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Zinsweitergabe (transfer of key interest changes)

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Zinsweitergabe (transfer of interest changes): Der Einfluss von Zinsänderungen der Zentralbank auf die Kreditzinsen, die Banken gegenüber ihren Kunden berechnen. In den Modellen der Geldtheorie besteht ein enger – obgleich unter Umständen etwas zeitlich verzögerter – direkter Zusammenhang zwischen beiden Grössen. Der Leitzins der Zentralbank ist demnach der entscheidende Bestimmungsgrund im Kundengeschäft der Institute. Empirische Studien zeigen indessen für die EWU ein anderes Bild. Danach wirken Zinsschritte der EZB nicht in jedem Mitgliedsland der EWU in gleicher Weise; zudem sind Darlehen an Privathaushalte, Unternehmen – und hier wieder von der Grösse abhängig – ziemlich unterschiedlich und wohl mehr nach dem jeweiligen Risiko bepreist (are priced according to the specific risk). – Siehe Fragmentierung, Risikoneigungskanal, Transmissionsmechanismus, monetärer,  Zinstransmission. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom August 2013, S. 83 ff. (ausführliche, lehrbuchmässige Darstellung anhand vieler Übersichten: Literaturhinweise).


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