".

Adrian Tucek
4283 katholischer Priester aus Diözese Hildesheim
Lieber Herr Universitätsassistent!
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Sie haben augenscheinlich den Tenor der Jenseitsbelehrung über den "Reinen Glauben" nicht verstanden.
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Es wird ja gerade das herausgestellt, was Sie "Mainstream" unserer Katholischen Kirche nennen: nämlich die Gemeinschaft aller in Jesus Christus unserem Herrn.
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Die Marienverehrung ist doch im Vergleich dazu peripheral: eine Randerscheinung.
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Mehr ist dazu nicht zu sagen, zumal ja auf dieser Plattform das Zentrale dazu schon mehrfach dargelegt wurde.
4266 Universitätsassistent, Dr.theol. aus Deutschland
Sehr geehrter Herr Kirchenhistoriker!

Die von Ihnen gerühmte und weiter unten auch von anderen bewunderte "nachtodliche" Belehrung zum "reinen Glauben" ist doch erkennbar einseitig und verzerrt. Das ist sogar bei einem kurzen Blick in die Literaturauswahl schon erkennbar. Ihnen als Kirchengeschichtler kann das doch nicht verborgen geblieben sein.

Es werden mit Behagen alte und neue anti-marianische Veröffentlichungen aus dem Randspektrum der katholischen Theologie ausgebreitet und dann besonders günstig bewertet, wenn sie auf dem Index standen.

Dazu herrscht in dieser wie auch in den anderen "nachtodlichen Belehrungen zur Theologie" eine klar febronianistische Geistesrichtung, eine Neigung zu nationalkirchlichen Ausformungen vor. Das sieht man daraus, daß Männer wie Wessenberg oder von Hontheim (= Febronius) hochgejubelt und gleichsam als Kirchenlehrer, ja fast als Heilige vorgestellt werden.

Man sollte doch ehrlich sagen, daß die Belehrung "Reiner Glaube" vom Mainstream der katholischen Theologie sehr weit entfernt ist. Daß sie so viel Beachtung finden, ist nicht nur mir ein Rätsel!

Gewiß passen die "nachtodlichen Belehrungen zur Theologie" in den Rahmen der Lehre von Johann Heinrich Jung-Stilling als reformiertem Christen und Freimaurer, und dagegen ist ja auch gar nichts zu sagen. Aber nochmal: es ist vom katholischen Mainstreamdenken weit entfernt und sollte ihm nicht unterschoben werden.

Vielleicht könnte der dem Channeling mit Jung-Stilling verbundene, sprachgewandte und theologisch offenbar höchst sachkundige Verfasser der "Belehrungen" dann, wenn er "Belehrungen" über Catholica niederschreibt, sich einmal an die gewiß doch nicht engen, sondern im Tenor sehr breiten Verlautbarungen der lehramtlichen Verkündigung anlehnen?
4257 Kirchenhistoriker aus Deutschland
Grüß Gott allerseits!

Hier existiert ja ein fürwahr lebendiger :lol: Gedankenaustausch und eine Debatte, die sich sehen lassen kann!

Ich selbst kam erst heute durch eine anonyme Zuschrift auf die geschickt gestalteten Enuntiationen von Jung-Stilling. Und hier wurde die Kundgebung "Reiner Glaube" empfohlen.

Diesen Ausführungen :surprised: stimme ich in allem zu!

Aber man sollte auch anerkennen, daß der Marianismus in der Katholischen Kirche beileibe nicht mehr ganz so üppig blüht wie in früheren Zeiten.

Im Zeitalter der Gegenreformation instituierten in Deutschland die Jesuiten überall marianische Bruderschaften, Herz-Mariä-Vereine und Rosenkranzgruppen. Maria wurde neben Jesus als :doubt: "Himmelskönigin" und "Gnadenmittlerin" gestellt. Auf diese Weise wollte man sich sichtbar von Evangelischen abheben, die, wie die Christen der ersten zwölf Jahrhunderte, ihr Heil in :smile: Jesus allein sehen.

Dann :angry: florierte der Marianismus nochmals etwa zwischen 1850 und 1950. "Marianische" Päpste verkündeten den Lehrsatz von der erbsündenfreien Konzeption Mariens (1854) und ihrer leiblichen Aufnahme in den Himmel (1950): zwei Dogmen, die heute von Theologen sehr kritisch gesehen bzw. in ihrem Kerngedanken auf ein anderes Gleis geschoben werden.

Freilich (und hier haben die Vorschreiber ja schon die gleiche Meinung zum Ausdruck gebracht) ist es :cry: blamabel, wenn vorgetäuschte "Erscheinungen" wie in Lourdes oder Fatima nicht nur kirchenamtlich als echt beglaubigt, sondern ihnen auch noch Festtage im Kirchenjahr zugewiesen und obendrein angebliche "Seherkinder" heilig gesprochen werden.

Vollends finde auch ich (wie die meisten meiner Kollegen, Freunde und Bekannten) die Weihe der Welt vor dem Angesicht der Nachbildung einer angeblich zu Fatima erschienen Maria durch den Papst für in jeder Hinsicht :sad::sad::sad: komplett verfehlt. Auch ich frage mich (wie ein Zuschreiber weiter unten), in welcher Beziehung Papst Franziskus zu Jesus Christus als dem alleinigen Herrn der Welt steht, und die Antwort läßt auch in mir ein ungutes Gefühl über das Vertrauen in Jesus Christus in unserer Kirche aufkommen.

Danke an Sie, die Jung-Stilling-Leute in Siegen, daß solche in katholischen Medien leider unterdrückte kritische Gedanken hier artikuliert werden können.
4249 Gemeindepfarrer aus Deutschland
Zum Eintrag der Dame aus Wien vom 24. November

Da ich auf dieser Plattform ja schon Dauergast bin, so gestatte ich mir, zu der Rüge über die "Kardinaille" der Frau Wienerin meinem katholischen Amtsbruder beizupflichten.

Das Postfix "-aille" drückt im Deutschen ganz klar eine abschätzige Wertung aus.

Wenn man von "Journaille", "Generaille" usw. spricht, dann wird die bezeichnete Gruppe negativ konnotiert. Soviel ich weiß, leitet sich das vom französischen "canaille" = Hundepack (canis = lat. der Hund) ab.

Als evangelischer Christ verabscheue ich es, irgend eine Gruppe von Mitmenschen auf irgend eine Weise kollektiv zu insultieren.

Dazu ist es kirchengeschichtlich erwiesen, daß es viele tüchtige, für das Evangelium unseres Herrn wirkende Kardinäle gab und noch immer gibt.
4243 katholischer Priester aus Diözese Hildesheim
Sehr geehrte Frau Wienerin!

Sie fragen, wem denn der Marienseher Caputa schade?

Als Antwort erlaube ich mir, auf meinen Eintrag über das Wesen unserer Kirche hier vom 07. November dieses JAhres hinzuweisen, nämlich

dass sich die katholischen Kirche dadurch konstituiert, daß sie sich als Gemeinschaft der Menschen versteht, die sich von der Liebe des menschgewordenen Gottes existenziell -- nämlich wesenhaft, kernhaft und damit lebensbestimmend -- berührt fühlen.

Wenn der Marienseher Caputa mit lächerlichen Auftritten irgendwo in Österreich Aufmerksamkeit sucht, dann schadet das der Glaubwürdigkeit unserer Kirche.

Allerdings muß ich Ihnen leider rechtgeben: es ist noch bei weitem schlimmer, daß Papst Franziskus -- und ausgerechnet gegen Ende des von Rom ausgerufenen "Jahr des Glaubens" -- in aller Öffentlichkeit einer Marienstatue zu Füßen fällt und dieser die Welt anvertraut, anstatt die Treue der Kirche zu Christus ihrem Herrn zu bekennen.

Auch der Papst ist Diener der Kirche, und er sollte sich füglich solcher semi-paganistischen, aber zumindest doch höchst mißverständlichen Zeremonien enthalten.

Sie dürfen mir glauben: auch im deutschen Episkopat fand man diese Weihe zumindest als peinlich, blamabel. Und wie die Mitarbeiter in der Seelsorge vor Ort darüber denken, kam ja in verschiedenen Zuschriften hier zum Ausdruck.

Am Schluß noch eines: ich finde es wenig hilfreich für eine faire Aussprache, wenn man das Kollegium der Kardinäle als "Kardinaille" und die Bischöfe als "Gottöberste" bezeichnet. Das sind doch eher Ausdrücke aus der Grossloge von Österreich der A.F und A. Maurer.
4242 Katholikin aus der Cottage aus Wien


Thema: Reiner Glaube

Gehts: wenn in unserer heiligen Kirche sich der Papst zu Rom, umgeben von der Kardinaille und weiteren Gottsöbersten aus aller Welt am 13. Oktober 2013 vor einer Maria-Holzfigur niederkniet, diese anbetet und ihr die Welt zu Füßen legt, da muß es doch auch einem gestandenen Mannsbild wie dem betamten sizilianischen Herrn Sergente maggiore della Polizia und Marienmittler Salvatore Caputa erlaubt sein, heidipritsch am Rande unserer Republik a bisserl Maria-Pflanz für Waberln, Urschels, Ahndls, Pensionisten und Tachinierer zu veranstalten.

http://leonharder.blogspot.de/2013/04/7-marienerscheinung-in-bad-st-leonhard.html

Ich meine auch: wem schaden diese harmlosen Spaßetteln?

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