# Wie entstand das Weltall?

- Canonical URL: https://www.gerhardmerk.de/wie-entstand-das-weltall
- Post ID: 573997
- Modified: 2023-06-27T10:11:07+00:00
- Language: de

## Definition

WIE ENTSTAND DAS WELTALL? Diese sonderheitlich unter Naturwissenschaftlern und Theologen streitige Frage allermassen und mit vielerhand Einsichten zur Mehrung des Wissens gelegentlich einer nachtodlichen Begegnung beantwortet durch den hochgelehrten, ehrenfesten, fürsichtigen und bis anhin unvergessenen Herrn Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817), der Weltweisheit und Arzneikunde Doktor, seit 1785 Kurpfälzischer, durch Rechtsübergang ab 1803 Badischer Hofrat, lebzeitig bis 1803 Professor für ökonomische Wissenschaften sowie Lehrbeauftragter für operative Augenheilkunde an der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg/Lahn; vorher bis 1787 Professor für angewandte Ökonomik – mit Einschluss der Veterinärmedizin – an der Universität zu Heidelberg und vordem seit 1778 in gleicher Bestellung an der Kameral Hohen Schule zu Kaiserslautern; weiland Gründungsmitglied der Geschlossenen Lesegesellschaft zu Elberfeld; dort auch seit 1772 Arzt für Allgemeinmedizin, Obstetrik, Ophthalmologie und seit 1775 behördlich bestellter Brunnenarzt sowie Lehrender in Physiologie; der Kurpfälzischen Ökonomischen Gesellschaft in Heidelberg, der Königlichen Sozietät der Wissenschaften in Frankfurt/oder, der Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft in Mannheim, der Gesellschaft des Ackerbaues und der Künste in Kassel, der Leipziger ökonomischen Sozietät sowie auch seit 1781 bis zum Verbot sämtlicher Geheimgesellschaften im kurpfälzisch-bayrischen Herrschaftsgebiet im Jahr 1784 der erlauchten Loge "Karl August zu den drei flammenden Herzen" Mitglied Dank zutätiger englischer Hilfe behörigermassen niedergeschrieben und später gemeinen Nutzens zu Gut auch ins World Wide Web gestellt, alle Leser dabei beständiger gÖttlicher Obhut wärmstens empfehlend von Tubrav Immergern Lichthausen, Grafschaft Leisenburg * ₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪ Markus-Gilde e. V., Siegen Copyright 2002, 2012 by Markus-Gilde., Siegen. Die gewerbliche Nutzung des Textes bedarf der schriftlichen Einwilligung des Copyright-Inhabers. info@jung-stilling-gesellschaft.de Jung-Stilling verdeutlicht die Schöpfung als Akt und als Prozess Contents 1 Mittägliche Pause an vertrauter Autobahn-Raststätte 2 Jung-Stilling und Engel Siona weilen hier 3 Hexaemeron: Tatsache oder Sinnbild? 4 Heilige Schrift ist Anleitung zum Heil, aber kein Lehrbuch der Naturwissenschaft 5 Abläufe der Natur sind mit Verstand durchdringbar und für die Gestaltung des menschlichen Lebens nutzbar 6 Nicht Erbschuld und Sündenfall, sondern GOttes Anderssein begrenzen den letzten Durchblick in die Schöpfung 7 Schöpfungsakt GOttes vollzieht sich irdisch gesehen durch die Zeiten 8 Entwicklung des Menschen und der Menschheit 9 Personalität eines jeden Menschen und Einzigkeit durch GOtt und vor GOtt sowie in seiner Beziehung zu GOtt 10 Individualität schon aus dem Körper erkennbar 11 Offensichtliche Verschiedenheit auch in den nichtkörperlichen Gegebenheiten 12 Individualität auch im Reich der Engel 13 Darlegungen zur Schöpfung reissen vieles nur kurz an und bedürfen des weiteren Nachdenkens 14 Text der nachtodlichen Belehrung wird überreicht; Jung-Stilling und Engel Siona entschwinden 15 Statt gebührenden Dankes löst die Botschaft bei vielen Abweisung und das schon bekannte Lästergespei aus 16 Anmerkungen, Hinweise und Quellen Mittägliche Pause an vertrauter Autobahn-Raststätte Fünf Stunden auf der Autobahn: Da ist man matt und abgetan. Drum fuhr ich einem Rastplatz zu, Damit ich dort ein wenig ruh'. Mir ist der Ort recht gut bekannt: Er liegt nah einem Waldesrand, Zum Teil mit Bäumen kühl beschattet, Mit Sportgeräten ausgestattet. Dort kann sogar man preiswert kaufen Bei Händlern, die in grossen Haufen Ihr Lager aufgeschlagen haben; Nicht bloss, um Hungrige zu laben: Auch Kleidung, Obst, selbst Strauch und Baum Packt hier man in den Kofferraum. Jetzt, da ich auf den Rastplatz fuhr, War kurz es grad vor dreizehn Uhr. Gut zwanzig Autos standen da; Doch schnell ich reichlich Sitzplatz sah Abseits an einem runden Tisch Versehn mit Sesseln malerisch: Aus Buchenholz sehr schön geschnitten, Ein Abfallkorb gefügt inmitten. Ich packte Obst und Joghurt aus, Die mitgebracht ich von zu Haus; Nahm Platz an dem besagten Ort, Sprach kurz des Danks an GOtt ein Wort Und ass vergnüglich meine Speise, Geniessend dabei gleicherweise Die gute Luft, den schönen Platz Wie auch die Weile ohne Hatz.   Jung-Stilling und Engel Siona weilen hier Als derart am Verzehr ich bin, Zum Nachbartisch just sehe hin, Erkenne klar ich sitzen da Jung-Stilling1 nebst Geist Siona!2 Verschmitzt schaut Stilling nun zu mir; Der Engel winkt, dass ich von hier An deren Tisch mich niederlasse; Ich daher meinen Platz verlasse. Jung-Stilling reichte mir die Hand, Die ich als drall und warm empfand. Auch Siona stand freundlich auf, Verbeugte artig sich darauf. "Herr Tubrav", fing nun Stilling an, "Ich fühle, dass ich helfen kann! Was tragt an Fragen ihr denn heut? Legt vor uns diese ungescheut!" –   Hexaemeron: Tatsache oder Sinnbild? "Herr Hofrat Jung! Nur eine Frage Ich diesmal auf dem Herzen habe: Hat sich tatsächlich in sechs Tagen Die Schöpfung damals zugetragen? Am Sonntag schwor der Prädikant,3 Es sei dies eiserner Bestand Des Christenglaubens nach Calvin, Weil klärlich biblische Doktrin. Wenn andre Meinung hierzu schölle, Dann träufle diese aus der Hölle!" –   Heilige Schrift ist Anleitung zum Heil, aber kein Lehrbuch der Naturwissenschaft (I) Jung-Stilling schüttelte sein Haupt, Dabei er laut naseinwärts schnaubt. (1) "Ach, wenn doch nur die Prädikanten Die Schrift in ihrem Sinn erkannten! Mein Stillings-Freund:4 es ist die Bibel Zur Aneignung des Heiles Fibel. Mitnichten will sie Lehrbuch sein, Wie GOtt das All schliesst in sich ein. Geschrieben steht an keiner Stelle, Dass dafür sie sei Wissens-Quelle!   Abläufe der Natur sind mit Verstand durchdringbar und für die Gestaltung des menschlichen Lebens nutzbar (2) Doch andrerseits ist es auch wahr: Erwiesen steht es klärlich dar, Dass ist korrekt, was ich bekunde In meinem Werk zur Geister=Kunde:5 Nur GOtt, der Schöpfer, kennt allein Der Schöpfung Richtung, Sinn und Sein! (a) Nun darf dies nicht missdeutet werden, Als ob die Dinge ganz entbehrten Der Logik, der Erfassbarkeit: Es machte Chaos gar sich breit! (aa) Das Letztre deshalb falsch schon ist, Weil Wissenschaften – wie ihr wisst – Sehr wohl durch Einblick sehen klar: Natur zeigt sich als Ordnung dar! (ab) Aus der Erkenntnis ja gedieh Die Technik, der den Schub verlieh Entdeckung der Natur=Gesetze, Gefasst in anerkannte Sätze. Der Nutzen und die Wirksamkeit, Den ein Computer jetzt verleiht Den Menschen in der Produktion Ist abgeleitet – ist Funktion – Des Forschens, Tastens der Natur: Und doch ein kleiner Ausschnitt nur! Aus alldem scheint es völlig irr, Wenn nennt die Schöpfung man Gewirr!   Nicht Erbschuld und Sündenfall, sondern GOttes Anderssein begrenzen den letzten Durchblick in die Schöpfung (b) So falsch wie solche Sinn-Verneinung Ist irrig eine andre Meinung. Hier wird gesagt: durch Sündenfall Verlor sich Durchblick in das All. (ba) So ist es nicht! Der Mensch kann nie Begreifen ganz, was GOtt gedieh. Das heisst: in sich verstehbar ist, Was sich aus GOttes Hand bemisst. Nur kann kein Mensch – und selbst kein Geist – Erfassen je, was Schöpfung heisst, Weil GOtt der Schöpfer, wir Geschöpfe: Drum viel zu eng sind unsre Köpfe, Gedanken GOttes einzusehen, Geschweige denn, sie zu verstehen. (bb) Am Tag sieht man die Sterne nicht: Und doch verstrahlen sie ihr Licht! Von sich aus sind sie sichtbar zwar, Doch bieten sich dem Blick nicht dar. Nicht Erbschuld drum spielt hier hinein, Als vielmehr GOttes Anders-Sein!   Schöpfungsakt GOttes vollzieht sich irdisch gesehen durch die Zeiten (II) Genug davon! Zu eurer Frage Direkt ich mich zur Antwort wage: Es gibt bloss einen Schöpfungsakt, Und der vollzieht sich, stets im Takt, Bisher Milliarden Jahre lang Und ist noch immer jetzt im Gang! (1) Gekrümmte Schneckenlinie denkt, Die sich von breitem Untren renkt Nach oben dünner, und am Ende Zu einer Spitze dann sich fände. Ihr seht hier in Analogie,6 Wie Schöpfung ist und sich vollzieh. (a) Der breite Anfang der Spirale Euch zum Verständnis untermale Die Zeit, als Schöpfung einst begann, Aus der dann nach und nach entrann Die Form der Dinge, wie sie jetzt, Da ihr heut in die Welt versetzt. (b) Doch Schöpfung schreitet weiter fort! Nichts bleibt im So-Sein und am Ort, Wie ihr es findet heute vor: Verzweigend wachsen draus empor In abermals Milliarden Jahren An Neuem unzählbare Scharen. Aus dem, was da ist, keimen auf, Gepräge, Formen noch zu Hauf Die unsichtbar in es gebunden, Entfaltung doch noch nicht gefunden.7   Entwicklung des Menschen und der Menschheit (2) Zum Menschen nun! Er scheint am Ziel, Soweit der Körper ist im Spiel: Der schon seit tausend Tausendjahren Hat kein Änderung erfahren. (a) Indes steht Menschheit am Beginn Der Kenntnisnahme von dem Sinn, Den geistige Entwicklung nimmt: Zum Abschluss, der für sie bestimmt. Der Endpunkt dieses Fort-Schritts ist Ganz klar der GOttmensch JEsu CHrist! (b) Weil JEsus in die Erde trat, Ist dadurch licht geoffenbart, Dass ER die Spitze der Spirale: Der Menschheit Ende, ihr Finale. Er zieht mit wunderbarer Liebe Schon jeden jetzt aus dem Getriebe Der Erde innig zu sich hin. Vollendet ist im letzten Sinn, Wer SEinen Liebesruf erfahren: Ein Schritt zu ihm ersetzt an Jahren Millionen, welche Menschheit braucht, Bis ganz in IHn sie eingetaucht!   Personalität eines jeden Menschen und Einzigkeit durch GOtt und vor GOtt sowie in seiner Beziehung zu GOtt (III) Die Menschheit geistig sich entfaltet: Beschleunigt sie sich hingestaltet Zu einem neuen Ich-Bewusstsein, Das Eintracht, Gläubigkeit schliesst ein.8 (1) Wiewohl dies alles durchaus wahr, Ist andrerseits auch völlig klar, Dass jeder Mensch in Einzigkeit Besteht zu seiner Erdenzeit Und wird im Himmel als Person Erscheinen so vor GOttes Thron. (2) Kein Mensch ist daher blosshin Stück Von einem Ganzen; weist zurück Auf dieses als der Wesenheit, Die jedem Teil erst Sinn verleiht.9 Auch ist der Mensch auf keinen Fall Im Gang der Welt sowie im All Ein winzig kleines Bisschen nur: Bloss Zufall, Laune der Natur! Nein: jeder Mensch hat sich entrollt Von GOtt gerufen und gewollt, Durch IHn mit Würde drum versehen: In SEiner Gnade darf er stehen! (3) Verstand und freier Wille zeigen, Wie euch ein Teil von GOtt zu Eigen; Zurecht das Wort der Bibel gilt: Der Mensch ist GOttes Ebenbild.10 Drum ist bezogen auch der Sinn Des Menschen klar zum Schöpfer hin. Dass dies in Wirklichkeit so ist, Zeigt selbst ein jeder Atheist!   Individualität schon aus dem Körper erkennbar (4) Als Arzt noch auf der Erdenbahn,11 War tief ich davon angetan, Wie jeder Körper einmal nur: Kein Leib entspricht in der Figur Je einem andren im Gerippe, Selbst nicht bei Menschen gleicher Sippe! (a) Auch chemisch sind die Leiber nieden Ganz deutlich unter sich verschieden. Ja, Einzigkeit sogar besitzen Die Menschen in den Fingerspitzen, Im Klangbild ihrer Stimme auch Sowie in ihrem Atem-Hauch. Der Fingerabdruck, Stimmvergleich Legt offen klipp und klar sogleich Besonderheiten der Person In wenigen Sekunden schon. (b) Die Menschen sind selbst auch verschieden In Form und Aufbau der Iriden. Drum heut man ja Geräte baut, Die aus der Regenbogenhaut Ersehn, ob jemand ist ermächtigt, Zu gehn in einen Raum berechtigt. Selbst ein Computer lässt sich nicht Bedienen, wenn nicht ganz entspricht Die Iris jenem Musterbild, Zuvor modellhaft eingerillt. (c) Ich finde es höchst interessant, Dass nun die Iris ward erkannt Als Merkmal, das exakt verrät Die Individualität. Als Augenarzt sehr wohl gewahrt' ich, Wie divergent, wie ungleichartig Das Auge jeweils angelegt: Die Iris eigens ausgeprägt. Nur fiel mir einst im Traum nicht ein, Dass später es wird möglich sein, Zu bauen hier Spezial-Gerät, Das aufspürt so Identität.   Offensichtliche Verschiedenheit auch in den nichtkörperlichen Gegebenheiten (5) Doch nicht bloss Unterschied besteht Soweit es sich ums Äussre dreht! Auch Seelenleben, das Gemüt In jedem Menschen anders blüht: Gefühl, Geruch, Erinnerung Gedächtnis, Denken, Wahrnehmung, Begehren, Schmecken, Emotion, Die Fähigkeit zur Abstraktion, Empfindung für das wahre Schöne, Gehör des Klanges einzlner Töne; Entschlusskraft, Wille, Energie, Erfindungsgabe, Phantasie, Beständigkeit nebst Kraft im Wollen, Gespür für Dienst, für Pflicht, für Sollen, Die Gegenkraft zu jenen Trieben, Die mächtig uns nach unten schieben, Kurz: das, was man gemeinhin nennt Charakter, Prägung, Temperament. Es sei jetzt hier nicht aufgedeckt, Ob die Begriffe auch korrekt Vom Standpunkt heutger Wissenschaft: Nehmt diese hier bloss laienhaft!   Individualität auch im Reich der Engel (6) Weil grade jetzt wir sitzen da Mit meinem Schutzgeist Siona: Verschieden auch die Engel sind, Ein jeder sonders GOttes-Kind! (a) Normal sind diese ohne Leib, Bestimmt alleinig zum Verbleib Im Geisterreich, was ihr ja kennt Vom Text im Neuen Testament.12 (b) Doch kann es GOttes Wille sein, Dass schliesset auch ein Körper ein Den Engel, der von GOtt geschickt Hierher in irdischen Distrikt. Lernt mehr in einer Mussestunde Aus meinem Werk zur Geister=Kunde.13   Darlegungen zur Schöpfung reissen vieles nur kurz an und bedürfen des weiteren Nachdenkens (IV) Nun habe ich sehr viel geredet: Gesagt, euch mehr, denn ihr erflehtet. Denkt, wenn ihr Zeit habt, drüber nach: Bewahret gut, was ich heut sprach!" – "Herr Hofrat Jung! Ich danke ihnen, Dass sie mir wiederum erschienen Und lenkten heut mein Augenmerk Auf GOttes Plan im Schöpfungswerk. Bei ihren Worten taten ranken In mir erstaunliche Gedanken, Die brachten plötzlich Einsichts-Blitze, Mitunter gar schon eine Skizze Von dem, was der Entwicklung Sinn, Sowie vom Platz des Menschen drin. Doch war das alles ja so viel, Im Inhalt auch kein Pappenstiel, Dass ich von diesen Sachverhalten Kein Zehntel kann im Kopf behalten. Drum will ich herzlich bitten sie, Dass führen später sie Regie, Wenn dies Gespräch ich niederschreibe, Damit es im Gedächtnis bleibe Nicht bloss zu meinem Wohlgefallen: Auch dem der Stillings-Freunde allen." –   Text der nachtodlichen Belehrung wird überreicht; Jung-Stilling und Engel Siona entschwinden "Nun gut! Ich sehe dieses ein! Wir lassen euch hier nicht allein! Mein Engel gibt euch, was ich sprach, Ihr sollt verbreiten es danach!" Siona plötzlich hielt in Händen Ein Koffer voll mit Dokumenten. Gezielt griff er aus diesen Blättern Zehn Stück, beschrieben eng mit Lettern Des Typs Fraktur als Hand-Kurrent:14 Kaum jemand diese Schrift noch kennt. Ich sah kurz in den Text hinein: Da war auf einmal ich allein! Ich drehte um mich ohne Zweck: Untrüglich waren beide weg! Was hier man liest nun im Gedicht, Der Aufzeichnung genau entspricht, Die Siona mir kundgetan Am Rastplatz bei der Autobahn. Gedankt sei hierfür sehr dem Engel, Doch zeihe mich man aller Mängel Hier ist nun der Bericht komplett Als Text-Datei im Internet, Damit sich alle Stillings-Treuen An dieser Botschaft recht erfreuen.   Statt gebührenden Dankes löst die Botschaft bei vielen Abweisung und das schon bekannte Lästergespei aus Doch ach: wie ist die Welt verrückt! Man sagt nicht Dank, ist nicht beglückt, Dass Stillings Botschaft wird verbreitet: Dem Wahren so der Weg bereitet. Oh nein! Sie schreien: "Spiritismus, Gespenster-Wahnsinn, Okkultismus, Verzauberung, Nekromantie: Beschwörung Toter, Blasphemie, Verruchte Wortverdreherei, Dämonenhafte Zauberei, Geheimnisvolle Kabbalistik, Gefälschte, gleisnerische Mystik, Groteske Phantasmagorie, Verfälschung der Theologie; Chimäre, Aberwitz: ein Schmarren, Ersonnen wohl von einem Narren; Geschäker, Blödsinn, Unfug Possen, Aus einem wirren Kopf entflossen; Betörung, Blendwerk, Künstelei Verpackt in glatte Reimerei Nebst folgernden Gedankenfluss: So täuschend klugen Genius; Verdummung, Scharlatanerie, Ergüsse kranker Phantasie, Geflunker, Mache, Schwindel, Lug, Geschwätz, Geplapper, Bluff und Trug, Absurdes, närrisches Gedudel, Gebräu aus höllischem Gedudel; Ein Zeugnis von Besessenheit, Verhexung und Verlogenheit: Abscheuliche Provokation: Der Hölle Manifestation; Herr Tubrav ist ein Hexerisch: Verbreitet teuflisches Gezisch! Am besten ist, man wirft ins Feuer, Was dichtet dieses Ungeheuer; Dann schwindet dieser graue Dunst, Erzeugt von ihm durch Satanskunst!" Ihr Lieben: packt euch an der Nase: Entbindet euch von Zorn-Gerase Und denkt doch einmal nüchtern nach Zu allem, was hier Stilling sprach. Es wird dann Einsicht euch zuteil, Die wesentlich für euer Heil.   Anmerkungen, Hinweise und Quellen * Grafschaft Leisenburg = bei Jung-Stilling das ehemalige Fürstentum Nassau-Siegen (mit der Hauptstadt Siegen); –  durch Erbfolge ab 1743 Teil der Nassau-Oranischen Lande (mit Regierungssitz in Dillenburg, heute Stadt im Bundesland Hessen); –  im Zuge der territorialen Neuordnung Deutschlands durch den Wiener Kongress ab 1815 Bezirk in der preussischen Provinz Westfalen (mit der Provinzhauptstadt Münster); –  nach dem Zweiten Weltkrieg von 1946 an bis heute Bestandteil im Kreis Siegen-Wittgenstein des Regierungsbezirks Arnsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen in der Bundesrepublik Deutschland (mit der Landeshauptstadt Düsseldorf). Siehe Karl Friedrich Schenck: Statistik des vormaligen Fürstenthums Siegen. Siegen (Vorländer) 1820, Reprint Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1981 sowie Theodor Kraus: Das Siegerland. Ein Industriegebiet im Rheinischen Schiefergebirge, 2. Aufl. Bad Godesberg (Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung) 1969 (Standardwerk mit vielen Karten, Übersichten und Rückblenden auf den Entwicklungsverlauf; leider auch in der Zweitauflage ohne Register), siehe auch Anm. 12 in Bezug auf weitere Literatur. Lichthausen = bei Jung-Stilling die ehemalige selbständige, durch den Bergbau geprägte Gemeinde Littfeld im vormaligen Fürstentum Nassau-Siegen; seit 1. Januar 1969 Teil der Stadt Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein. Durchflossen wird der Ort von der rund 13 Kilometer langen Littfe, einem wasserreichen Zufluss in den rund 24 Kilometer langen Ferndorfbach, der seinerseits ein rechten Nebenfluss der Sieg ist und im Zentrum von Siegen-Weidenau in die Sieg mündet. – Der Name Littfeld leitet sich ab aus dem keltischen Wort "Let" für "Lehm". Die in vielen Gewässernamen der Gegend vorzufindende Endsilbe "-phe" ist die sprachlich abgeschliffene Form von "apha“ = der Bach. Aus Littfeld kam die Mutter Johanna Dorothea Fischer (1717-1742) von Jung-Stilling; dort wirkte auch sein Patenonkel Johann Heinrich Jung. Im wirtschaftsgeschichtlich in vieler Hinsicht bemerkenswerten Siegerland ist der hochintelligente und vielseitig begabte Jung-Stilling (siehe Anmerkung 1) geboren, herangewachsen und dort hat auch seine ersten beruflichen Erfahrungen als Köhlergehilfe, Schneider, Knopfmacher, Vermessungs-Assistent, Landarbeiter, Dorfschulmeister und Privatlehrer gesammelt. 1 Hofrat Johann Heinrich Jung-Stilling (1740–1817), der Weltweisheit und Arzneikunde Doktor. – Siehe zu seinem irdischen Lebenslauf kurz zusammenfassend Franz Götting in: Nassauische Lebensbilder, Bd. 4. Wiesbaden 1950, S. 75 ff. Eine Nachzeichnung seines irdischen Lebensweges in erweitertem Umfang findet sich bei Gerhard Merk: Jung-Stilling. Ein Umriß seines Lebens. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1989 (mit Abb. und Registern). Mehr die innere Entwicklung von Jung-Stilling schildert Otto W. Hahn: "Selig sind, die das Heimweh haben". Johann Heinrich Jung-Stilling: Patriarch der Erweckung. Giessen, Basel (Brunnen) 1999 (Geistliche Klassiker, Bd. 4). 2 Schutzengel von Johann Heinrich Jung-Stilling. Er zeigte sich diesem zu dessen irdischer Zeit, nahm ihn von dort ins Jenseits mit und schrieb auch für ihn. – Siehe Heinrich Jung-Stilling: Szenen aus dem Geisterreich, 8. Aufl. Bietigheim (Rohm) 1999, S. 220 ff. (S. 279: "Siona hat mir Lavaters Verklärung in die Feder diktiert"). Der Name Siona bedeutet letztlich "die Himmlische"; siehe die genauere, weitläufige Erklärung dieses Namens bei Philipp Paul Merz: THESAURI BIBLICI PARS SECUNDA, NEMPE ONOMASTICON BIBLICUM SEU INDEX AC DICTIONARIUM HISTORICO-ETYMOLOGICUM. Augsburg (Veith) 1738, S. 1161 ff. (ein bis heute kaum übertroffenes Standardwerk, das viele Nachdrucke und Übersetzungen erfuhr) oder auch bei Petrus Ravanellus: BIBLIOTHECA SACRA, SEU THESAURUS SCRIPTURAE CANONICAE AMPLISSIMUS, Bd. 2. Genf (Chouët) 1650, S. 627 (ein gleichfalls bewährtes und häufig nachgedrucktes Werk); und Jung-Stilling fasst den Engel als weiblich auf. Er spricht Siona an als –  "unaussprechlich erhabene Tochter der Ewigkeit" (Szenen aus dem Geisterreich, S. 219), –  "göttliche Freundin" (ebenda, S. 223), dankt der –  "erhabenen Dolmetscherin" (ebenda, S. 241), die ihm –  als Engel – oft ungesehen – "immer liebvoll zur Seite ist" (Johann Heinrich Jung-Stilling: Chrysäon oder das goldene Zeitalter in vier Gesängen. Nürnberg [Raw'sche Buchhandlung] 1818, 1. Gesang, Versabschnitt 3), –  den Gedankengang leitet (Szenen aus dem Geisterreich, S. 282), aber  auch vom Jenseits berichtet (Szenen aus dem Geisterreich, S. 308) und –  Jung-Stilling (der im Chrysäon Selmar heisst) auf einer "Himmels-Leiter" zum Sehen führt (Chrysäon, Prolog, Versabschnitt 2; siehe auch Versabschnitt 8) sowie –  zu seiner verstorbenen Tochter Elisabeth (Lisette, 1786–1802) und zu deren Mutter (Jung-Stillings zweiter Ehefrau Selma von St. George, 1760–1790) geleitet (Chrysäon, 4. Gesang, Versabschnitt 2 ff.), –  ihn aber auch von himmlischen Höhen "in müdes Weltgewühle" zurückbringt (Chrysäon, 3. Gesang, Versabschnitt 87). Siehe zum Verständnis der Engel im religiösen Denken von Jung-Stilling auch Gerhard Merk (Hrsg.): Jung-Stilling-Lexikon Religion. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1988, S. XX f., S. 30 ff. sowie Gotthold Untermschloß: Vom Handeln im Diesseits und von Wesen im Jenseits. Johann Heinrich Jung-Stilling gibt Antwort. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1995, S. 16 ff. – Grundsätzliches siehe bei Paola Giovetti: Engel, die unsichtbaren Helfer der Menschen, 8. Aufl. Kreuzlingen, München (Hugendubel) 2003 sowie die Downloads bei der Adresse <http://www.himmelsboten.de> 3 Prädikant = hier: Pfarrer der reformierten Kirche; vom Lateinischen PRAEDICARE = predigen. -- Heute versteht man unter Prädikant meistens einen zur Wortverkündigung beauftragten Laien innert der Evangelischen Kirche. 4 Stillings-Freund = Verehrer von Johann Heinrich Jung-Stilling; der Begriff ist von diesem selbst geprägt. – Siehe Johann Heinrich Jung-Stilling: Lebensgeschichte. Vollständige Ausgabe, mit Anmerkungen hrsg. von Gustav Adolf Benrath, 3. Aufl. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 1992, S. 213, S. 441, S. 513, S. 536, S. 566. – Auf der anderen Seite gibt es aber auch  leider "Stillings-Feinde"; siehe ebendort, S. 316. 5 Johann Heinrich Jung-Stilling: Theorie der Geister=Kunde, in einer Natur= Vernunft= und Bibelmäsigen (so!) Beantwortung der Frage: Was von Ahnungen, Gesichten und Geistererscheinungen geglaubt und nicht geglaubt werden müße (so: mit Eszett). Nürnberg (Raw'sche Buchhandlung) 1808 (Reprint Leipzig 1987), S. 32 ff. Die "Theorie der Geister=Kunde" erschien bis heute in zahlreichen Neuausgaben und Übersetzungen ins Englische, Niederländische, Schwedische und Französische. Siehe diese aufgezählt bei Klaus Pfeifer: Jung-Stilling-Bibliographie. Siegen (J. G. Herder-Bibliothek) 1993 (Schriften der J. G. Herder-Bibliothek Siegerland, Bd. 28). Gegen dieses Werk von Jung-Stilling wurden zahlreiche Schriften veröffentlicht. Siehe Johann Heinrich Jung-Stilling: Geister, Gespenster und Hades. Wahre und falsche Ansichten, hrsg. von Gerhard Merk. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1993 (Jung-Stilling-Studien, Bd. 1.) Dort auch Titelblatt-Kopien einiger entsprechender Veröffentlichungen. 6 Analogie = Entsprechung, Ähnlichkeit; siehe kurz begründend Gerhard Merk: Grundlagen der Erkenntnislehre für Ökonomen. Berlin (Duncker & Humblot) 1985, S. 45 f. 7 Siehe Johann Heinrich Jung-Stilling: System der Staatswirthschaft. Erster Theil, welcher die Grundlehre enthält. Marburg (neue academische Buchhandlung) 1792, S. 304 f. 8 Siehe hierzu ausführlich begründend Pierre Teilhard de Chardin: Der Mensch im Kosmos. München (Beck) 1958 sowie derselbe: Die Entstehung des Menschen. München (Beck) 1961. – Beide Werke erschienen seither in mehreren Auflagen sowie auch als Taschenbuch. 9 Auffassung des Kollektivismus. Theologische Anklänge daran bei Heinrich Jung-Stilling: Szenen aus dem Geisterreich (Anm. 2), S. 156 (Rede von Seluniel). 10 Siehe 1. Mose 1, 26. sowie Jung-Stilling-Lexikon Religion. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1988, S. 106 (die Gottebenbildlichkeit ist "grösste Idee aller grossen Ideen"). 11 Jung-Stilling wirkte vollberuflich als Arzt, Geburtshelfer und seit 1775 auch als öffentlich bestellter Brunnenarzt von 1772 bis 1778 in Wuppertal-Elberfeld. Zeitlebens blieb er im Nebenberuf als Ophthalmologe tätig; er galt noch im Greisenalter als einer der geschicktesten Augenchirurgen seiner Zeit; an die 3 000 Menschen befreite er durch Operation aus der Blindheit. Etwa 20 000 Menschen dürfte er ophthalmologischen Rat angedient haben. Siehe Gerhard Berneaud-Kötz: Jung-Stilling als Arztpersönlichkeit, in: Michael Frost (Hrsg.): Blicke auf Jung-Stilling. Kreuztal (verlag die wielandschmiede) 1991, S. 19 ff. sowie Klaus Pfeifer: Jung-Stilling-Lexikon Medizin. Siegen (Jung-Stilling-Gesellschaft) 1996, S. 9 ff. 12 Siehe Matthäus 18, 10; Hebräerbrief 1, 14. 13 Siehe Johann Heinrich Jung-Stilling: Theorie der Geister=Kunde (Anm. 5), S. 42 f., 175 f., 375 f. 14 Fraktur = Bruchschrift (im Gegensatz zur glatten Lateinschrift [= Antiqua]). – Kurrent = Schreibschrift. A foe to GOd was never a true friend to man

## Machine-readable

- Generator: Merk Knowledge 1.1.1
