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Troika (troika)

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Troika (troika): In Bezug auf das Eurogebiet ein Ausschuss von Vertretern der Europäischen Kommission, der EZB und des IWF mit der Aufgabe, – 1  Œ hoch verschuldete Mitglieder der EWU zu begutachten und –  2  Massnahmen zu beschliessen, um bei den Wackelkandidaten (wavering candidates) eine geordnete öffentliche Finanzwirtschaft wieder auf den Weg zu bringen. – Bemängelt wurde die Mitwirkung der EZB. Denn diese ist für die Geldpolitik zuständig. Ihrer Einbindung in die Wirtschaftspolitik fehlt jede demokratische Legitimation (democratic legitimacy). Eine solche untergräbt ihre Unabhängigkeit, die ja als Grundfeste (foundations) für stabiles Geld gilt. – Aber auch der IWF bewegt sich hier hart an der satzungsmässigen Grenze (on the border of its statutes). Er sollte in Verhandlungen mit einem Krisenstaat der Regierung und der Zentralbank gegenüberstehen. Das sichert klare Standpunkte und sorgt zusammen mit seinen Krediten für Durchsetzungskraft. Im Eurogebiet indessen ringt der IMF nicht nur mit den Krisenstaaten, sondern auch mit den Partnern in der Troika. Selbst wenn der IMF nach seinem Urteil enge Grenzlinien (narrow borderlines) gegenüber einem Wackelkandidaten ziehen müsste, können entsprechende Massnahmen nicht gegen den Willen der EU-Kommission und der EZB durchgesetzt werden. – Siehe Anlegerstreik, Bail-out, Blame game, Euro-Bonds, Europäische Schuldenagentur, Europäischer Stabilitätsmechanismus, Europäischer Währungsfonds, Eventualschuld, EZB-Bilanz, Finanzstabilität, Goldopfer, Griechenland-Krise, Gruppendruck, Haushaltskonsolidierung, Neuro, Politikklammer, Politikverzug, Rettungseuropäer, Risikoträger, endgültiger, Schuldendroge, Solidarität, finanzielle, Sonderziehungsrecht, Sperrkonto, Staatsverschuldungs-Druck, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Grundfehler, Steuerungsrahmen, Transferunion, Verschuldung-Produktivität-Verkettung, Wachstumskräfte-Mobilisierung, Zentralbankfutter.


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