# Frühwarnsysteme (early warning models)

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- Post ID: 2759
- Modified: 2022-10-15T09:13:39+00:00
- Language: de

## Definition

Rechnerische Verfahren mit dem Ziel, Signale für das Eintreten einer Baisse oder Hausse auf dem Markt für Vermögenswerte möglichst weit im voraus zu erkennen (tool to derive signals of an upcoming boom-bustcycle in asset prices). Als ein guter Vorlaufindikator (leading indicator) erwies sich in vielen Studien eine übermässige Kreditschöpfung; genauer – die Abweichung des weltweit gemessenen Verhältnisses von Darlehn zum Bruttosozialprodukt von seinem Trendpfad (the deviation of the global credit-to-GDP ratio from its trend path) und – das globale Kreditwachstum (the global credit growth). – Der Versuch, Verlustrisiken in einem fremden Währungsraum im voraus zu erkennen und entsprechende Portfolio-Umschichtungen vorzunehmen, ehe es zu einer Panik kommt. In der Vergangenheit hat sich in erster Linie das Verhältnis zwischen Devisenreserven und kurzfristiger Auslandverschuldung als verlässliches Merkmal (reliable indicator) erwiesen. – Siehe Economic Sentiment Indicator, Force on Country Risk Analysis, Forum für Finanzmarktstabilität, Krisen-Frühwarnsystem. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom November 2010, S. 85 ff. (Frühwarnanzeichen bei Vermögensblasen; Übersichten; viele Literaturhinweise), Jahresbericht 2011 der EZB, S. 29 ff. (Frühwarn-Indikatoren bei Vermögenspreisen). Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden! Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec. Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol. E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/ https://www.gerhardmerk.de/

## Machine-readable

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