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Wertschöpfungsexport (export ratio of value added):

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Wertschöpfungsexport (export ratio of value added): Die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen, die wirklich, gänzlich im Inland hergestellt werden, also ohne Einrechnung der importierten Vorleistungen. Aus der zeitlichen Entwicklung dieser Grösse lassen sich unmittelbar Schlüsse über den Grad der internationalen Verflechtung einer Volkswirtschaft ableiten. Weil damit in jedem Fall auch Zahlungsströme betroffen sind, so beobachten die Zentralbanken die entsprechende Entwicklung. – Siehe Wertschöpfung. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Oktober 2014, S. 29 ff. (ausführliche Darstellung; Details zur Berechnung; Übersichten, auch Ländervergleiche und sektorale Aufgliederung; Literaturhinweise).

Verschörungstheorien (conspiracy theories)

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Verschwörungstheorien (conspiracy theories): Seit etwa 1990 in Zusammenhang mit der Verbreitung des Internets in sozialen Netzwerken und besonders auch in Finanzforen zunehmend ausgebreitete Behauptung, das Geschehen auf dem Finanzmarkt gesamthaft und/oder in einzelnen Bereichen werde vom geheimen Wirken einzelner Gruppen gesteuert. Verbunden ist damit zumeist auch die Auffassung, dass dieses verdeckte Handeln absichtlich und zielgerichtet zulasten der Menschheit bzw. bestimmter Staaten, Nationen, Völker oder Mitbürger gehe. Als Drahtzieher solcher Machenschaften werden gewöhnlich Freimaurer (freemasonry), Behörden des Vatikans (papal dicasteries), die Gnomen von Zürich und Finanzjuden (finance jews) benannt. In Suchmaschinen sind Hunderte entsprechender Plattformen weltweit verzeichnet, in denen gegen jede Vernunft und wider alle Erfahrung irrsinnige Mutmassungen angestellt und „bewiesen“ werden. In wohl keiner anderen Gattung von Internet-Foren dürfte sich soviel Dummheit, Unverstand und haarsträubender Wahnwitz offenbaren wie gerade in diesen Finanzforen. – Leider aber stossen mitunter auch einige Politiker vom linken und rechten Lager sowie gefeierte und mit Preisen geehrte Literaten (a special type of persons with which particularly the Teutonie was and is penalised abundantly) in dieses Horn. Ja selbst in achtbare Medien dringen mitun-ter verschwörungstheoretische Auffassungen durch. So wurde behauptet, eine Irland-Krise habe es gar nicht gegeben. Vielmehr sei von europäischen Institutionen Irland 2010 dem Ruin nahe gebracht worden. Dabei habe die EZB in Frankfurt eine üble Rolle gespielt. Die EZB veröffentlichte daraufhin Anfang November 2014 ihre Akten zur Irland-Krise. Diese belegen eindeutig und unzweifelhaft, dass Irland kurz vors dem Staatsbankrott stand, und dass die EZB Irland beispielgebend zur Seite stand. – Siehe Astro-Prognose, Bankist, Bankokratie, Blog, Erpressungspotential, Europhobie, Finanzasophie, Finanzdümmling, Finanzsodomit, Finanzterrorist, Geldblogger, Know-Nots, Oligarchie, Siderismus, Twitter.

Kopf-in-den-Sand-Verhalten (sunk cost-fallacy)

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Kopf-in-den-Sand-Verhalten (sunk cost-fallacy): In Bezug auf den Finanzmarkt ein Gebaren, bei dem an einem Engagement deshalb weiterhin festgehalten wird, weil schon zu viel Mittel dorthin geflossen sind, also versunkene, verlorene Kosten (sunk cost) entstanden sind. Die bereits getätigten Investitionen beeinflussen damit künftige Entscheidungen, und nicht selten wird dann gutes Geld dem schlechten Geld hinterhergeworfen. – Beim Treffen der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaft in Lindau am Bodensee im Jahr 2014 wurde dieses Verhalten in Bezug auf die EWU festgestellt. Ein Ausstieg aus der EWU sei kostspielig, ein Dabeibleiben aber auch: diese Kernaussage (core statement) wurde mit einsichtigen Beweisgründen untermauert. – Siehe Abgesang, Geldgrab, Geldverbrennung, Geldverprass, Millionengrab, Verlustfalle, Write-off.

Euro-Breakup-Index (so auch im Deutschen)

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Euro-Breakup-Index (so auch im Deutschen): Gegründet auf laufende Internet-Befragungen durch die Anlagegesellschaft Sentix in Frankfurt/Main wird erkundet, inwieweit die Auskunftspersonen ein Aufbrechen der EWU durch Ausscheiden eines Mitglieds erwarten. Daraus wird ein Index berechnet, aus dessen Änderungen im Zeitverlauf sich Rückschlüsse auf die Glaubwürdigkeit der Politik der EZB gewinnen lassen. – Vor allem im Umfeld der EZB schätzt man den Index als Unfug ein und verweist auf das angeblich fragwürdige Zustandekommen der abgegebenen Beurteilungen. Hingegen geniesst der Euro-Breakup-Index bei Finanzjournalisten und in weiten Kreisen der Finanzwelt ein hohes Mass an Vertrauen. – Siehe Animal Spirits, Behavioural Finance, Erwartungstheorie, neue, Finanzpsychologie, Furchtthese, Grundstimmung, Sentiment, Stimmungs-Indikatoren, Vertrauensblase, Vorhersagetauglichkeit, Vorlaufindikatoren, Vorschatten-Effekte.

Vertrauensblase (bubble in confidence)

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Vertrauensblase (bubble in confidence): Um 2013 aufgekommener Ausdruck mit Bezug zur EZB. Genauer will man damit zum Ausdruck bringen, dass die verschiedenen Hilfsprogramme der EZB für schwächelnde Mitgliedsländer der Eurozone nicht nur Zweifel an deren Dienlichkeit erwecken, sondern auch die Erwartung stärken, dass die EZB zu einer Bad Bank wird. – Siehe AIG-Deal, Angst, perverse, Anmassung, zentralbankliche, Bail-out, Bankenunion, Bazooka, Blame game, ClubMed, Defizit-Finanzierungsverbot, Demokratie-Defizit, Enteignung, kalte, Euro-Anleihen, gemeinsame, Europäische Währungsunion, Grundfehler, EZB-Sündenfall, Moral Hazard, Nuklearoption, Plan C, Quantitative Easing, Retterei, Siebenprozent-Grenze, Staatsschulden-Rückführung, Schuldendroge, Südfront, Transferunion, Umverteilung, zentralbankbewirkte, Unschärfe, konstruktive, Vertragstreue.

Defektur (invoice verification)

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Defektur (invoice verification): In älteren Dokumenten das Aufsuchen allfällige Fehler in Rechnungen und die Feststellung des richtigen Rechnungsbetrags. – Siehe Defekte.

Handelssystem, einer für alle manchmal auch 1:A-Plattform (one-to-all trading system)

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Handelssystem, einer für alle manchmal auch 1:A-Plattform (one-to-all trading system): Eine Plattform, in der Angebot und Nachfrage für Waren, Derivate oder andere Finanzinstrumente eingestellt werden. Der Betreiber der Plattform steht dabei als Gegenpartei für jedes Geschäft zur Verfügung (proprietary trading platform in which the platform operator posts bids and offers for commodities, derivatives, or other instruments and serves as a counterparty to every transaction executed on the board). – Siehe Handelssystem, multilaterales,

Ausführung automatische (automatic exercise)

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Ausführung automatische (automatic exercise): Bei einer Option eine Vertragsbestimmung, derzufolge diese abgewickelt werden muss, wenn sie am Verfalltag im Geld ist (a provision in an option contract stipulating that it will be exercised automatically on the expiration date if it is in-the-money). – Siehe Ausführung, vollständige, Call-Option, Erfüllung, Option, digitale, Parität, Position, schwache, Rohstoff-Terminvertrag.

Handelsoffenlegung (audit trial)

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Handelsoffenlegung (audit trial): An der Börse ein häufig in der Börsenordnung vorgeschriebener Bericht über die Einzelheiten der Ausführung eines Geschäftes (the record of trading information identifying, for example, the brokers taking part in each transaction, the firms clearing the trade, the terms and time or sequence of the trade, the order receipt and execution time, and other details). – Siehe Offenlegungspflichten.

Option, landwirtschaftliche Handelsgüter (agricultural trade option)

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Option, landwirtschaftliche Handelsgüter (agricultural trade option): Wenn nicht anders definiert Termingeschäfte in Agrarprodukten, die zwischen einzelnen Marktteilnehmern ausserhalb einer Warenbörse abgeschlossen werden (off-exchange options on agricultural commodities that are executed directly between commercial market participants for hedging or risk management purposes). – Siehe Agrarrohstoffe, Agribulk, Erdöl-Lebensmittel-Zusammenhang, Nahrungsmittel, Rohstoff-Fonds, Rohstoffpreisrisiko, Spekulation, Terminkontrakt, Vertretbarkeit, Waren-Terminkontrakt.