# Panikverkäufe (fire sales, panic selling)

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- Modified: 2022-10-15T09:14:21+00:00
- Language: de

## Definition

Auf dem Finanzmarkt ein plötzliches Überangebot – im engeren Sinne an Titeln, – im weiteren Sinne an Vermögenswerten überhaupt, weil sich die Verkäufer rasch Liquidität verschaffen müssen. - Die Ursachen für den Verkaufsdruck selbst sowie den dadurch ausgelösten Preisverfall können unterschiedlicher Art sein. So wurden ab Sommer 2007 in den USA in grösserem Umfang an Hausbesitzer niedriger Bonität (sub-prime addresses) locker gewährte Hypothekarkredite (covenant-light credits) notleidend. Weil diese Kredite sich verbrieft im Portfolio vieler Institute weltweit befanden, so stiessen Banken diese Verbriefungspapiere ab. Sie mussten dadurch zwar Verluste hinnehmen, setzten so aber zumindest äusserst knappes Eigenkapital frei. - Nach Ausweis der Finanzgeschichte kommt es auch im Gefolge des Platzens jeder Blase zu Panikverkäufen. Die Banken drängen nämlich jetzt zur Glattstellung der aus kreditfinanzierten Engagements entstandenen Schulden. Vor allem Kapitalverwaltungsgesellschaften, aber auch weltweit sehr viele Kleinanleger, werden damit gezwungen, sich eilends von Vermögenswerten zu trennen. Dies löst einen starken Verkaufsdruck und sinkende Kurse über mehrere Marktsegmente aus. – Siehe Abgabepanik, Aktienblase, Ansteckungswirkungen, Baisse, Blase, spekulative, Crash, Deflation, schlechte, Dominostein-Effekt, Dotcom-Blase, Erstraten-Verzugsklausel, Euphoriephase, Finanzmarkt- Stress, Headline-Hysterie, Jingle-Mail, Jojo-Aktie, Kredit, regressloser, KreditkartenFiasko, Krisenversicherungspapiere, handelbare, Kurssturz, Liquiditätskrisenplan, Mark-to- Model-Ansatz, Murphy's Gesetz, Ninja-Loans, Outside-Aktionär, Overtrading, Panik, PayGreen-Initiative, Prozyklizität, Rush to exit, Schock, externer, Schocks, strukturelle, Sell Out, Stress-Test, Subprime-Krise, Szenarien, aussergewöhnliche, Terror-Schocks, Überkonsum, Vertrauens-Hypertrophie, Volatilität, Zitronenhandel. – Vgl. zur Subprime-Krise im Sommer 2007 den Monatsbericht der EZB vom September 2007, S. 33 ff. (ausführliche Darlegung auch der Massnahmen der EZB), Monatsbericht der EZB vom November 2007, S. 18 ff. (Auswirkung der Subprime-Krise auf die einzelnen Sektoren des Finanzmarktes). Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden! Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec. Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol. E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/ https://www.gerhardmerk.de/

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