# Finanzierungsprämie, externe (external financing premium)

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- Modified: 2022-10-15T09:13:36+00:00
- Language: de

## Definition

Bei asymmetrischer Information muss der Kreditgeber dem Schuldner die Risiken aus der nicht genau einschätzbaren Bonität in den Zinssatz einrechnen. Denn – der Kreditgeber muss sich vor Übervorteilung seitens des Schuldners absichern; – es fallen Kosten für die Überwachung, Bewertung und Beitreibung (collection of claims im Falle der Störung der Kreditbeziehung) an, – der Kreditnehmer könnte sich aufgrund der Probleme der Negativauslese weniger rentablen Engagements zuwenden. Die daher verlangte Finanzierungsprämie ist rechnerisch der Unterschied zwischen den Kosten für Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung. - Kann das Unternehmen dem Kreditgeber Aktiva verpfänden, dann wird sich die Finanzierungsprämie Null nähern. – Wenn im Konjunkturzyklus der Gewinn eines Unternehmens zurückgeht, dann werden Kreditgeber einen höheren Zins verlangen. Denn die Bonität des Schuldners sinkt jetzt, das Verlustrisiko für den Fremdkapitalgeber steigt. – Siehe Adverse Selection, Agency-Problem, Hausbank, Information, asymmetrische, Moral Hazard, Negativauslese, Principal-Agent-Problem. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2002, S. 44, Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2012, S. 15 f. (zur externen Finanzierungsprämie; Literaturhinweise). Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden! Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec. Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol. E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/ https://www.gerhardmerk.de/

## Machine-readable

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