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Abrechnungstag und Valutatag (settlement date, value date)

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Abrechnungstag und Valutatag (settlement date, value date): Wenn nicht anders definiert auf dem Finanzmarkt der Zeitpunkt, zu dem ein vereinbartes Geschäft zahlungstechnisch abgewickelt wird. Üblicherweise ist dies der zweite Tag nach dem Abschlusstag.

Abschlusstag und Ausführungstag (deal day, trade day)

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Abschlusstag und Ausführungstag (deal day, trade day): Wenn nicht anders definiert auf dem Finanzmarkt der Zeitpunkt, zu dem ein Geschäft zwischen zwei Partnern vereinbart wurde (the date on which a transaction is agreed to by two business partners). – Siehe Abrechnungstag.

Börsenkompensations-Geschäft (cross trade, X-trade)

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Börsenkompensations-Geschäft (cross trade, X-trade): An der Börse eine Transaktion bei welcher der Kaufmakler (buy broker) und der Verkaufmakler (sell broker) –  1…dieselbe Person ist; es handelt sich also um zwei Aufträge, die durch denselben Makler gegeneinander ausgeführt werden oder –  2…beide demselben Unternehmen angehören. Entsprechende Geschäfte werden also nicht auf dem üblichen Handelsweg (usual trading practice) der Börse getätigt (a transaction where either the buy broker and the sell broker are the same, or the buy broker and the sell broker belong to the same firm).

Zombie (zombi[e])

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Zombie (zombi[e]): Wenn nicht anders definiert ein Unternehmen, das am Markt tätig ist, obwohl es sich aus verschiedenen Gründen nahe der Zahlungsunfähigkeit befindet (a company that continues operation despite the fact that it lies in wait for closure, is insolvent or on the verge of running in bankruptcy). – Zombie = hier: ein zum Leben erweckter Toter (living dead), ein Totengeist, ein Monster. – Siehe Zombibank.

Ausschüttungs-Sperre (payout block)

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Ausschüttungs-Sperre (payout block): Wenn nicht anders definiert die Untersagung, dass Versicherungen an ihre Anteilseigner erzielte Gewinne verteilen. Ein solches Verbot wurde ins Auge gefasst, um angesichts eines Niedrigzins-Umfeldes (environment of low interest) und der damit für die Assekuranz verbundenen Nachteile die Risikotragfähigkeit der Branchezu stärken. – Eine derartige Massnahme würde dazu führen, dass Investitionen in Titel von Versicherungen im Vergleich zu anderen Anlagen ungünstig werden. Was die Versicherungen aufgrund der Ausschüttungs-Sperre an Vorteil gewännen, würde durch den Nachteil erkauft, dass die Aufnahme von Kapital für die Unternehmen dieser Branche erheblich teurer wird. – Siehe Diätrendite, Enteignung, kalte, Negativzins, Nullzins, Quantitative Easing, Renditejagd, Repression, finanzielle, Zinssatz, niedrig gehaltener, Zinsallokations-Funktion, Zinsanreiz, Zinssenkungs-Politik. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2014, S. 79 f. (Vor- und Nachteile einer Ausschüttungs-Sperre).

Gesundheitshausgaben (healthcare expenditure)

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Gesundheitshausgaben (healthcare expenditure): Wenn nicht anders definiert sämtliche Aufwendungen der Krankenkassen zur Heilung von Leiden körperlicher und psychischer Art. Im Jahr 2012 beliefen sich diese in Deutschland auf fast elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts und stellen damit einen ansehnlichen Posten im Finanzkreislauf (monetary circulation: the process of the continuous movement of money as a medium of exchange and payment) dar. Aufgrund der Alterung werden sich die Gesundheitsausgaben nach Berechnungen in Zukunft anhaltend erhöhen. – Siehe Demographieverfestigung, Krankengeld, Pflegeversicherung. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2014, S. 31 ff. (ausführliche Darstellung der Krankenversicherung im Finanzkreislauf; viele Übersichten; Vergleiche der Gesundheitsausgaben in ausgewählten Ländern; Vorausberechnungen; Literaturhinweise).

Notzeit-Anlagen (rainy day-assets)

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Notzeit-Anlagen (rainy day-assets): Allgemein alle Investitionen, die dann eine Wertsteigerung erfahren, wenn zu Zeiten hoher Unsicherheit andere Anlagegüter an Wert verlieren. – Siehe Anleihe, indexgebundene, Aufwertungsdruck, Euroflucht, Finanzinsel, Fluchtgeld, Geldheimat, Geld, heisses, Gnomen von Zürich, Hafen, sicherer, Safe Haven Flows, Spill-over-Effekt, Swap, inflationsindexierter. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2014, S. 19 f. (Definitionsfragen; empirisch fassbare Safe Haven-Transaktionen; Literaturhinweise).

EZB-Sitzungsrhythmus (ECB frequency of meetings)

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EZB-Sitzungsrhythmus (ECB frequency of meetings): Ab Januar 2015 tagt der EZB-Rat grundsätzlich alle sechs Wochen. Nicht die Geldpolitik betreffende Sitzungen werden weiterhin mindestens einmal im Monat abgehalten. Auch die Mindestreserve-Erfüllungsperiode wird diesem Rhythmus entsprechend auf sechs Wochen ausgedehnt. – Dass es sich bei der Veränderung des Sitzungsturnus (change of the meeting rhythm) um eine Angleichung an die US-Zentralbank handelt, wurde von der EZB öffentlich bestritten, von den meisten Finanzjournalisten indessen als höchst wahrscheinlich eingeschätzt.

Markt, digitaler (digital market)

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Markt, digitaler (digital market): Wenn nicht anders definiert die Möglichkeit, auf einer einheitlichen Rechtsebene (uniform level of rights) Käufe und Verkäufe samt Zahlungen in digitaler Form (able to generate, record, process, receive, or display information that is represented in discrete numerical) tätigen zu können. – Mitte 2014 zeigte sich in der EU noch ein Gewirr von achtundzwanzig verschiedenen juristischen Regelungen, im besonderen auch in Bezug auf wichtige Dinge wie Datenschutz, Haftung der Online-Vermittler und die Anerkennung elektronischer Verträge (legal recognition of electronic contracts, including electronic writing, electronic signatures and original information in electronic). Ein einheitlicher digitaler Markt in Europa würde das Bruttosozialprodukt der EU gesamthaft nach mehreren verlässlichen Berechnungen um etwa vier Prozent anwachsen lassen. – Siehe E-Geld.

Aktiva, illiquide (illiquid assets)

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Aktiva, illiquide (illiquid assets): Wenn nicht anders definiert, so meint man damit in der Bankpraxis (as a bank-specific term) die Ausleihungen eines Instituts gesamthaft. Durch Verbriefung vermag eine Bank diese Kredite zumindest teilweise (at least in part) in liquide Aktiva, also Zentralbankgeld, umzuwandeln. – Siehe Ausplazierung, Great Moderation, Credit Default Swap, Credit Linked Notes, Embedded-Value Verbriefung, Insurance-Linked Securities, Katastrophen-Anleihen, Kreditderivat, Kreditverbriefung, Portfolio-Versicherung, Risikominderungstechniken, erweiterte, Risikotransfer, Risikotransformation, bankliche, Risikoübernahme-Grundregel, Verbriefungsstruktur,