# Gini-Koeffizient (Gini index)

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- Modified: 2022-10-15T09:13:49+00:00
- Language: de

## Definition

Häufig verwendete Methode bei der Berechnung des Adressenausfall-Risikos. Diese Kennzahl ist allgemein ein statistisches Mass für Verteilungsgleichheit einer Masse, entwickelt von dem italienischen Statistiker Corrado Gini, 18841965. Der Wert kann beliebige Grössen zwischen null und eins - bzw. null und einhundert Prozent - annehmen. Je mehr sich der Gini-Koeffizient an eins bewegt, desto grösser ist die Ungleichmässigkeit der zugrundegelegten statistischen Masse. - Als Konzentrationsindex (measure for the degree of concentration) verwendet, zeigt der Gini-Koeffizient die Abweichung einer Verteilung der Forderungshöhe von der Gleichverteilung. Ein Wert nahe null entspräche einem gleichartigen Portfolio. - Allerdings bleibt dabei die Grösse des Portfolios unberücksichtigt. Ein Portfolio mit wenigen, aber gleich grossen Darlehn würde einen kleineren Koeffizienten aufweisen als ein besser diversifiziertes grösseres Portfolio, das unterschiedliche hohe Forderungen enthält. Entsprechend würde der Gini-Koeffizient ansteigen, wenn ein relativ kleines Darlehen eines weiteren Darlehnnehmers zusätzlich in das Portfolio aufgenommen wird, obgleich dadurch die Konzentration ja sinkt. – Siehe Granularität, Herfindahl-Hirschman-Index. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2006, S. 40 f. (ausführliche Darstellung und Kritik). Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden! Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec. Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol. E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/ https://www.gerhardmerk.de/

## Machine-readable

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