Gästebuch zu Jung-Stilling
1.723 Einträge im Gästebuch
1745 Thekla Erzmann
Sehr geehrte Frau Schefer!

Aufgrund Ihres Eintrgas habe ich mir die "nachtodliche Belehrung" mit dem Titel "Reiner Glaube" noch einmal aufmerksam durchgelesen.

Nirgendwo kann ich hier auch nur im geringsten eine Annäherung an "üble Nachrede" erkennen, wie Sie es empfinden.

Vielmehr scheint mir der Text aus der Sorge um die "Marianisierung" (diesen Ausdruck entnehme ich Ihrem Eintrag; im "Reinen Glauben" fand ich ihn nicht) unserer Kirche geschrieben zu sein.

Es muß doch auch Sie bedenklich stimmen, wenn in einer Pfarre, bei der um die 40 Personen am sonntäglichen Gottesdienst teilnehmen, ein mit 58 Personen vollbesetzter Bus nach Medjugorje fährt, um dort einer Gospa von Medjugorje zu huldigen.

Niemand leugnet die Verehrungswürdigkeit Mariens.

Aber die ganzen "Erscheinungen" und (sprachlich wie inhaltlich kümmerlichen) "Botschaften" samt den "schrecklichen Geheimnissen" haben doch nun wirklich nichts mit dem frohmachenden Glauben an unseren Herren Jesus Christus zu tun, wie diesen unsere Kirche verkündet.

Unser Herr ist uns im Sakrament und in der versammelten Gemeinde immer nahe, und wir dürfen ihn immer, überall und jederzeit im Gebet anrufen.

Da bedarf es doch nun wahrlich keiner Mittlerin.

Ihnen erneut viele Grüsse und Segenswünsche,

Thekla Erzmann.
1746 Hermine Schefer
Sehr geehrte Frau Erzmann,

ich war in Urlaub und sehe heute erst Ihre Antwort auf meine Bedenken im Eintrag vom 17. August.

Inzwischen wird die die Katholische Kirche der "Marianisierung" bezichtigende angebliche Nachtodbelehrung "Reiner Glaube" auch in anderen Foren als selbstgerechte Bosheit entlarvt.

Was da dem Engel Siona in den Mund gelegt wird, ist hart an der Grenze der üblen Nachrede.

Jedenfalls ist Ihre Sicht der Dinge nicht die meine und auch nicht der überwiegenden Mehrheit der katholischen Christen.
1747 Regula Kaser
Salü!

Mich wundert es, dass viele Begegnungen mit Jung-Stilling hier bei uns in der Schweiz stattfinden, so in BS, SH, Stein am Rhein, Winterthur, ZH, BE, Berner Oberland, Lausanne, Genf und anderen Orten.

Hat das einen tieferen Grund?

Tschau, Regula.
1748 Norbert Wachter
Sehr geehrter Herr Christoph!

Ich hatte mich am 23. August schon einmal hier zu Wort gemeldet und tue das heute wieder, um Ihnen

~~~~~vielmals zu danken~~~~~

für Ihre Antwort an Herrn Leiser.
In allem und jedem stimme ich Ihnen voll zu!

Es ist beschämend, daß sich in unserem protestantischen Lager solche engen Sichtweisen halten konnten.
1749 Christoph
Sehr geehrter Herr Leiser!
Es gibt sicherlich eine atheistisch zersetzende Bibelkritik die darauf ausgerichtet ist dem christlichen Glauben insgesamt zu schaden. Allerdings kann ich nicht erkennen warum eine seriöse Bibelforschung Glaubens schädigend ist und ihre Ergebnisse nicht publik machen sollte. Wenn Sie der Meinung sind die heilige Schrift sei eine irrtumslose Verbalinspiration Gottes, so möchte ich sie nicht davon abhalten dies weiterhin zu glauben. Besonders dann, wenn dadurch ihr Glaubensfundament erschüttert werden könnte. Je mehr allerdings der Weg, die Wahrheit und das Leben (Jesus Christus) im menschlichen Herzen integriert sind, desto weniger können biblische Widersprüche, die ja nicht zu leugnen sind Christen irritieren. Blinder Glaube dagegen, der sich nur an die äußere Hülle des Buchstabens klammert besitzt meist ein nur schwaches Fundament und muss sich häufig durch Besserwissereien bestätigen.
Für Christen ist Jesus Christus das "Wort Gottes" in diese Welt hinein, wovon die Schrift nur Zeugnis gibt - und auf diese Weise an seiner Geltung teilhat. Das verstehe ich unter echter Bibeltreue welche nicht ins Extrem geht! Im übrigen sehe ich das überlieferte Bibelgeschehen mehr als gleichnishafte Entsprechung deren Realität eher im geistigen als materiellen verstanden werden will ohne etwa die Wunder Jesu irgend zu bezweifeln.
Anders wie etwa wie beim Koran, der den Wortlaut der koranischen Sätze als absolute Verbalinspiration Gottes versteht und jede Kritik daran grausam ahndet.

Hier einige Beispiele angeführt, die zur Genüge beweisen, dass das Evangelium nicht auf irrtumsloser Verbalinspiration durch den Heiligen Geist beruhen kann.
Der Todestag Jesu wird von den Synoptikern (Matthäus, Markus, Lukas) einerseits und von Johannes andererseits verschieden angegeben. Die Synoptiker berichten, dass Jesus an einem Samstag gekreuzigt worden sei, was ganz undenkbar ist, da dieser Tag auf einen hohen Feiertag fiel. Nach Angaben des Johannesevangeliums starb Jesus an einem Freitag.
Bezüglich der Tageszeit der Kreuzigung heißt es bei Markus {mk.15,25}: "Es war die dritte Stunde (9 Uhr), als sie ihn kreuzigten." Nach Angaben des Zeugen Johannes {joh.19,14} fand die Verurteilung Jesu durch Pilatus aber erst um die sechste Stunde (12 Uhr) statt.
Die Zeitangaben über den Aufbruch der Frauen zum Grab am Ostertag sind ebenfalls völlig widersprachlich. Johannes schreibt: "Als es noch dunkel war" {joh.20,01; Markus dagegen: "Als die Sonne aufgegangen war" {mk.16,02}.
Nach Matthäus sahen die Frauen einen Engel auf dem weggewälzten Stein vor dem Grab sitzen {mt.28,22}. Markus berichtet, dass die Frauen den Engel erst im Innern des Grabes sahen {mk.16,05}.
Aus den Aufzeichnungen des Lukas ist zu schließen, dass Jesus während seiner Lehrtätigkeit nur einmal in Jerusalem war, während er nach dem Johannesevangelium - in im Laufe von drei Jahren mehrfach dort war.
Matthäus {mt.27,44} und Markus {mk.15,32} berichten, die beiden Mitgekreuzigten hätten Jesus geschmäht. Lukas sagt das Gegenteil. Nur einer habe Jesus gelästert, was der andere ihm verwies.
Nach Lukas {lk.24,50-51} fand die Himmelfahrt Jesu bei Bethanien statt, laut der Apostelgeschichte {apg.01,11-12} auf dem Ölberg bei Jerusalem.

Im übrigen ist von unserem Erlöser Jesus Christus nicht bekannt, dass er persönlich für die Nachwelt irgendetwas schriftliches verfasst hätte.
Trotzdem ist Sein Geist bei allen Menschen die in Gebet und Vertrauen auf ihn hoffen, ob diese nun die Bibel auswendig kennen oder vielleicht nie darinnen gelesen haben.
1750 Oskar Leiser
Sehr geehrter Herr Christoph!

In den "nachtodlichen Belehrungen" wird doch

^^die Verfasserschaft^^

neutestamentlicher Schriften in Frage gestellt!

Ich habe ja ein Zitat aus den Anmerkungen zu "Bibelchristen" hier eingestellt.

Es wird hier in Bezug auf das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte von "Verfasser bzw. Redaktor" gesprochen.

Auch wird geleugnet, daß das Johannesevangelium und die Geheime Offenbarung von Johannes stammen. Ja es wird sogar gesagt, daß nicht der Apostel Johannes der Verfasser des Johannesevangeliums ei, sondern ein sog. "Ältester Johannes" und seine Schüler.

Das ist knüppeldick das, was die zersetzende Bibelkritik an "Erkenntnbissen" vebreitet und die Gemeinden damit verunsichert.
1751 Christoph
Warum wohl?

Der Grund dafür dürfte wohl darin liegen dass die unterschiedlichen Schriftauslegungen einer bestimmten Sorte von Bibelchristen dem gesunden Menschenverstand einfach widersprechen.
Verstand und Glauben müssen sich nicht ausschließen wie leider häufig bei solcher Art Mitchristen sichtbarwird. Eigentlich ist diese Problematik in dem Poem "Bibelchristen" ausreichend klar und deutlich beschrieben. Deutelung und Verzerrung Christlicher Glaubensinhalte sind eher da zu finden wo rigides Sola Scriptura Streitereien unter sektiererischen Splittergruppen verursacht die sich untereinander nicht grün sind aber alle die einzig "wahre Bibelauslegung" besitzen.
In Wikipedia liest man:
"Ab dem 5. Jahrhundert riet man den Laien, nicht alle Bücher der Bibel ohne Unterschied zu lesen, sondern vor allem das Neue Testament, da das Alte Testament leichter missverstanden werden könne."

Die Reformation hat wie man sieht solche Missverständnisse nicht ausräumen können.
1752 Oskar Leiser
Die angeblichen "nachtodlichen Belehrungen" von Jung-Stilling sind sicher originell: das sei unbestritten.

Aber daß hier das Wort GOttes gedeutelt und verzerrt wird, sollte doch auch klar gesehen werden!

Die doch eindeutige Verfasserschaft auch neutestamentlicher Schriften wird bestritten.

Mit den altbekannten Behauptungen von "Assoziationskomplexen" und und "Akkulturation" wird der Leser verunsichert.

Bei "Bibelchristen" liest man:

"Das Evangelium des Johannes, die drei Johannesbriefe und die Offenbarung des Johannes (Apokalypse) weisen zwar sprachliche Ähnlichkeiten auf. Sie sind einander dennoch nicht verwandt genug, um sie deutlich ein und demselben Verfasser zuzuordnen. Was die Apostelgeschichte des Lukas betrifft, so gibt es durchaus stilistische Ähnlichkeiten zum Evangelium des Lukas. Der Verfasser bzw. der Redaktor beider Schriften dürfte wohl derselbe "in der Überlieferung des Lukas" sein."

Das zeugt von der Respektlosigkeit des Verfassers der "nachtodlichen Belehrungen" gegenüber den Wort GOttes.

Mit Verwunderung muß man feststellen, daß ausgerechnet diesen Johann Heinrich Jung-Stilling in Gesprächen in den Mund gelegten "nachtodlichen Belehrungen" in weiten Kreisen große Aufmerksamkeit zuteil wird.

Warum wohl?
1753 Brunhild Farber
Grüß Gott!

Dem schließe ich mich vollinhaltlich an!

B.F.
1754 Sina Kratochvil
Sehr geehrter Herr Reim:

Ich bin katholische Österreicherin und über die "Pfarrer-Initiative" auf die Jung-Stilling-Botschaften hingewiesen worden.

Das, was Sie schrieben, wollte auch ich sagen! Aber Sie haben es besser zum Ausdruck gebracht.

Dankeschön und eine gesegnete Woche,
Sina.
1755 Christoph
@Simon Pedot

Ist schon erschreckend wie der Buchstabe den Geist tötet. Das Wort Freimaurer scheint besonders bei den evangelikalen "Bibelchristen" Pawlowreflexe verstärkt auszulösen die eine objektive Betrachtung biblisch geistiger Realitäten unmöglich macht.
Mir scheint die Beschädigung der christlichen Religion durch verbissen verquere geistlose Bibelauslegung eine der schlimmsten Giftpflanzen innert des Christentum zu sein.

Aber scheinbar finden gewisse Bibelchristen Genugtuung dabei die Frohbotschaft zur Drohbotschaft zu verkehren ( siehe http://www.evangelist.homepage.eu/).
Möge der Herrgott diesen "Glaubenshelden" mit höchstem Anspruch auf ausschließlich richtiges Bibelverständnis doch bitte einmal den Schleier vor den Augen gnädig entfernen.
1756 Simon Pedot
Guten Tag!

Ich finde es geradezu beängstigend, daß diese sog. "nachtodlichen Belehrungen" solche Beachtung und gar auch noch vielfachen Zuspruch finden.

Nach sorgfältiger Prüfung aller unter "Theologie" abgelegten "Botschaften" kann ich nur sagen, daß hier in jedem Falle freimaurerisches Gedankengut die Grundlage bildet, und biblische Wahrheiten nur das Beiwerk sind.

Jung-Stilling war ja nach Aufschrit der einzelnen "Jenseitsbotschaften" auch Freimaurer.

Diese "nachtodlichen Belehreungen" sind Giftplanzen für den christlichen Glauben!

Mit christlichem Gruß,
Simon Pedot.
1757 Marcel Toplek
Heyhoo!

Klasse Botschaften!
Die Namen der Leute, die das aufgeschrieben haben, sind einmalig und für sich schon ein Kunstwerk!
Das müssen schon Sauertöpfe sein, die das aufregt.
Nicht irremachen lassen!

Servus aus Österreich, Marcel.
1758 Beobachter
Ob jemand das glaubt oder nicht ist ziemlich sekundär. Aber wer nur einen etwas hellen Geist besitzt, anders als der ihrige sich hier bezeugt, kann zumindest gewinnbringend positiv darüber reflektieren. Dem unqualifizierten Kommentar nach scheinen Sie weder willens noch geistig dazu in der Lage zu sein. Intelligente Menschen bereichert es, den hartgesotten engstirnigen "Glaubensfeger" provoziert es eben.
Jedem das Seine.
1759 Holger Jaschik
So ein Quatsch!

Glaubt denn jemand ernsthaft daran daß Jungstilling das alles von sich gegeben hat?

"Nachtodliche" Belehrungen = eine einzige Ver...sche!

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