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Sparsamkeit (thrift, economicalness)

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Sparsamkeit (thrift, economicalness): Das –  1..planvolle, freiwillige Unterlassen der Verausgabung gegenwärtig zur Verfügung stehender Zahlungsmittel – manchmal auch auf materielle Güter (Sachgüter, physical goods) bezogen – und –  2..deren dadurch bedingte Anhäufung –  3..zwecks späterer, besserer und zweckentsprechenderer Verwendung. – Die freiwillige Zurücklegen von Geld durch Verzicht auf die gegenwärtige Verausgabung (current spending) hat die Sparsamkeit zwar mit dem Geiz und der Habsucht gemein. Aber bei der Sparsamkeit geschieht das Anhäufen aus ganz anderer Einsicht, aus anderen Gründen und Zwecken. Veranlassung und Absicht der Sparsamkeit sind die Möglichkeit und der Wille zu späterer besserer und zweckmässigeren Verwendung, als diese in der Gegenwart geschehen könnte (possibility and willingness on better and more effective use at a later time than it could be currently), und nicht die aus Überschätzung hervorgehende Begierde nach Besitz von Reichtum. Die Sparsamkeit geht somit als Handlung aus richtiger Sacheinsicht (acting on the basis of right understanding of the matter) und aus sittlich guter Willensrichtung (morally good purposes) des vernünftigen Menschen hervor. Sie ist daher eine sittliche Tugend (moral virtue), die mithilft, den Menschen in rechte Beziehung und Ordnung zum Geld und den Sachgütern zu setzen, und diese dabei dem Menschen und seiner Bestimmung unterzuordnen. Daher ist es durchaus richtig, wenn in der frühkindlichen Erziehung bereits (already in childhood education and care) Sparsamkeit eingeübt wird. – Siehe Argyromanie, Chremagogik, Geldethik, Geldglaube. Geldspar-verhalten, Geldpsychologie, Geldstolz, Harpax, Horten, Konsumausgaben, Konsumenten-geld, Kontensparen, Mammonismus, Minderschätzung künftiger Bedürfnisse, Misoch-rematie, Opportunitätskosten, Polyplusius, Sparen, Sparquote, Vorsichtssparen.


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