# Defizitneigung (propensity to budget deficit)

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- Modified: 2022-10-15T09:13:25+00:00
- Language: de

## Definition

Die in demokratischen Staaten empirisch eindeutig feststellbare Tatsache, dass – Regierungen vor ihrer Wiederwahl zum Mittel der Verschuldung greifen, – um bestimmte Wählergruppen (groups of voters) anzusprechen. – Dies wirkt sich über kurz oder lang auf den Geldwert aus. - Im Stabilitäts- und Wachstumspakt versuchte man ursprünglich in der Eurozone, eine solche unsolide Finanzpolitik einzudämmen. – Siehe Bailout, Geldpolitik, Currency-Swing, Deficit Spending, Minhas-Gerais-Problem, Nachhaltigkeit, Nonaffektations-Prinzip, Politikverzug, Staatsverschuldung, Verschuldungsanreiz. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom August 2005, S. 69 f. (Defizitneigung wächst), S. 76 f. (Möglichkeiten für den Defizitabbau). Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden! Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec. Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol. E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/ https://www.gerhardmerk.de/

## Machine-readable

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