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Zinssatz, risikoloser und risikofreier (risk-free interest rate)

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Zinssatz, risikoloser und risikofreier (risk-free interest rate):  1..Die Rendite einer vollkommen liquiden Anleihe, die keinerlei Risiko birgt. In den Modellen der Geldtheorie spielt ein solcher Zinssatz die Rolle eines Vergleichsmassstabs (comparsion basis, benchmark) für die Bepreisung risikobehafteter Vermögenswerte. Erstklassig bewertete Staatsanleihen (government bonds of issuers with first-class ratings) kommen diesem Musterbild nahe und werden daher auch von der Zentralbank bei ihren geldpolitischen Entscheidungen als Messgrösse zugrundegelegt. – 2.. Zinszahlungen erfolgen immer aufgrund eines Vertrags. Damit ist zwangsläufig ein Kontrahentenrisiko (counterparty risk: the possibility that the other party in an agreement will default) verbunden. Allein bei Geschäften mit der Zentralbank ist ein risikoloser Zahlungsstrom zugrunde zu legen. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Juli 2014, S. 69 ff. (ausführliche, lehrbuchmässige Darstellung; viele Übersichten; sprachlich teilweise grauenhaft: der risikofreie Zinssatz ist ein „theoretisches Konzept“ [S. 69] und wird „in konzeptioneller Hinsicht“ [S. 70] erörtert; Literaturhinweise).


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