Gästebuch zu Jung-Stilling
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8424 Katholischer Priester aus Diözense Hildesheim
Ist es mir erlaubt, meine Zuschrift in dieses Forum vom 24. November 2013 nochmals einzugeben? Ich bin jedoch nicht böse, wenn Sie das ablehnen.
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Betr: Erscheinungen in St. Leonhard

Sie fragen, wem denn der Marienseher Caputa schade?

Als Antwort erlaube ich mir, auf meinen Eintrag über das Wesen unserer Kirche hier vom 07. November 2013 hinzuweisen, nämlich

dass sich die katholischen Kirche dadurch konstituiert, daß sie sich als Gemeinschaft der Menschen versteht, die sich von der Liebe des menschgewordenen Gottes existenziell -- nämlich wesenhaft, kernhaft und damit lebensbestimmend -- berührt fühlen.

Wenn der Marienseher Caputa mit lächerlichen Auftritten irgendwo in Österreich Aufmerksamkeit sucht, dann schadet das der Glaubwürdigkeit unserer Kirche.

Allerdings muß ich Ihnen leider rechtgeben: es ist noch bei weitem schlimmer, daß Papst Franziskus -- und ausgerechnet gegen Ende des von Rom ausgerufenen "Jahr des Glaubens" -- in aller Öffentlichkeit einer Marienstatue zu Füßen fällt und dieser die Welt anvertraut, anstatt die Treue der Kirche zu Christus ihrem Herrn zu bekennen.

Auch der Papst ist Diener der Kirche, und er sollte sich füglich solcher semi-paganistischen, aber zumindest doch höchst mißverständlichen Zeremonien enthalten.

Sie dürfen mir glauben: auch im deutschen Episkopat fand man diese Weihe zumindest als peinlich, blamabel. Und wie die Mitarbeiter in der Seelsorge vor Ort darüber denken, kam ja in verschiedenen Zuschriften hier zum Ausdruck.

Am Schluß noch eines: ich finde es wenig hilfreich für eine faire Aussprache, wenn man das Kollegium der Kardinäle als "Kardinaille" und die Bischöfe als "Gottöberste" bezeichnet. Das sind doch eher Ausdrücke aus der Grossloge von Österreich der A.F und A. Maurer.
8423 E. K. aus Nordrhein-Westfalen

Liebe Frau Pframhuber,

sicher kann ein solcher Humbug wie in St. Leonhard weder von den staatlichen noch von den kirchlichen Behörden verboten werden.

Was ich aber beschämend finde ist, daß hier auch beichthörende und messelesende Priester sich zugesellen.

Mein leiblicher Bruder ist katholischer Priester. Ich hatte ihm die Adresse von diesem Spektakel geschickt. Er war entsetzt!

Ich hatte am 19. April 2014 schon einmal in dieses Forum hier geschrieben und will jetzt abermals bekennen: die Jung-Stilling-Belehrungen "Reiner Glaube" über den Marienwahn in unserer Kirche halte ich für ohne Vorbehalt treffend --- mögen das auch andere Zuschreiber(innen) anders sehen.
8422 Liselotte Pframhuber aus Österreich


Gestern erst fand ich Muße, die auf meinen Eintrag hier vom 20. November 2014 folgenden Einträge (vor allem vom 1. Dezember 2014, 22. März 2014 und 4. April 2014) etwas genauer durchzusehen.

Ich glaube, alle Standpunkte sind inzwischen deutlich dargelegt.
Hinweisen wollte ich daher allein noch einmal auf die vielen Heilungen, die durch Handauflegung des Sehers Salvatore Caputa in St. Leonhard erfolgt sind.

http://www.marienerscheinung.at/

Wenn ich vielleicht das noch beifügen darf: ich halte den Tenor der Jung-Stilling-Belehrung "Reiner Glaube" für gelinde gesagt unfreundlich.
8419 Armin Wiesner aus Karlsruhe


Unglaubliches, was mir am Freitag, den 25. November passiert ist, 28 Nov. 2005 23:48


Guten Abend!

Ich weiß, daß ich mich mit meinem Kurzbericht bei einigen Lesern des Forums unbeliebt mache und mich als Spinner "oute" (wie man heute so schön sagt).

Aber ich halte es für eine Gewissenssache, selbst auf die Gefahr hin, daß ich Kopfschütteln und bei einigen gar Lachen hervorrufe, mein Erlebnis darzustellen.

Am letzten Freitag hatte ich um 14 Uhr einen dienstlichen Termin in Münster. Weil ich weiß, daß am Wochenende die Autobahnen dicht befahren sind, holte ich bereits kurz vor 9 Uhr meinen Wagen aus der Garage an unserem Haus.

Meine Frau hatte mir für unterwegs eine Thermoskanne gefüllt, und für mich ein paar am Morgen beim Bäcker gekaufte, von ihr belegte Brötchen bereitet. Ich war eben dabei, den kleinen Plastikkorb auf den Beifahrersitz zu legen, damit ich unterwegs (und im Stau zumal) leichten Zugriff darauf habe.

Mein Aktentasche hatte ich schon auf den Rücksitz verstaut. Auch meinen Koffer mit den Sachen für die Übernachtung in Münster (ich mußte damit rechnen, daß die Sitzung sich bis zum späten Abend hinzieht; in diesem Fall wollte ich nicht nach Karlsruhe zurückfahren) hatte ich bereits im Kofferraum abgelegt und diesen abgeschlossen.

Da schritt ein seltsam gekleideter, groß gewachsener und sehr anmutig anzusehender Herr auf mich zu. Er sprach mich mit meinem Namen an. Er habe gehört, ich führe nach Münster?

Zuerst nahm ich an, daß ihn jemand aus unserer Firma geschickt habe; vielleicht, damit ich ihn mitnehme.

Aber irgendwie wurde es mir gleich etwas mulmig, zumal der Herr auch noch einen von mir bisher noch nie wahrgenommenen, aber sehr guten Duft ausstrahlte. Dazu gewahrte ich, daß er in goldhellem Licht vibrierte: auch das hatte ich noch nie gesehen, selbst im Fernsehen nicht.

Obwohl ich (vielleicht manchmal zu sehr) Realist und kein "Frommer" bin, war mir aber auf einmal klar, daß es sich hier um einen Geistgestalt handeln müsse.

Als ob er auf meine Frage, wer denn er sei, gewartet hätte, stellte er sich mir als Hofrat Jung-Stilling vor. Als in Durlach Aufgewachsener wußte ich sofort, wer er ist.

Hofrat Jung-Stilling sprach mich jetzt in melodischer Stimme und bestem Hochdeutsch (mir selbst hört man leider trotz aller Anstrengungen noch immer den Briganden heraus) an. Ich möge mit meinem Auto zum Bahnhof fahren und es dort parken.

Dann solle ich eine Rückfahrkarte nach Münster kaufen und den ICE nach Mannheim um 10 Uhr nehmen. Dort hätte ich sofort Anschluß mit einem ICE nach Köln, und in Köln auch wieder gleich Anschluß nach Münster.

Ohne lange zu überlegen folgte ich, wie unter einem fremden Zwang, in allem den Anweisungen des Hofrats Jung-Stilling.

Zuvor schritt ich aber noch zu meiner Frau, um ihr zu sagen, daß ich möglicherweise mit dem Zug fahren werde, weil mir das gerade empfohlen worden sei. Meine Frau nickte nur.

Wie sich dann am Abend herausstellte, hatte sie den Hofrat Jung-Stilling nicht gesehen, wiewohl sie unter der Tür stand und zusah, wie ich das Auto bepackte. Sie nahm an, daß ich auf meinem Handy eine entsprechende E-Mail von der Firma erhalten habe.

Ich kam mit dem Zug kurz vor 14 Uhr in Münster an. Ein Taxi brachte mich zu der Firma, wo ich mich mit der Geschäftsführung zu besprechen hatte. Die Unterredung dauerte zu meiner Erleichterung nur etwas über eine Stunde. Ein Firmenwagen brachte mich bis nahe dem Hauptbahnhof Münster zurück.

Mit einem ICE und diesmal nur einmaligem Umsteigen in Dortmund kam ich kurz vor 22 Uhr nach Karlsruhe zurück, holte meinen Wagen aus dem Parkhaus in der Schwarzwaldstraße und erreichte unser Haus. Noch vom Zug aus hatte ich daheim angerufen und mich angemeldet.

Meine Frau war sehr aufgeregt. Sie hatte im Fernsehen die Berichte vom Verkehrs-Chaos im Münsterland gesehen.

Jetzt erst wurde mir klar, daß auch ich 12 Stunden im Stau eingeklemmt gewesen wäre, hätte ich, wie sonst meistens üblich, den Wagen genommen.

Natürlich wird man mir jetzt sagen, dies sei eine natürlich zu erklärende Vorahnung gewesen: ich sei, wie viele Menschen auch, wetterfühlig, und mein Unterbewußtsein habe mir den Umstieg vom Auto auf den ICE signalisiert.

Wieso aber begegnete ich dann unserem Karlsruher Hofrat Jung-Stilling, den ich sah, hörte und mit der Nase witterte?

Jedenfalls möchte ich diesem meinen Dank öffentlich ausdrücken; und ich tue dies auch, indem ich dieses Erlebnis hier veröffentliche.
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Quelle:

http://283884.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=ubb_show&entryid=1093291971&mainid=1093291971&USER=user_283884&threadid=1101641747
Kommentar:
This story is already well-known.
But thank you for recalling it.
8381 Lothar R. aus NRW
Liebe Stilling-Leute in Siegen!

Ich melde mich auch wieder einmal (zuletzt am 1. Mai) hier zu Wort.

Es sind doch einige :lol: sehr gute, hier ausführlich diskutierte "nachtodliche Belehrungen" auf der HP downloadbar.

??? Wollt Ihr das nicht auch einmal in Schriftform herausgeben ????

Jedenfalls die ökonomischen und die theologischen Texte fänden bestimmt so größere Beachtung und Verbreitung.

Was meinen andere dazu?
8379 Herbert W. aus Niedersachsen
Sehr geehrter Herr Professor Merk!

In unserem akademischen Hauskreis haben wir jetzt auch Ihr erdachtes Gespräch mit Johann Heinrich Jung-Stilling über das Priestertum besprochen.
Kritik wurde wegen der viel zu langen Einleitung laut.
Auch sonst wurden einige formale Mängel festgestellt.
Inhaltlich aber (und das ist wohl das Wichtigste) stimmten am Ende alle Anwesende Ihrer auf Glaube und Vernunft ex aequo fundierten Einschätzung zu.
Sicher bedarf es trotz des allgemeinen Priestertums einer vernünftigen Arbeitsteilung auch und gerade bei den geistlichen Dienstleistungen, samt der dazugehörigen nötigen, durch entsprechende (im Regelfall universitäre) Ausbildung erworbenen Berufskenntnisse.
Und katholischerseits liegen ja inzwischen auch gut drei Viertel der seelsorgerlichen Dienstleistungen in den Händen von Nicht-Priestergeweihten. Einige Diözesen beschäftigen bereits mehr Pastoralreferenten/innen, Pastoralassistenten/innen und Seelsorgehelfer/innen als geweihte Priester.

Auch diesmal vielen Dank von uns allen nach Siegen!
8378 Esser, M. aus Grenze zu Hamburg

Hallo!
Heute habe ich mir (was ich schon länger vorhatte) "Vom Abendmahl" zu Gemüte geführt.
Die Einleitung (Warenfülle bei Karstadt HH) ist viel zu lang.
Was sonst gesagt wird, liegt ganz auf der Linie des lutherischen und inzwischen wohl weitum auch des katholischen Abendmahlverständnisses.
Dankeschön!
Das hat mir einiges gegeben.

M. Esser.
8376 Christoph

@Basler aus Basel
Es wagen, sich unbeliebt zu machen, kann manchmal auch eine Tugend sein.
Leider klingt Ihre Kritik insgesamt ziemlich unklar und verschwommen. Könnten Sie eventuell Ihre Ansicht zur „Bedeutung“ etwas präziser formulieren. Was, wie und wo sich besser dargetan findet zu erfahren, um deutlicher zu verstehen was Sie eigentlich sagen möchten. Das wäre für manchen Leser sicher interessant, bereichernd und klärend. :question:
8373 Basler aus Basel

Ich mache mich hier sicher bei Einigen unbeliebt, aber ich will es doch ausdrücken:
Der ohne Frage erstaunlich hohe Aufmerksamkeitswert der Nachtod-Poeme steht in umgekehrt-proportionalen Verhältnis zu deren Bedeutung.
Inhaltlich zeigt sich nirgends etwas, was sich nicht anderswo besser dargetan findet.
S. L.
Kommentar:
Indeed, the high share of attention of the after-life teachings was unpredictably. But please note: it is not claimed in any place that they are unparalleled or even the non plus ultra.
8368 Universitätsassistentin aus Deutschland

Sehr geehrte Frau Mechler!

Sie schreiben in Bezug auf die Inspiration: "Diese besteht zumindest darin, daß jeder Leser bzw. Hörer durch die Bibel die Erfahrung machen kann, daß er ganz persönlich von Gott frohbotschaftlich angesprochen wird."

Um es gleich zu sagen: das ist die heute herrschende Meinung in der evangelischen theologischen Wissenschaft, der auch ich persönlich beistimme.

Eingefügt haben Sie "zumindest" -- und das läßt durchscheinen, daß Ihnen wohl bekannt ist, daß die Inspiration auch anders gesehen wird.

~~~In den konservativ-evangelischen Gemeinden glaubt man an eine Verbal-Inspiration. Jedes Wort der Bibel ist nach dieser Ansicht von Gott gesprochen. Dadurch wird allen Texten der Bibel Irrtumslosigkeit zugesprochen. Und das reformatorische "SOLA SCRIPTURA" drückt aus, daß es keinen anderen Weg zur Erkenntnis Gottes geben kann, als den über und durch die Bibel.

~~~Nach verbindlicher Anweisung der päpstlichen Bibelkommission muss katholischerseits lediglich an der Real-Inspiration festgehalten werden. Demnach haben die Verfasser der Bibel von Gott den Auftrag erhalten, ihre Erlebnisse niederzuschreiben. Gott halt also nicht einzelne Sätze diktiert. Zugestanden ist, daß Gott auch aus anderen Quellen -- wie etwa der Vernunft oder der Schöpfung (Natur) -- erkannt werden kann.

Hinweisen möchte ich auf die lange Reihe bedeutender protestantischer Theologen seit dem 18. Jahrhundert, die durchaus eine Vernunfttheologie als erlaubt und sogar als heilsführend dargelegt haben.

In dem Poem "Teuflisches Wirken" wird ja auch Jung-Stilling der vernunfttheologische Ansatz in den Mund gelegt:

~~~~~~~"Dass Ordnung, Gleichmass, Eigenschaften,
~~~~~~~Die tief in GOttes Wesen haften,
~~~~~~~Erhellt sehr klar Gas-Theorie,
~~~~~~~Atomphysik, Biochemie...."


Mit freundlichem Gruß,
Universitätsassistentin.
8296 Herbert W. aus Niedersachsen
Teuflisches Wirken heute


Sehr geehrter Herr Professor Merk!

Wir haben in unserem akademischen Hauskreis Ihr in ein Gespräch mit Johann Heinrich Jung-Stilling gekleidete Lehrstück über "Teuflisches Wirken heute" durchgearbeitet. Danke, daß Sie einleitend an die biblischen Niederschriften über Dämonen erinnern und vor allem die Dämonenaustreibung durch Jesus in Gadara (Mk 5, 1-20) anführen. Besessenheit wird heute ja als das äußere Anzeichen einer hysterischen Psychose erklärt. Zu denken ist hier an die Vielfalt neuropsychiatrischer Erkrankungen bis hin zum Tourette-Syndrom.

Prinzipielle Meinungsunterschiede gab es in unserem Kreis hinsichtlich Ihrer Übertragung dämonischen Wirkens auf die Medien. Die Debatte darüber spitzte sich zu auf die bekannte Frage nach der Herkunft des Bösen. Nach biblischem Zeugnis kann das Böse nicht gleichursprünglich sein wie das Gute. Aber auch in Gott kann das Böse nicht seinen Ursprung haben. Es bleibt also nur die Erklärung, eine auf Freiheit und Entscheidung ruhende Verneinung des Guten als Quellgrund des Bösen anzusehen

Legt man dies zugrunde, dann läßt sich Ihre Einschätzung der Medien erklären, allerdings nicht als Personifikation als Satan oder Teufel. Denn wo es nur noch reine Verneinung gibt, da kann es an sich keine Personalität, keine Kommunikation geben.

Jedenfalls vielen Dank für die Fülle an Anregungen, die Sie mit den "nachtodlichen Belehrungen" ins Netz stellen und so auch das Andenken an Jung-Stilling wachhalten.
8291 Timo aus Deutschland
Einen schönen Tag!
Jung-Stilling aus dem Jenseits: das ist doch Vergackeierung.
Oder habt Ihr einen Knall?
Timo
Kommentar:
With high probability everyone is crazy somehow or other. But do you assess all the after-death teachings as complete nonsense?
8289 Beate Pohl aus Freistaat Bayern

Einen pfingstlichen Gruß nach Siegen!

Es ist ja fürwahr erstaunlich, daß unter Zigtausenden ähnlichen Sites die Jung-Stilling-Botschaften so viel Interesse finden.

Ehrlich gesagt: mir war (trotz Sudiums der Pädagogik) Jung-Stilling bisher völlig fremd.

Aufmerksam wurde ich erst darauf, als unser Gemeindepastor letzte Woche im Bibelkreis die "nachtodlichen Belehrungen" in Grund und Boden verfluchte.

Jetzt verstehe ich auch, warum!
Wird doch hier der Glaube an Jesus auf eine ziemlich (ich will nicht sagen: völlig) andere Art und Weise vorgetragen und begründet.

Jedenfalls von mir ein herzliches "Dankeschön"!
Ich gewann einige wichtige Impulse daraus.

Lassen Sie sich durch Besserwisser und Fanatiker (einige Zuschriften, die ich gelesen habe, regen mich wirklich auf!) nicht beirren.

Beste Wünsche, Beate Pohl.
8224 Master Germanistik aus Sachsen

Die fiktiven Lektionen aus dem Jenseits [wenn ich das einmal ausdrücken darf] sind ja kein Pappenstiel und sicher von Leuten und für Leute geschrieben, die schon einmal "Die Leiden des jungen Werther" nachempfunden haben und den Faust-Prolog im Himmel lasen [Jung-Stillings Jugendfreund Goethe stellt hier übrigens zurecht fest, daß der Mensch die von Gott verliehene Vernunft verkehrt einsetze, nämlich um "tierischer als jedes Tier zu sein"].

Für naive Christen führen die Lehrstücke leicht zu Irritationen.
Das zeigt sich ja hier in vielen Schreiben.

Mehr will ich dazu nicht sagen.
Kommentar:
Yes, admitted: some texts you have to read very carefully and thoughtfully line by line. But all in all the after-death teachings are written for everyone and not only for intellectuals. By the way: I doubt whether intellectuals today are acquainted with the work of Goethe; even more: whether they ever read a text of him.
8222 Christoph
@Susanne Mechler aus Ba-Wü
“kann die Bibel Glauben wecken und bestärken“

Sicherlich ist es möglich, dass durch die Bibel Glaube geweckt und bestärkt werden kann. Wenn es dann auch ein „lebendiger“ Glaube ist, mehr noch als ein „rechtfertigender Vorzug“ gottgefälliger Selbstsicherheit, so hat diese ihren Zweck erfüllt.

In den nachtodlichen Belehrungen wird ja nirgends abwertend über die Schrift gesprochen, sondern es geht vielmehr um allfällig undifferenzierte Buchstaben gestützte Rechthaberei beim Schriftgebrauch, die jede etwaige Gotteserkenntnis auch auf anderen Wegen ausschließt.

Wem das aus den „Belehrungen“ deutlich wird, der hat seinen Kopf in Sachen christlichen Glaubensverständnisses seinem Herzen ein ganzes Stück näher gebracht.

Letztendlich befinden sich alle wahrhaften Leitschnüre und Richtlinien eher harmonisch innerhalb dieser beiden Körperteile, statt auf bedruckt gebundenem Papier. Ein Hofrat Jung Stilling war fähig mittels Verbindung von Bibel, Kopf und Herz erweiterte Aspekte geistigen wie menschlichen Daseins wahrzunehmen, die von rigiden „bibeltreuen“ Christen als abwegig und unbiblisch gelästert wurden und werden.

Da muss noch einiges im spirituellen Bewusstsein aufgearbeitet werden bis die heilige Schrift als das, wozu sie gedacht ist ihren guten Zweck erfüllen kann.

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