# Anpassung, symmetrische (symmetric adjustment)

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- Post ID: 399
- Modified: 2022-10-15T09:13:07+00:00
- Language: de

## Definition

In Zusammenhang mit den im Zuge der auf die Subprime-Krise folgenden Finanzkrise auffällig zu Tage getretenen währungsrauminternen Wachstumsunterschieden in der Eurozone aufgekommene Bezeichnung für die Forderung, dass – nicht nur Defizitländer ihre Schulden abbauen, – sondern auch oder sogar hauptsächlich die Überschussländer durch defizitfinanzierte Erhöhung der inländischen Kaufkraft die Nachfrage nach den Waren der Schuldnerländer aus der Eurozone erhöhen. - Dem steht jedoch die Tatsache gegenüber, dass nach eingehenden Berechnungen im Jahr 2012 eine selbst kräftige Ausweitung der Nachfrage in Deutschland um zehn Prozent den Saldo der Leistungsbilanz im ClubMed um nur etwa 0,25 Prozent verbessern würde. Auch eine Erhöhung der Löhne in den Überschussländern wie Deutschland hätte so gut wie gar keine Auswirkungen auf die Defizitländer; und bereits der Gedanke, dass vergleichsweise niedrigere Lohnkosten in Überschussländern der Eurozone zur Verlagerung von Produktion aus Defizitländern der Eurozone führen werde, ist (schon angesichts der tatsächlichen Lohnkostenanteile bei den Gesamtkosten der Produktion) abwegig. Nachweislich hat bis anhin keine einzige Firma aus den Pigs nur der relativ niedrigeren Lohnkosten wegen die Herstellung von Waren nach Deutschland verlagert. - Statt also von Überschussländern zu verlangen, die Staatschulden auszuweiten, sollten die Defizitländer vor allem durch Arbeitsmarktreformen, Deregulierung der Märkte und damit Förderung des Wettbewerbs, Verbesserung des Steuersystems sowie Begünstigung von Bildung und Forschung die Produktivität des Wirtschaftens verbessern. – Siehe Arbeitnehmerentgelt pro Kopf, Arbeitsmarkt-Flexibilität, ClubMed, Wettbewerbs-Status, internationaler. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank im Juli 2010, S. 28 ff. (eine symmetrische Anpassung brächte allen Beteiligten nur Nachteile; viele Übersichten und Berechnungen). Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden! Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec. Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol. E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/ https://www.gerhardmerk.de/

## Machine-readable

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