Kommentare, Anregungen und Meinungen zu Jung-Stilling
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1485 » Hermine Breistätter aus BaWü


Jung-Stilling zum Zölibat in der Heiligen Stadt
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Natürlich ist auch bei uns am Arbeitsplatz das aktuelle Thema "Mißbrauch durch katholische Geistliche" ein Gegenstand der Gespräche.

Überhaupt kein Zweifel besteht bei uns Frauen darüber, daß das Zölibat Hauptgrund der Übergriffe auf Kinder und Jugendliche ist. Denn als Ehefrau kennt man die sexuellen Bedürfnisse eines Mannes.

Aber auch bei uns ärgert sich alle darüber, daß in den [halb]offiziellen Äußerungen das Zölibat in keiner Weise als Ursache genannt wird. Eine Niederländerin (mit einem deutschen Mann verheiratet und seit 30 Jahren hier lebend) nannte dazu einen Ausdruck (leider habe ich diesen vergessen), der der Kennzeichnung von Herrn Kellermann ["unaufrichtig", "perfide"] weiter unten hier in diesem Forum nahekommt oder gar entspricht.

Anscheinend glauben gewisse Herren, aufgrund ihrer Priesterweihe [bzw. ihrer Zugehörigkeit zu einem bestimmten Orden] andere verdummen zu dürfen und zu können.
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1484 » Religionslehrerin aus Sachsen

Zum Vermerk des Fachleiters Religion / 20. Dezember 2017
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Lieber Herr Kollege, was sich in der sog. "nachtodlichen Belehrung Jung-Stilling" von Herrn Aufdenschimpf zur Erbsünde formuliert findet, ist doch heute in der Theologie herrschende Meinung.

Es ist auch so oder ähnlich in den gebräuchlichen Lehrbüchern für den evangelischen Religionsunterricht artikuliert.

Ich kann nicht verstehen, warum Sie dies als "aufklärerisch-freimaurerisch" bezeichnen.
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1483 » Katholischer Priester aus Diözese Hildesheim

Sehr geehrter Herr Annen,

sehr wohl haben sich führende Vertreter der theologischen Wissenschaft wie auch in der Seelsorge stehende prominente Praktiker für die Abschaffung des Pflichtzölibats öffentlich eingesetzt.

Noch gestern war davon in der "Frankfurter allgemeinen Zeitung" zu lesen.
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http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/missbrauchsstudie-e ltz-will-freiwilliges-zoelibat-fuer-priester-15792976.html

1482 » Raimund Annen aus NRW

Zu "Zölibat Nutzen" (Belehrung aus der Heiligen Stadt)

Danke, daß hier das Zitat von Jung-Stilling zum Zölibat im Volltext eingestellt wurde.
Dieser Tage hört man ja gebetsmühlenartig immer wieder: "Mißbrauchsfälle haben mit den Zölibat rein garnichts zu tun!"
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Kommentar: Probably there was far more sexual abuse in earlier times than we are now experiencing.

1481 » Lothar Rothenpieler aus Mecklenburg-Vorpommern


Nur ganz kurz: "Dankeschön".
Die "nachtodlichen Belehrungen" haben Tiefgang.
In allem auch "mittig", mag das manchen auch nicht gefallen.
Weiter so!

1480 » Liselotte Ebner aus BaWü


Liebe Frau Sendler: Sie sind wohl durch die Jung-Stilling-Belehrungen "vernunftreligiös" geworden! Das ist in Bezug auf diese Thematik sichtversperrend.

So fühle ich mich jetzt herausgefordert, unsere höchstwürdigsten Herren doch in Schutz nehmen, denen *Unaufrichtigkeit* unterstellt wird! Dem ist nicht so!

Selbstverständlich fragt jeder vernunftbegabte Mensch nach den Ursachen, wenn etwas schief gelaufen ist.

Die höchstwürdigsten Herren jedoch haben vom kleinauf gelernt, daß gewisse Gegebenheiten der Kirche nicht zu hinterfragen sind, weil sie "ewige Wahrheiten" zum Inhalt haben.

Dazu gehört beispielsweise, daß ein hochwürdiger Herr, der eben einen Ministranten geschändet hat, selbstverständlich die Messe feiern, Brot und Wein in den Leib Christi verwandeln und das Abendmahl austeilen kann.

Denn er hat ja eine Priesterweihe und handelt ausschließlich durch den Vollzug der Handlung ["ex opere operato"]. Was ein Priester tut, das vollzieht sich ganz unabhängig von seiner eigenen Person, also quasi automatisch. Das heißt: wenn der Priester die Einsetzungsworte spricht, dann muß Gott ein Wunder wirken.

Und wenn *die Kirche* (!!!) lehrt, daß nur männliche Ehelose das Heil in Jesus Christus den Menschen vermitteln dürfen, dann zweifeln diese Herren nicht an dieser Aussage. Sie wird ja auch durch "Kirchenväter" belegt. Dass viele andere "Kirchenväter" das ganz anders sehen, wird unterdrückt. Entsprechende Schriften zu lesen galt bis in die jüngste Zeit als schwer sündhaft und blieb bei Strafe verboten.

Natürlich bleibt auch die evangelische theologische Wissenschaft unbeachtet und tabu. Es ist wie bei den "Bibeltreuen", wo nur das gelesen werden darf, was aus bestimmten Verlagen kommt.

Wenn der Papst den Pfingstmontag als Festtag des Heiligen Geistes abschafft und durch "Maria, Mutter der Kirche" ersetzt (wie dieses Jahr geschehen), dann stimmen ihm die Höchstwürdigsten zu: denn er wird ja der Stellvertreter Gottes auf Erden geglaubt. Und wenn er erklärt, was das "Dritte Geheimnis von Fatima" beinhaltet, dann wird auch das *gläubisch* zur Kenntnis genommen.

Weiter....

Kommentar: I ask for your understanding that I cut the overlong statement since it seems in fairly loose relationship to the after-death messages of Jung-Stilling.

1479 » Liane Sendler aus Bayern

Angesichts der nicht abreißenden Meldungen über gehäufte Mißbräuche in unserer katholischen Kirche sah ich mir diesen Morgen noch einmal die Stellungnahmen unserer Oberhirten und der Meinungsmacher in den katholischen Foren an.

Herr Kellermann hat es ja schon gesagt: kein Wort davon, daß der Zölibat ein Hauptgrund ist. Stattdessen werden "Machtgefüge", der Satan, "homosexuelle Seilschaften", die Freimaurer (ein Feindbild brauchen manche lieben Mitmenschen wohl immer) und andere als Ursache herausgestellt.

Auch ich und alle, die ich kenne, halten das für unaufrichtig!

Danke, daß hier offen geredet werden darf! Die einfallsreiche Belehrung über die Wirkungen des Zölibats aus der Heiligen Stadt verdient es, auch in unseren Kreisen bekanntgemacht zu werden.

Im übrigen erlaube ich mir auf meinen Eintrag vom 15. August in dieses Forum hinzuweisen.

1478 » Arndt Kellermann aus NRW

Sehr geehrter Herr Pfarrer!

Danke für ihr Eingehen auf meine Gedanken zum Zölibat.
Ich stimme Ihnen in allem zu.

Entschuldigen Sie, wenn ich mich mit der Kennzeichnung "perfide, unaufrichtig" in der Wortwahl im Eifer des Gefechtes vergriffen habe.

Bedauerlicherweise stimmt es: selbst in evangelischen Foren darf über gewisse Dinge nicht offen gesprochen werden. In den selbstherrlich geprägten Plattformen aus dem "bibeltreuen" Randlager ist Intoleranz geradezu Prinzip. Das stößt viele Menschen von vornherein ab.

Ich glaube, wir alle können von dem weiten religiösen Horizont von Jung-Stilling lernen, der selbst ja auch die Gottesverehrung in Freimaurerlogen tolerierte.
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1477 » Katholischer Priester aus Diözese Hildesheim


Sehr geehrter Herr Kellermann!

Leider haben Sie im Grunde recht: vielen aus unserem Lager mangelt es an Aufrichtigkeit. Auch mir stößt das auf, wenn ich in einige katholische Internet-Foren gehe. Aber das ist keine katholische Eigentümlichkeit!

In "frei-kirchlichen" Kreisen wird Offenheit und Freimut bei weitem mehr unterdrückt. Bringen Sie einmal in einem "bibeltreuen" Forum nur eine Frage zur Verfasserschaft etwa der beiden Petrusbriefe. Solches Hinterfragen wird dort als "Universitäts-Theolunkie" eingeschätzt. Bitte schauen Sie sich auf dieser Plattform weiter unten Zuschriften zu der Jung-Stilling in den Mund gelegten Lektion "Bibelchristen" an. Statt sachlicher Einwände finden Sie auch hier Vorwürfe und Beschuldigungen.

Aber zum Kernpunkt: Zölibat. Niemand ist verpflichtet, zölibatär zu leben. Es ist ganz allein seine individuelle Entscheidung. Und wenn ein Priester glaubt, daß ihn das ehelose Leben in eine persönliche Zwangslage bringt, dann kann er den Beruf aufgeben. Wir haben hier in unserer Diözese einige Priester, die geheiratet haben und danach häufig als Religionslehrer im Dienst der Diözese blieben.

Unfair ist es aber zu unterstellen, daß sich katholische Geistliche allgemein an Jugendlichen vergingen. Es gibt in jedem Beruf "schwarze Schafe". Diese Ausnahmen nun als das Regelmäßige hinzustellen, ist in jedem Fall verzerrend: ob das nun ein Frauenarzt (wir hatten vor Jahren einen solchen Fall), ein Apotheker, ein bestechlicher Beamter bei der Baubehörde (auch das kam vor) oder eben ein Priester ist.

Und aus diesen bedauerlichen Fällen die Unglaubwürdigkeit der katholischen Kirche oder gar der Frohbotschaft abzuleiten, ist jedenfalls fehlschlüssig und -- um Ihre Formulierung aufzugreifen -- "perfide und unaufrichtig".


1476 » Arndt Kellermann aus NRW

In allen katholischen Foren wird angesichts der Mißbräuche
im höchsten Klerus (wie mag es da weiter unten sein?)
stereotyp behauptet: mit dem Zölibat habe das nichts zu tun!

Ich empfinde das als perfide, unaufrichtig.
Warum reagiert man katholischerseits so?


Das erwähnte Zitat von Jung-Stilling zum Zölibat sagt ja alles!
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Kommentar: It would be wrong to generalise individual cases of sexual abuse by clerics and seen it as the widespread transgression of RC clergymen in general. ~~ Another issue to consider is the causal relation between obligatory celibacy and sexual abuse. Here differentiated research findings are required. Guesses all the more than public prejudgements are inappropriate.


1475 » Janine Pfitzemeier aus München

Zölibat Nutzen

heißt eine Jenseitsberlehrung.
Aber hat das Zölibat wirklich Nutzen?
Gerade in diesen Wochen wurde ja augenfällig, daß es mehr Schaden bringt.
Kommentar: I recommand that you read the complete text oft the after-life lesson on the celibacy and above all the quotation from Jung-Stilling in the list of notes, no 22.

1474 » Johann R. aus Kaufbeuren (Bayern)

Maria, Mutter Jesu

Ich finde das ein wenig dünn!
Da hätte man entschiedener argumentieren sollen.
Sonst aber auch meinerseits Zustimmung.
Kommentar:  I very much regret that it seems not suffiently clear expressed. You have to read between the lines to unterstand fully the intention.

1473 » Seelsorger aus Schweiz, Kanton Aargau

Zu den jenseitigen Belehrungen "Theologie":

Danke. Volle Zustimmung!
Wenn doch nur alle diesem Mittelweg folgen würden.

1472 » Lateinunkundiger aus Zentralschweiz

Botschaft Mariens an ihre Verehrer

Die in dem Download-File "Maria_Mutter" (bei den nachtodlichen Belehrungen zur Religion) mehrfach genannte und auch in den Zuschriften diskutierte Botschaft Mariens ist auch *in englischer Sprache* kostenlos downloadbar:


http://books.google.de/books?id=I1s7AQAAMAAJ&printsec=frontcover&hl=de&a mp;source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=f alse

Das ellenlange Vorwort kann man leicht wegscrollen und gleich zu Advice I (dem Beginn der Marien-Botschaft) gehen.

1471 » Hauskreisleiter aus Niedersachsen

Seit langem (zuletzt berichtete ich hier im September 2016) haben wir in unserem Hauskreis wieder einmal eine Jung-Stilling-Botschaft aufgegriffen, und zwar dieses Mal "Zölibat-Nutzen".

Es ist ja angesichts der in den letzten Tagen bekannt gewordenen neuen Mißbrauchsfällen eine Katastrophe, daß die Öffentlichkeit, anstatt mit der Botschaft Jesu, immer wieder von neuem mit den Problemen in der Schicht (nämlich Bischöfe und Priester) konfrontiert wird, die von den Gläubigen dafür bezahlt wird, ihnen mit dem Wort Gottes zu dienen.

Es ist aber nicht nur das Zölibat und der dadurch bedingten sexuellen Ausschweifungen der katholischen Geistlichkeit das alleinige Problem.

Vielmehr (und da gab es in unserem Kreis keinen Einwand und auch keinen Vorbehalt) sind auch die kirchenrechtlichen Strukturen dringend veränderungsbedürftig.

Es geht nicht an, daß ein Bischof sich schlimmer als ein absolutistischer Herrscher vergangener Jahrhunderte gebärdet, und alleinentscheidungsbefugt eine ganze Diözese in den Ruin treibt (man denke an Limburg) oder die ihre Freizeit aufopfernden Mitwirkenden in Gremien für immer frustriert (wie in Regensburg).

Offen muß auch darüber gesprochen werden, warum Männer mit offenkundigen Charakterdefiziten in Bischofsämter vordingen. Diese Häufung ist doch an sich schon bedenklich. Warum ist das so?

Das Original-Zitat von Jung-Stilling über das Zölibat in der "Nachtodbelehrung" regt auch zum Nachdenken darüber an, ob ein würdeloser Geistlicher tatsächlich Brot und Wein in den Leib und das Blut unseres Herrn verwandeln kann.

In unserem Kreis entstand über das "EX OPERE OPERATO" und über den Sinn des Abendmahls eine lange Diskussion.

Ich will aber hier in dieses Gästebuch-Forum die Leser nicht langweilen und jedem empfehlen, über diese Anregungen nachzudenken.

1470 » L.I. aus Köln

Mit der neueren Kirchengeschichte etwas vertraut, schaue ich seit Jahren jede Woche in dieses Forum.

Weit davon entfernt, oberlehrerhaft zu wirken, möchte ich doch auf eine Ungenauigkeit in der Zuschrift des Herrn bayrischen Kirchenrechtlers hinweisen.

Die "Monita Salutaria" erschienen nicht in Köln, sondern in Gent. Die heute belgische Stadt Gent gehörte damals zu den Spanischen Niederlanden.

Richtig ist indessen, daß die Schrift bis zuletzt auf dem Index blieb, und richtig ist auch, daß Kurerzbischof Maximilian von Bayern gegen die Indizierung in Rom energischen Protest einlegte.

In Anmerkung 13 der Datei "Maria Mutter" ist dies auch erwähnt.


Siehe:
http://books.google.de/books?id=pn1mAAAAcAAJ&dq=intitle:Monita+Salutaria& ;as_brr=3&redir_esc=y

1469 » Kirchenrechtskundiger aus Auch aus Bayern

Notwendige Richtigstellung
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Zwar erhielt die bei "Maria_Mutter" referierte Marien-Botschaft an die indiskreten Verehrer die kirchliche Druckerlaubnis aus Köln und Gent.

Wenn dann aber eine päpstliche Behörde (in diesem Fall die bis 1966 tätige Bücherzensurstelle) ein Verbot aussprach, so erlosch automatisch das Imprimatur der bischöflichen Zensurstellen.

Die Schrift blieb also verboten.
Praktisch ist sie es bis heute noch.
Eine deutschsprachige Ausgabe erschien meines Wissens nicht, obwohl Köln ja der Erscheinungsort war.
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Kommentar: 
It is said clearly in explanatory note 13 that Vatican dicasteries pronounced their anathema on the MONITA SALUTARIA B.M.V. AD CULTORES SUOS INDISCRETOS. This was a slap in the face of bishop Peter von Walenburch (1610–1675) at Cologne as well as a kick in the ass of bishop Gilbert de Choiseul (1613–1689) at Dornick (Tournai). Electoral prince and archbishop Maximilian Henry duke of Bavaria (1621/1650–1688) defended this publication and sent a respective letter to Rome.

1468 » ev. Pfarrer aus Bayern


Wie ich heute nach langem Herumsuchen feststellte, ist die Datei "Reiner Glaube" umbenannt worden in "Maria Mutter"
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Im Januar vor zwei Jahren hatte ich schon einmal meine Bewunderung darüber ausgedrückt, wie dieses heikle Thema (immerhin hatten wir gestern noch einen Marien-Feiertag hier in Bayern!) im Text und in dem angehängten wissenschaftlichen Teil dargeboten wird.
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Heute abend nochmals: danke nach Siegen!
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Kommentar:  It is intended to publish the text as a brochure.

1467 » Arndt Kellermann aus NRW

Zum Eintrag des Herrn Pfarrers aus Hildesheim
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Wie man über Google leicht feststellen kann, wird inzwischen sowohl an evangelischen wie auch an katholischen theologischen Fakultäten die weibliche Form "Diplom-Theologin" verliehen.
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1466 » Katholischer Priester aus Diözese Hildesheim

Grüß Gott!

Das despektierliche Wort "Importpriester" für Kollegen, die sich zur Aushilfe in der Seelsorge bei uns widmen, sollte man doch nicht in den Mund nehmen. Die überwiegende Mehrzahl dieser Priester versteht sich als Diener der Gemeinde. Daß es wenige Ausnahmen gibt, will ich ja nicht in Abrede stellen. Aber es ist unfair, eine ganze Gruppe (wo immer das sei) nur nach den "Schwarzen Schafen" zu beurteilen.

Auch das in gleicher Weise abfällige Wort "Pastoraltanten" ist entehrend. Immerhin haben viele Frauen mit dem Abschluß "Diplom-Theologe" (die weibliche Form gibt es meines Wissens bisher nicht) bei uns die Verwaltung ganzer Pfarreien unter sich.

Und um auf die Belehrung in Genf über den Zölibat nochmals einzugehen: leider ist da Vieles richtig. Aber es wird insgesamt gesehen der sakramentalen Struktur der Katholischen Kirche nicht gerecht.
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1465 » Liane Sendler aus Bayern

Aber ohne die sog. "Pastoraltanten" liefe zumindest hier bei uns nichts!
Und die größtenteils rotzfrechen und total frauenfeindlichen Import-Priester aus Afrika richten auch mehr Schaden als Nutzen an.
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Kommentar:  Educated professional woman are widely unknown to them. They are, therefore, not able with dealing even to academic women in a parish. But they could learn it.

1464 » Arnd Kellermann aus NRW

Daß weibliche Priester -- wie heute schon bei den Altkatholiken -- auch bei uns in 50 Jahren kommen, glaube ich nicht.

Eher wird man verheiratete Männer zum Altardienst zulassen.

Leider tritt man Frauen noch immer mit Vorbehalten gegenüber.
Kommentar:  There is reason to fear that neither the one nor the other would ever occur.

1463 » Tutnichtszursache aus Württemberg

Lieber Herr Katholischer Pfarrer,

meine Schwester war eine der ersten weiblichen Pfarrerinnen in der evangelischen Landeskirche Württemberg. Da die Gemeinde lange verwaist war, nahm man sie höflich, freundlich-zurückhaltend auf, zumal auch der zuständige Dekan sie wirklich außergewöhnlich ergreifend eingeführt hatte (ich war damals bei dem Gottesdienst dabei).

Als sie einige Monate einen erkrankten Kollegen im Gottesdienst plötzlich vertreten mußte und im Talar zur Begrüßung vor die Gemeinde trat, verließen spontan – auch hier vor allem weibliche – Gläubige die Kirche!

Warten wir noch 50 Jahre ab, dann wird man sich auch in der Katholischen Kirche an weibliche Geistliche gewöhnt haben.

1462 » Katholischer Priester aus Diözese Hildesheim

Zu "Vom Nutzen des Zölibats"
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Darf ich auf eine kleine Ungenauigkeit aufmerksam machen?
Gerade in priesterlosen Gemeinden sind heute auch Frauen als Pastoralreferentinnen (Studium mit Abschluß Universität) und Pastoralassistentinnen (Studium mit Diplom an einer Fachhochschule) in der Seelsorge tätig.

Es ist also nicht so, daß Frauen von seelsorgerlichen Diensten in unserer Kirche ausgeschlossen wären!

Zwar hat sich nach meinen Erfahrungen gerade bei älteren Menschen (bei Frauen wohl mehr als bei Männern) eine gewisse Geringschätzung der "Pastoraltanten" ausgebildet. Sie werden aber von Jüngeren voll akzeptiert.

Übrigens: den einleitenden Versen (Ankunft in der Heiligen Stadt) bin auch ich auf den Leim gegangen. Das ist wirklich hintergründig!

1461 » Welfe aus Hannover-Herrenhausen

Ich habe schon einmal hier zu Jahresbeginn geschrieben:
°°der Mittelweg ist der sicherste (Motto doch auch von Jung Stilling!)°°

Und in Bezug auf das Abendmahl scheint auch mir die lutherische Auffassung (die ja auch der Lehre der alten Kirche folgt: das katholische Transsubstantationsdogma kam erst viel später auf) für alle akzeptabel.

Im übrigen ist es schade, daß ausgerechnet über das Liebesmahl Jesu sich Konfessionen entzweien!
Und nicht nur das.
Auch innerhalb der Konfessionen ist man sich nicht einig.
Zuschriften hier haben das ja auch klar zum Ausdruck gebracht.


1460 » Karl-Eugen Haschke aus Österreich


Ich möchte noch einmal auf meine Bemerkung vom 20. Januar dieses Jahres über die sakramentale Struktur der Katholischen Kirche hinweisen.

Versteht man diese, so versteht man auch den Sinn der Eucharistie.

Und wenn hier zum Ausdruck kam, daß die meisten katholischen Gläubigen -- ja inzwischen auch viele Theologen -- der lutherischen Abendmahlslehre zuneigten (und leider wurde dies ja auch in Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen der letzten Wochen über die Handreichung der deutschen Bischöfe betreffs der Zulassung von Nichtkatholiken in einer konfessionsverschiedenen Ehe zur Kommunion offensichtlich), dann ist das letztlich unerheblich.

Die katholische Dogmatik hängt nicht von der Meinung irgend einer Generation ab, und auch nicht von einzelnen Theologen und recht recht nicht von (sicher gutmeinenden) Pfarrern vor Ort, und schon gar nicht von "nachtodlichen Belehrungen" des lobenswerten Herrn Hofrats Jung-Stilling, dem als Reformierter und Freimaurer die sakramentale Struktur der Kirche unbekannt war.

Nichts für ungut! Aber das sollte doch hier auch einmal zum Ausdruck gebracht werden.

1459 » Herbert W. aus Niedersachsen


Sehr geehrter Herr Pfarrer aus unserem Bistum!
Sehr geehrter Herr Professor Merk und Mitarbeiter!
Sehr geehrte Leser!

Ich erlaube mir, nochmals auf meinen Eintrag in diesem Forum vom Dreikönigstag letzten Jahres, dem 06.01.2017, freundlich grüssend hinzuweisen.
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1458 » katholischer Priester aus Diözese Hildesheim

Zum Eintrag von Frau Karin Schmiditlein
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In vielen Beiträge zu diesem lebendigen, vielfach anregenden Gästebuch habe ich meine Meinung zu den "nachtodlichen Belehrungen" kundgemacht, zuletzt Ende Juni letzten Jahres. Daß ich dies längere Zeit nicht tat, liegt nicht daran, daß ich es aus dem Auge verloren hätte. Jede Woche schaute ich mindestens einmal in das Gästebuch.

Aber zur Sache.
Natürlich folgen die Jung-Stilling unterstellten Kundmachungen nicht einer Konfession: das ist leicht erkennbar! Aber haben die Konfessionen und im besonderen die evangelische und die katholische (die "Randgruppen" seien hier einmal ausgenommen) wirklich ein so klares Profil, daß sie sich genau abgrenzen?

Sie sprechen von "verwischen", und Sie meinen das sicher im Sinne von "verschwimmen", "feste Konturen verlieren". Dazu meine Frage: ist es nicht ein Segen, daß dies (zumindest hier in Deutschland) so ist? Scharfe Kanten als Abgrenzungen gegen einander brauchen wir gerade in unserem konfessionell gemischten Land doch wirklich nicht.

Und noch eines. Die wenigsten evangelischen und katholischen Gläubigen kennen genau die Lehre ihrer jeweiligen Kirche. Oft denke ich: das ist gut so! Denn (man verzeihe mir die Offenheit) in kaum einer Wissenschaft ist so viel Unsinniges, Hohles und sogar Lächerliches geschrieben worden wie grade in der Theologie. Es gibt aber auch Erfreuliches, wie die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre aus dem Jahr 1999.

Was längst überfällig ist, ist eine derartige Erklärung zum Abendmahl (hierzu gibt es ja auch eine durchaus kompromißfähige "nachtodliche Belehrung", die ja auch die weithin vorherrschende Meinung im katholischen Kirchenvolk wiederspiegelt) oder zur Stellung Mariens. Bei dem letzteren Thema dürfte es besonders schwer fallen. Denn hier prallen auch innerhalb des katholischen Kirche Meinungen beinahe unversöhnlich aufeinander. Gerade auch in diesem Gästebuch ist darüber ja im Anschluß an die Datei "Reiner Glauben?" diskutiert worden.

1457 » Karin Schmditlein aus Würzburg

Sprachlich ein Genuß!
Da ist ein Meister am Werk.
Inhaltlich nicht so meine Linie.
Die Konfessionen verwischen sich.

1456 » A.E. aus Karlsruhe

Ich dachte bisher immer, daß nur bei den Katholischen Botschaften aus dem Himmel gibt. Jetzt ist hier auch mal ein Evangelischer und gar noch von hier in Karlsruhe dran! Das wird vielen Glaubensgenossen weniger gefallen. Aber warum eigentlich nicht? Und Jung=Stilling hatte ja schon zu Lebzeiten Kontakt zum Jenseits, wie ich gerade sah. Jedenfalls auch meinerseits ein Kompliment.

1455 » Simon Antweiler aus NRW

Danke für die anregenden "nachtodlichen Belehrungen".
Sie zeugen von einem breiten Wissenskreis und sind Jung Stilling in allem adäquat.
Vermissen tue ich nur das Medizinische.
Jung Stilling war doch auch ein bekannter Arzt.
Kommentar: 
You are right: *explicitly* there are no after-death teachings on the topic of medicine. But *implicitly* you may find much about this subject. ~~~ It is not excluded, however, that at a later time Jung-Stilling will teach more detailed about questions of the prevention, cure, or alleviation of disease. We have to wait and see.

1454 » Dr.phil. J. Eberle aus Württemberg


Zu den "nachtodlichen Belehrungen"
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° °°°°

Die irdische und die himmlische Sphäre, verquickt in einer Strukturebene, ist wohl dem Somnium Scipionis nachgebildet, den Marcus Tullius Cicero im sechsten Teil von De re publica ausbreitet.

Wie dort dem Scipio dessen Adoptivgroßvater Africanus der Ältere und sein leiblicher Vater Aemilius Paullus erscheinen und sich als Autoritäten ins Gespräch einbringen, so sind es hier Jung-Stilling und sein Engel Siona.

Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, daß dies die Vorbilder sind?
Kommentar:  The somnum Scipionis is one paragon amongst many. Later occidental literature has many other examples.

1453 » Mödlinger aus Wien

Woher kennt Jung Stilling Wien?
Er war doch nie hier!
Kommentar:  Indeed, privy councillor Jung did not visit Vienna during his life. But as attest the reports he was at Vienna after his life on earth.

1452 » Lea Kornmeyer aus Deutschland

~~~Zu Bibelchristen:~~~

volle Zustimmung!
Mögen das auch Verrückte links und Verbohrte rechts nicht sehen.
Danke: klasse durchdacht und dargeboten.

1451 » Martin L. aus Reutlingen

@ Stefan Arens

Hundertprozentige Zustimmung!
Es gibt ja inzwischen auch ein "Evangelisches Heiligenlexikon" im Netz.
Die anderen Gestalten aber: nu und nimmermehr!

1450 » Stefan Arens aus Niedersachsen

Hallo!

Ich finde das "Höchst abergläubisches Gebaren" argumentativ und sprachlich eminent!
Danke: ich habe einiges dazugelernt.

Nur eines gefällt mir als Protestant nicht:
Heilige wie Laurentius: ja und warum nicht?
Solange das jedermann freisteht und nicht zum Glaubenszwang wird: meinetwegen!

Aber heiliggesprochene Päpste und Ordensgründer: *nein und auf keinen Fall!*

Herzlichen Gruß, Stefan.

1449 » I. Rezacka aus Wien

Gut gemacht und höchst informativ!
Meinerseits auch ein Dankeschön.

1448 » Eberle aus Baden-Württemberg


Was bei "Theologie" dargeboten wird, ist nach meinem Urteil ein Gemisch von Arminianismus (die Dordrechter Synode konnte sich ja in ihren Beschlüssen nicht durchsetzen!), Neu-Pietismus, Szientismus und Freimaurerei und nicht so meine Linie. Sicher jedoch ist das alles genuin im Geiste von Jung-Stilling und paßt in unsere Zeit.

Aber Stil hat es allemal, und das Deutsch ist lupenrein und nicht mit unverdauten Brocken aus dem Lateinischen und Griechischen durchsetzt, wie leider in der Zunft üblich.

Daran könnten sich viele Theologen ein Vorbild nehmen.
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1447 » Religionslehrer aus Wien

Wien bei Nacht
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Wenn ich das recht sehe, sind hier nur Brüder Maurer im Ersten Bezirk unterwegs.

Aber auch meinerseits alle Hochachtung für diese ideenreiche und sprachlich erheiternde Schilderung.

Die Sprache deutet auf einen Gsiheimer (Vorarlberg, Schweiz) hin.
Kommentar:  Indeed, Jung-Stilling was between 1781 and 1784 (ban on secret societies in most German territorial states) a freemason, his lodge was "Charles August to the three flaming Hearts" at Kaiserslautern (Germany). But neither the monks from the Scots nor Johannes Messner were members.

1446 » Rolf Heide aus Sachsen

Das Beste der "nachtodlichen Belehrungen" ist die ökonomische Datei "Von Leistung, Mühe und Entgelt in dieser unsren Arbeitswelt"!
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Der Text zeugt von messerscharfer ökonomischen Logik, ganz ohne auf die Vorurteile der Interessensgruppen Rücksicht zu nehmen.
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In den Anmerkungen über den akademischen "Lehrbetrieb": köstlich!
Genau so habe ich es auch erlebt: noch zu DDR-Zeiten.
Aber das ist wohl weltweit an allen Universitäten so.

1445 » Klassenvorstand aus Wien

Guten Tag ins ferne Siegen!

Auch ich bekam durch Email den Hinweis auf Jung-Stilling und seine Auslassungen zu den Zeittorheiten aus dem Jenseits.

Beim Lesen habe ich gleich einen Spurius gehabt: da ist ein Routinier am Werk!

Gedankenketten so perfekt in Jamben zu packen, das können nur ganz Wenige.

Aber was mich wundert.

Es werden bei der Internet-Adresse so viele Kommentare zu allen Fachgebieten (Philosophie, Wirtschaftskunde, Religion) angedient.

In den letzten Zuschriften wird nur die Geisterei in Wien erwähnt.
Mir gefällt anderes noch viel besser.

Aber den beiden letzten Einträgen schließe auch ich mich an und bedanke mich.

1444 » Urwiener aus Wien

Geister in Wien: ganz amüsant!
Danke! Gut gemacht!
Leute wir Jungstilling brauchen wir heute.

1443 » Schulmann aus Wien

Zu "Wien bei Nacht"

Sehr lehrreich, besonders in den Noten.
Vielen Dank für den Hinweis.
Mir war Jung-Stilling bisher nur marginal bekannt.
Gut, daß er für unsere Zeit wieder entdeckt wird.
Denn das Meiste, was er vorbringt (Wirtschaft, Gesellschaft, Religion), paßt genau in unsere Tage.
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1442 » Josefine aus Deutschland

Wollte seit langem nur mal wieder einen fröhlichen Gruß an alle Jung-Stilling-Fans hinterlassen.
Ich habe viel Kommentare geschrieben, wurde aber nie freigeschaltet.
Traurig darüber ist
Eure Josefine.
Kommentar:  Josefine: you are not welcome here. Please note the entry September 30, 2014 in this guestbook. ~~~ In view of your contributions the seriousness of this guestbook was called into question.

1441 » René Haegele aus Elsass

Sehr geehrter Herr Professor Doktor Merk!

Danken möchte ich für die wirklich einzigartige Jung-Stilling-Belehrung "Spass und Genuss".
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Hier stimmt jede Beobachtung und jedes Urteil trifft zu.
Und was von Duesseldorf und Deutschland gesagt wird, gilt ebenso von Strassbourg und Frankreich.
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Tausend Dank!
René Haegele.

1440 » Martin L. aus Reutlingen

Von mir ein Dank für "Kirche als Kontrastgesellschaft"".
Wir haben das gestern lange diskutiert.
Allgemeines Urteil: treffend und ausgewogen.

1439 » Lothar Häfele aus Württemberg

Danke für "Sinn des Leides"!
Es hat mir viel Einsicht gebracht und mir geholfen.

1438 » Jasmin N. aus Nordrhein-Westfalen


Guten Morgen!

Das, was Jung-Stilling über die Notwendigkeit alle Volksschichten einbeziehender Kirchengemeinden ["Verfremdete Kirche"] in den Mund gelegt wird, ist grundsätzlich durchaus zweckvoll und vernünftig. Wir diskutierten darüber am Dienstag in einem kleinen Kreis.

Was aber soll geschehen, wenn der Gemeindepfarrer nur noch von Mitmenschlichkeit predigt? Und wenn eine Eingabe höheren Orts in unhöflichem, ja schon frechem Ton abgewiesen wird?

Ist denn dann ein "Auszug offen oder leise / Aus unsrer Kirche reihenweise" (wie es dort in dem Text heißt) nicht gerechtfertigt, ja sogar dringend geboten?

Offenkundig hat Herr Duldstill Ihrenspott im frommen Siegerland noch nicht mit der Schar gutbezahlter Pastoren zu tun gehabt, die von allem reden und um alles besorgt sind, nur nicht um die Verkündigung des Evangeliums.
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1437 » Jessica Hugo aus Winterthur

Überraschung in Winterthur
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Das ist launig und sprachlich gefällig vorgebracht.
Aber leider interessiert sich heute niemand mehr für die Geschichte unserer Stadt.
Für mich war auch neu, dass Jung Stilling hier in Winterthur wirkte und auch entschuldet wurde.
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Danke!
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1436 » L. Köhler aus Hanau

Danke für die Aufklärung, warum es bei uns in der Innenstadt spukt.
Jaja, der Äppelwoi!

1435 » Dr. H. K. aus München

Zur "Richtigen Wirtschaftslehre"
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Eine kurze Anmerkung.
Sicher sind die darin vorgetragenen Argumentationen gut begründet.
Es wird auch endlich Zeit, das Sozialprodukt als Maßstab des Wohlstands in Frage zu stellen.
Auch die grundsätzliche Frage in Bezug auf die Allgemeingültigkeit nationalökonomischer Lehrsätze wird viel zu wenig (wenn überhaupt!) erörtert.
Insofern sind das alles durchaus berechtigte Anfragen an die Nationalökonomie

Aber muß das denn in Poesie, in kunstvoll gereimten Versen geschehen?
Und bitte nicht verärgert sein: die Einleitung ist zwar launig, nett und geistreich, jedoch viel zu lang.

Sicher bringt die Einleitung Leckerbissen für Schöngeister.
Für die in ihrer Mehrzahl nicht gerade ästhetisch begabten Ökonomen aber erweist sich das eher als schwer verdauliche Happen.
Im Klartext: die kapieren den hintergründigen Humor einfach nicht!
.
Kommentar: If it would be written in prose the special charm which versification induces is lost. Where thence should be the characteristic feature of the after-death lessons?

1434 » Helene Weiß aus Nordrhein-Westfalen

@ Arthur Bredenbeck.
´´´´´´´´´´´´´´´´´´
Ich verstehe manche Zuschriften hier auch nicht.
Es ist doch bei "Bibelchristen" nichts Neues gesagt!

1433 » Arthur Bredenbeck aus NRW


Guten Tag!

Vor sehr langer Zeit hatte ich hier schon einmal geschrieben und seither immer wieder einmal die "Nachtodbelehrungen" aufgerufen.

Was mich ein wenig wundert: unter den vielen Themen wird immer wieder die Lektion (so darf man es doch nennen?) über "Bibelchristen" diskutiert.

Was ich dabei nicht verstehen kann: hierin wird doch nichts Neues und nichts Besonderes vorgetragen.

In jeder akademischen Einleitung zum NT steht doch dasselbe, nur leider oft "wissenschaftlich" (sprich: sprachlich kompliziert) ausgedrückt.

Warum also ausgerechnet die Kritik an dieser "Nachtodbelehrung"?

1432 » Karl-Eugen Haschke aus Österreich

Anmerkung zum Eintrag von Herrn Welfe, Hannover
........................................................................
Indem eine Priesterweihe als überflüssig bezeichnet wird, zeigt sich, daß der Verfasser die sakramentale Grundform und Schichtung der Kirche Christi nicht kennt.

1431 » Welfe aus Hannover-Herrenhausen

Ich finde das, was Sie Jung-Stilling zum "Priestertum" in den Mund legen, in allem einleuchtend und vernünftig.

In der Tat gilt auch hier: "Der Mittelweg ist der sicherste".

1430 » Dorit E. Schneider aus Württemberg

Also heute habe ich auch mal da einige Einträge wegen "Bibelchristen" gelesen.
Meine Freundin machte mich darauf aufmerksam.
Habe mir das daraufhin genau durchgelesen.
Da Gezeter darüber verstehe ich nicht.
Wo soll denn da was Verkehrtes liegen?
In der Schule und im Konfirmandenunterricht lernte ich nichts anderes.
Und auch in den Predigten unserer Kirche wird Gott als der aus seiner Schöpfung erkennbare Gestalter und Erhalter vorgestellt.

1429 » Liane Sendler aus München

Im katholischen Forum "Kreuzgang" wird heute auf die nachtodliche Belehrung "Reiner Glaube" hingewiesen.

Offenbar ist Jung-Stilling selbst auch dort angekommen!

1428 » Dieter Reiffenberg aus Schleswig-Holstein

Nur eine kurze Bemerkung zur Zuschrift "Barthianer aus SH (Schleswig-Holstein? Kanton Schaffhausen?)".

Diese Haltung ist natürlich bequem und dient letztlich dem Erkenntnis-Monopol der biblisch orientierten Theologen --- was Immanuel Kant letztlich wohl nicht bewußt war.

Aber warum soll Gott die Erkenntnis seines Wesens nicht in seine Schöpfung gelegt haben?

Ich finde den (fälschlich als "neo-aristotelisch" bezeichneten) Sandpunkt von Jung-Stilling der menschlichen Vernunft angemessen.

Sicher liegen die sog. "nachtodlichen Belehrungen" von Jung-Stilling auf einer durchaus vernünftigen Linie, die biblische Theologie und natürliche Gottes- und Welterkenntnis vereint. Und damit passen sie auch in den Rahmen der viel gescholtenen "Universitätstheologie".

1427 » Leo Plank aus Freiburg i. Uechtland


Hallo Herr Professor Merk!

Ich studiere in Freiburg (Schweiz) und hatte eine Seminararbeit über die Bedeutung von "Glück" zu schreiben.

Der Dozent empfahl mir, die von Ihnen (Sie sind ja der Verfasser, wie ich herausfand) als Jung-Stilling-Download frei angebotene Lehrdatei "Vom Glück als dem Ziel des Menschen" zugrunde zu legen.

Ehrlich gesagt: das war für mich ziemlich schwer! Sie argumentieren zwar messerscharf logisch, aber die Schlüsse im Text sind oft sehr dicht.

Zum Glück (ja: wieder Glück!) haben Sie in den Anmerkungen die wichtigsten Syllogismen in deutsch und/oder lateinisch nochmals dargelegt.

Immerhin bin ich dankbar, dass ich Ihren Vernunftschlüssen immer folgen konnte, wenn es auch manchmal ein wenig dauerte.

Was ich aber sagen wollte: was Sie in das Lehrgespräch mit Jung-Stilling aufgenommen haben, ist sprachlich und gedanklich wirklich spitzenmässig. An keiner einzigen Stelle kamen mir Bedenken auf. Aber (verzeihen Sie die Offenheit) kaum einer auch der Lehrstuhlinhaber wird das gedanklich nachvollziehen können.
Kommentar: Profoud thinking has always been difficult. This fact was already emphasised by Aristote in the introduction of his Elementa Logices.

1426 » Barthianer aus SH

In "Kirche als Kontrastgesellschaft" schreiben Sie, daß Karl Barth ein typischer Kantianer sei.

Ja: das ist richtig, insoweit es die Feststellung anbelangt, daß die menschliche Vernunft Gott nicht erkennen kann.

Karl Barth war eben christlicher Theologe, und nicht ein neo-aristotelischer Weisheitslehrer oder wie Johann Heinrich Jung-Stilling ein Kabbalist.

Und um das offen zu sagen: auch ich finde es vermessen, Schlußfolgerungen auf das Wesen Gottes aus der Atomphysik, Informatik oder Gastheorie abzuleiten.

Aber natürlich muß man auch Toleranz zeigen gegenüber anderen Meinungen.

1425 » Chemiker aus Hessen


@ Christoph

Wobei noch zu ergänzen wäre:

Glaube ++ u n d ++ Vernunft
Gottesglaube ++ u n d ++ Wissenschaft;

denn der Gott der Bibel ist auch der Schöpfer der Welt!
.

1424 » Christoph

@Landpfarrer

Das Gott der Herr auch verbohrt engstirnige Glaubensfeger, die nichts als ihre eigene Meinung als allgemein verbindliches Glaubensgerüst zulassen können, liebt, ist doch deutlicher Beweis seiner Güte, Sanftmut und Geduld.

Dass es daran bei vielen Theologen gewaltig hapert, hat sich schon viel tausendfach traurig erwiesen.

Trotzdem dürfen auch diese hoffen.
.

1423 » Landpfarrer aus Niedersachsen

Ich melde mich hier auch nochmals zu Wort.
Zuletzt hatte ich das vor über zwei Jahren, am 20. November 2015, getan.
Neues sagen will ich nicht, aber meine Einschätzung wiederholen.

Einige hier scheinen die Tendenz der sog. "nachtodlichen Belehrungen" nicht zu durchschauen.

In "Bibelchristen" kommt dies unzweideutig zum Ausdruck. Hier sagt der angeblich mit dem Verfasser "Haltaus Unverzagt" (!!!) redende Jung-Stilling aus dem Jenseits, daß Gott unser Herr die bibeltreuen Christen genau so lieben würde wie die Pilger zu irgend einer Schwindelgrotte oder die Logenbrüder.

Ist der Groschen gefallen, liebe Schönredner und Beifallspender der "nachtodlichen Belehrungen"?

Und was mich wundert: selbst in Kreisen, bei denen man das gar nicht erwarten würde, beschäftigen sich mit diesen dem frommen Jung-Stilling unterschobenen "nachtodlichen Belehrungen".
Als ob es nichts Besseres gäbe!
Kommentar: 
Please note, dear country parson: the "pious man" Jung-Stilling was not only a Bible-believer but also a numerologist, a cabbalist and a brother mason. Above all he was no narrow-minded fanatic and averse to all forms of bigotry. ~~~ And to repeat it once again: nobody is obliged to take note of the "after-death messages". They are an offer without obligation.


1422 » Christoph
https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrregeln_von_Dordrecht

In den Lehrregeln von Dordrecht wird zuerst positiv der reformatorische Glaube dargelegt.
Nach jeder Auslegung folgt eine Zusammenfassung der Irrtümer, die die Synode verwirft.
Vereinfacht sieht die Aussage der Lehrregeln von Dordrecht so aus:

Die totale Verlorenheit jedes Menschen.
Gott der Vater wählt aus, wen er erlöst, und wen nicht.
Gott der Sohn (Christus) ist der Erlöser seiner Kinder, nicht aber der anderen Menschen.
Gott der Heilige Geist wird die Auserwählten sicher erlösen.
Die Kinder Gottes können (durch den Glauben) ihrer Erlösung sicher gewiss sein.
------------------------------------------------------------ -
Erinnert stark an die Zeugen Jehovas.
Es gibt schon seltsame Ansichten die Erkenntnis Gottes betreffend.
Jede Gruppe kocht halt ihr eigenes Süppchen, das muss Gott auch recht sein!

1421 » Fachleiter ev. Religion aus Hessen

Was heißt Erbsünde?
..............................

Kompliment: sprachlich hervorragend, gedanklich attraktiv.

Theologisch: aufklärerisch-freimaurerisch.
Wie eben heute üblich!
Dem reformierten Glaubensverständnis nach der Dordrechter Synode fundamental entgegen.




1420 » Christoph

@Annemarie Strecker

Wenn man „heilige Schriften“ stur unter Hinweglassung der auch den Menschen von Gott geschenkten Vernunft liest, dann entstehen erfahrungsgemäß oftmals ungut verzerrte Schlüsse über das Wesen Gottes. Rechthaberisch unduldsam sektiererische Glaubensenge bietet leider im Laufe der Zeiten zahlreiche negative Beispiele dafür.
Der Kern und das Wesen Gottes erschließt sich überdeutlich aus Worten & Lehre Jesu. Den haben schon viele Menschen ohne sonderliches Bibellesen, dafür aber mit geistiger Wachheit in sich gefunden.

Anmaßend absurd ist es die verschiedenen Wege der Gotterkenntnis eng rigide einzig allein auf das reformatorische "sola scriptura" festnageln zu wollen. Das verkennt und schmäht die unendlich vielfältigen Möglichkeiten und Wege Gottes den Menschen zu SEINEM Heil zu führen.

.

1419 » Annemarie Strecker aus NRW
Nochmals zu "Bibelchristen"

Ich finde es geradezu absurd, wenn in dieser sog. "nachtodlichen Belehrung" gesagt wird, Gott der Herr sei auch aus der Gastheorie und Biochemie zu erkennen.

Einziger Aufschluß über Gottes Wesen vermittelt uns die Bibel.

Alles andere sind anmaßliche menschliche Irrwege.
Es gilt das reformatorische "sola scriptura".
Kommentar: There is no mention whatsoever in the Bible that the Holy Scriptures are the only way to the knowledge of God. Reasonable thinking as well could attain this goal.

1418 » Birgit Buchmann aus Bayern

Ich melde mich hier nochmals zu Wort.

Ob es neben unserem Weltall noch andere von Gott geschaffene Universen gilt, ist in erster Linie eine Frage der Astrophysik. Mit Theologie hat das meines Erachtens recht wenig zu tun.

> Uns Menschen wurde die vergleichsweise winzige Erde von Gott zugewiesen, und auf ihr sollen wir nach seinem Willen in Frieden miteinander leben. <

Wenn ich das recht verstanden habe, bringt das ja auch die nachtodliche Botschaft von Jung-Stilling letztlich zum Ausdruck.
.

1417 » Edu

.
Ik ben tevreden over de Nederlandse editie van Jung-Stilling: een schets van zijn leven.
Veel groeten uit Pruisen.
.
Kommentar: The Dutch translation of the biography of Jung-Stilling will be published in springtime 2018, if everything goes well.

1416 » Elmar Schlottmann aus Hessen


Zu "Wie entstand das Weltall?"
.
Bei den Jung-Stilling in den Mund gelegten Lehren zur Philosophie bringen Sie durchaus Gescheites zur biblischen Schöpfungsgeschichte. Das ist einleuchtend.

Aber völlig daneben geht es doch, die in keiner Weise biblisch begründbare Annahme anderer Universen neben unserem Weltall als möglich hingestellt wird. Die Annahme eines "Multiversums" ist reine Spekulation!

Und selbst wenn: wie wäre das Multiversum entstanden? Gab es einen “Multiknall” und wenn ja: Was war davor? Die Frage verlagert sich nur, ohne beantwortet zu werden.

Und noch etwas dazu. Wie kann man von "vor" reden, da es noch keine Zeit gab? Wie kann man das "Voruniversum" beschreiben, da noch kein Raum existierte?

Ich finde es eigenartig, daß Sie den biblischen Schöpfungsbericht unbedingt hinterfragen müssen.
.
Kommentar: Just as an aside the pre-universes or parallel universes are mentioned. ~~~ To discuss deeper such a difficult subject is not the purpose of this guestbook. ~~~ Besides, you can not find a single instance that the biblical creation report ist questioned in the text of Tubrav Immergern.

1415 » Gerrit Smed aus Hannover

@ Herrn Arndt Kellermann

Genau das ist ja das Problem, das die "Bibelchristen" außerhalb ihrer Zirkel unglaubwürdig macht.

Diese lieben Mitchristen glauben, sie stünden "treu" zur Botschaft der Schrift. Das heißt bei ihnen, daß sie jeder Aussage die Qualität als "Wort Gottes" beilegen.

Damit übersehen den Sinn, den Zusammenhang, das große Ganze der überlieferten Schriften als ein Zeugnis vom Wirken Gottes --- und nicht das einzige!

Zurecht legt man Jung-Stilling als Wissenschaftler in den Mund:

........"Auch merkt euch wohl: nicht Schrift allein
........Darf Richtschnur unsres Glaubens sein!
........Erkenntnis über GOtt kann schenken
........Daneben folgerechtes Denken.
........Dass Ordnung, Gleichmass, Eigenschaften,
........Die tief in GOttes Wesen haften,
........Erhellt sehr klar Gas-Theorie,
........Atomphysik, Biochemie...."
.

1414 » Olaf Nettersheimer aus Baden-Württemberg


Nur ein kurzes "Dankeschön!"
Auch ich konnte einiges den Angeboten entnehmen.
Wirklich in jeder Beziehung außergewöhnlich.
.

1413 » Arndt Kellermann aus NRW

Herrn Smed.
--------------
Ja: ich gebe Ihnen recht!
Immerhin jedoch bleibt bei "Bibelchristen" jedes kritische Hinterfragen verpönt.
Aber das wird ja auch in der Gesprächswiedergabe von Herrn Haltaus Unverzagt ausgeführt.
.

1412 » Gerrit Smed aus Hannover

@ Herrn Arndt Kellermann

Daß die Bibel als "papierener Papst" betrachtet und über dem "sola scriptura" ihre Botschaft hintangesetzt wird, kommt zwar sicher in einigen Kreisen vor.

Aber es ist wohl eher die seltene Ausnahme.
Das sollte doch gesagt werden.

1411 » Arndt Kellermann aus NRW

Kurz gesagt:

den meisten "Bibeltreuen" ist die Bibel wichtiger als die in ihr enthaltene Botschaft!

1410 » Gerrit Smed aus Hannover


Vor genau zwei Jahren hatte ich mich schon einmal in dieses Gästebuch eingetragen und meine Bewunderung in Bezug auf die hier ja viel gescholtenen „nachtodlichen Belehrungen“ zum Ausdruck gebracht.

Heute nun möchte ich aus gegebenem Anlaß meine Anerkennung ausdrücklich wiederholen.

Der Grund dafür ist eine wirklich schäbige Kritik der theologisch und sprachlich hervorragenden Abhandlung „Bibelchristen“, die mir aus einem Forum zugespielt wurde.

Lassen Sie sich nicht von solcher Kleingeisterei beirren!
Was dort in Ihrem Text und in den Erläuterungen vorgetragen wird, ist in jeder (ich wiederhole: in jeder!) Hinsicht richtig, begründet und passend.
.

1409 » Pfarrer H. aus Westfalen

Guten Tag nach Siegen!

Ein Amtskollege machte mich dieser Tage auf die "nachtodlichen Belehrungen" aufmerksam, die Sie im Internet zum Herunterladen anbieten.

Gestern nun fand ich Zeit, mir einige dieser gereimten "Jenseitsbotschaften" anzusehen. Jung-Stilling war mir noch aus meiner Studienzeit ein Begriff.

Mein Beurteilungsvermögen beschränkt sich auf die Belehrungen zur Theologie, deren ja aus allen Zweigen unserer Disziplin eingestellt sind.

Nur kurz dazu: alle Achtung! Wirklich originell und doch wissenschaftlich in jedem Fall auf der Höhe der Zeit, was ja schon die Literaturhinweise im Anmerkungsteil verraten. Sicher im großen und ganzen tiefer begründend als Jung-Stilling.

Danke! Ich konnte mir einiges Wichtige für die Predigt und Katechese herausnehmen.

1408 » N.P. aus Hansestadt Bremen
Wann bringt Ihr das über den Verkerhswahn raus?
Wurde doch schon angekündigt!
'
Kommentar: Arrangements for financing of this publication have not yet been completed.
>> Please draw your attention to entry № 1403.


1407 » M. Indlekofer aus Österreich

Danke für die Nachtodbelehrungen des Jung-Stilling.
Immerhin in allem vernünftig und kein sybillinisches Gemunkel wie bei katholischen Maria-Erscheinungen.
In manchen Dingen auch höchst amüsant!

1406 » Martin H. aus Nordbayern

Finde ich auch!
Die Leute sollten sich doch mal über den Dreck in den öffentlich-rechtlichen Anstalten aufregen und dorthin mal einen Beschwerdebrief schicken.
Jedenfalls kann ich von mir sagen, daß ich von den Jung-Stilling-Botschaften angetan bin, wenn mir auch manches nicht in meine Meinung paßt.
.
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