# Geldmarkt (money market)

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- Modified: 2022-10-15T09:13:42+00:00
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## Definition

Allgemein der Handel mit kurzfristigem (in der Regel bis zwölf Monate; usually for less than one year) Leihgeld (Tagesgeld, Termingeld, kurzfristige Papiere), wobei als Marktteilnehmer in erster Linie Banken und die Zentralbank auftreten. – Im engeren Sinne umfasst der Geldmarkt den Handel mit Zentralbankguthaben unter den Banken. Der Abschluss eines einzigen Geschäftes bezieht sich im allgemeinen auf höhere Beträge (mehrere Mio EUR). Dieser Markt bietet der Zentralbank als Monopolanbieter von Bargeld die Möglichkeit zur gezielten Beeinflussung. Solche Geldmarktgeschäfte dienen immer der kurzfristigen Geldanlage; der Geldmarkt sorgt damit für einen Liquiditätsausgleich (liquidity settlement) zwischen den Marktteilnehmern. – Im besonderen weiteren Sinne meint man mit Geldmarkt darüber hinaus auch den Handel mit Geldmarktpapieren. – Als Geldmarkt wird manchmal auch die kurzfristigen Kundenbeziehungen der Banken gesamthaft bezeichnet. Im Passivgeschäft handelt es sich dabei um die Hereinnahme von Sicht-, Termin und Spareinlagen, im Aktivgeschäft vor allem um Darlehn in laufender Rechnung (Kontokorrentkredite). – Siehe Geldklemme, Geldmarkt-Operationen, Geldmarktsätze, Geldmarkt-Segmente, Kurzfristig, Schatzanweisungen, unverzinsliche. – Vgl. Geschäftsbericht 2005 der Deutschen Bundesbank, S. 24 f. (Steuerung der Geldmenge, Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Februar 2008, S. 71 ff. (sehr ausführliche, lehrbuchmässige Darstellung des Geldmarkts im Eurogebiet; viel Übersichten), Finanzstabilitätsbericht 2009, S. 98 (Aufgaben, Teilbereiche und Teilnehmer auf dem Geldmarkt), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom August 2010, S. 26 f. (Geldmarktsteuerung und Liquiditätsbedarf), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom August 2011, S. 30 f. (Geldmarktsteuerung und Liquiditätsbedarf in den ersten drei Quartalen 2011), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2014, S. 39 ff. (Geldmarktsteuerung während der Finanzkrise: ausführliche Darlegungen; Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom August 2014, S. 31 f. (Aussagegehalt der jeweiligen Risikoprämie auf dem Geldmarkt). Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden! Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec. Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol. E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/ https://www.gerhardmerk.de/

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