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Shitstorm (so auch im Deutschen gesagt; shit = hier: Kot, Mist; nicht: Rauschgift wie vor allem Cannabis und Heroin)

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Shitstorm (so auch im Deutschen gesagt; shit = hier: Kot, Mist; nicht: Rauschgift wie vor allem Cannabis und Heroin): Um 2009 vor allem in Zusammenhang mit der Finanzkrise aufgekommene Bezeichnung für eine – 1  Œ unvermittelte, – 2    lang anhaltende, –   3Ž über soziale Netzwerke, Blogs und Tweets verbreitete –    4 Welle der Empörung über das Verhalten von Personen oder Einrichtungen. Kennzeichnend ist dabei, dass sich die so erzeugte Erregung sehr rasch vom eigentlichen Anlass und sachlichen Kern entfernt. Sie mündet dann fast jedesmal in allgemeine Verdammung ganzer Wirtschaftszweige wie vor allem der Banken und der dort Beschäftigten („nur ein arbeitsloser Banker ist ein guter Banker„). Laut Ausweis der Rechtschreibung und Sprache wohl kaum über das Abgangszeugnis einer Sonderschule hinausgekommene Zuschreiber äussern sich hier „fachmännisch“ über die verwickeltsten Zusammenhänge auf dem Finanzmarkt und beurteilen diese. – Stets um Leser, Zuhörer und Zuschauer bemüht, schwimmen dann sehr bald die herkömmlichen Medien auf dieser Welle mit. – In Deutschland wurde das Wort zum Anglizismus des Jahres 2011 erkoren; Shitstorm ist inzwischen in die deutschen Wörterbücher einbezogen. – Siehe Bankbeamter, Bankenmacht, Bankenschelte, Bankenverstaatlichung, Bankier, Bankieren, Behavioural Finance, Blog, Bonus, Bonussystem, Deuteroskopie, Europhobie, Finanzasophie, Finanzdümmling, Finanzgeier, Finanzgeier, Finanzsodomit, Finanzterrorist, Geldsauger, Internet-Foren, Know-Nots, Misochrematie, Twitter, Verschwörungstheorien.


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