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Retter-Hass (hate for the rescuer)

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Retter-Hass (hate for the rescuer): Um 2012 aufgekommene Bezeichnung für die Tatsache, dass hilfsbedürftige Mitglieder der Eurozone die Schuld für eine krisenhafte Entwicklung im eigenen Land auf andere schieben (blame game), vor allem auf Deutschland. Von Deutschland sind bis Ende 2012 gut 90 Milliarden Euro für die in Not geratenen Mitglieder Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern geflossen. Ob dieser Hilfen wird aber Deutschland mitnichten gedankt. Die Begünstigten sehen kaum ein, dass sie jahrelang Geld ausgaben, das sie nicht erwirtschaftet haben, Vielmehr trägt – zumindest in der öffentlichen Meinung – Deutschland die Schuld für die eigene Misswirtschaft. Diese Haltung wiederum macht es der deutschen Regierung schwer, den eigenen Steuerzahlern weitere Opfer für in Not geratene Staaten der Eurozone zuzumuten. Es gewinnen jene Stimmen an Gehör, die einen Austritt aus der EWU fordern. – Siehe Bailout, Blutzoll, Buyer of last resort, ClubMed, Defizit-Finanzierungsverbot, Defizitquote, Ein-Stimmen-Prinzip, Europäische Schuldenagentur, Europäische Währungsunion, Grundfehler, Europäisches Finanzministerium, Europayer, EWU-Sprengsatz, EZB-Sündenfall, Fiskalpakt, Friedman-These, Frühwarnrecht, Geldkuh, Geldpolitik, Gruppendruck, Haushalts-Vorabstimmung, europäische, Moral Hazard, Politikverzug,Repräsentationsproblem, Schuldenclub, Schuldenquote, Solidarität, finanzielle, Staatsschulden-Rückführung, Staatsverschuldungs-Druck, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Grundfehler, Solidarität, finanzielle, Steuerungsrahmen, Südfront, Tragfähigkeit öffentlicher Finanzen, Transferunion, Ungleichgewichte, EWU-interne, Wettbewerbs-Status, internationaler, Währungsunion.


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